Zement, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zement(e)s · wird nur im Singular verwendet
Nebenform fachsprachlich Zement · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zement(e)s · Nominativ Plural: Zemente
Aussprache
WorttrennungZe-ment
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Zement‹ als Erstglied: ↗Zementarbeiter · ↗Zementbahn · ↗Zementbau · ↗Zementbeton · ↗Zementeimer · ↗Zementestrich · ↗Zementfabrik · ↗Zementfarbe · ↗Zementfußboden · ↗Zementfüllung · ↗Zementhersteller · ↗Zementindustrie · ↗Zementkalk · ↗Zementkitt · ↗Zementmörtel · ↗Zementmühle · ↗Zementsack · ↗Zementsilo · ↗Zementsockel · ↗Zementstaub · ↗Zementwerk · ↗zementgebunden · ↗zementgrau · ↗zementieren
 ·  mit ›Zement‹ als Grundform: ↗zementen  ·  formal verwandt mit: ↗Zementit
eWDG, 1977

Bedeutung

wichtiger, als Bindemittel verwendeter Baustoff, der mit Wasser und Kies vermischt Beton ergibt
Beispiele:
hochwertiger Zement
ihr Gesicht wurde grau wie Zement
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zement · zementieren · Zementierer
Zement m. aus Kalkstein und Ton gewonnenes, pulverförmiges Bindemittel zur Mörtel- und Betonherstellung, mhd. zīment(e), cīmente n. m., frühnhd. Cement (16. Jh., daneben i-Schreibung noch bis ins 19. Jh.), entlehnt aus gleichbed. afrz. ciment, cement m. (frz. ciment), das auf mlat. caementum, cementum, cimentum n. ‘Kalkmörtel, (gelöschter) Kalk’ beruht. Voraus geht lat. caementum (spätlat. auch cīmentum) ‘Bruchstein zum Mauern’, dann ‘zerstoßener Stein, der beim Bauen der Bindemasse beigemischt wird’ (vgl. lat. caementa marmorea ‘beim Bearbeiten des Marmors abspringende Marmorstücke als Zusatz zum Mörtel’), daher spätlat. ‘Bindemasse, Mörtel’ (zu lat. caedere ‘ab-, heraushauen, schlagen, stoßen’). Ende des 14. Jhs. erscheint ferner spätmhd. cēment, zīment n. m. in der bis ins ältere Nhd. geläufigen Bedeutung ‘Substanz zum Reinigen, Läutern, Prüfen, Veredeln von Metallen’ (entweder als Zusatz zu metallhaltigen Lösungen, um aus diesen das edlere Metall auszufällen, oder als pulverförmige Masse, die das Metall beim Brennen umgibt, vgl. Zementation für entsprechende Verfahren noch in der modernen Metallurgie), wohl in unmittelbarem Anschluß an gleichbed. mlat. caementum, cementum der Alchimistensprache (vgl. jüngeres frz. cément ‘kohlenstoffhaltiges Material, das dem Stahl beim Erhitzen Kohlenstoff zuführt und dessen Oberfläche härtet, Zementierpulver’). Die Zahnmedizin verwendet Zement n. in neuerer Zeit (seit Mitte 19. Jh.) für ‘die Zahnwurzel überziehende Schicht aus Knochengewebe, Wurzelrinde, Zahnkitt’ (vgl. gleichbed. frz. cément). zementieren Vb. ‘mit Zement(mörtel), Beton befestigen, dauerhaft machen, mit Zement (aus)füllen, dicht machen’ (2. Hälfte 18. Jh., vgl. frühnhd. sementen ‘mit Mörtel versehen, befestigen’, Anfang 15. Jh.), zuvor schon fachsprachlich in der Bedeutung ‘Metall durch chemische Veränderung veredeln, beizen, läutern’ (2. Hälfte 15. Jh., auch cimentieren, vgl. spätmhd. zīmenten ‘beizen, scheiden, reinigen’, Ende 14. Jh.), dazu Zementierer m. ‘Metallscheider’ (2. Hälfte 16. Jh., vgl. frühnhd. Zymenter, 15. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aluminium Ausbauprodukt Bauholz Baumaterial Baustahl Baustoff Beton Bindemittel Bohrloch Dachziegel Düngemittel Eisen Erdölprodukt Fliese Gips Kalk Kies Klinker Lehm Mörtel Sand Schlamm Stahl Transportbeton Zellstoff Ziegel Ziegelstein Zuschlagstoff ausgießen versiegeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zement‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er ist jedoch fest wie Zement, man versinkt nicht darin.
Bild, 12.07.2005
Massenweise Zement wirbelte durch die Luft, die ganze Straße war voll davon.
Der Tagesspiegel, 10.11.2000
Wenn Sie schnell unterschreiben, können wir den Zement wieder entfernen.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 127
Ausgeführt werden 15000 t Zement zum Preis von 11 Dollar je Tonne.
o. A.: 1946. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 14825
Sie sind nicht aus Zement, sondern aus dem örtlichen vulkanischen Stein.
Sinn und Form, 1985, Nr. 2, Bd. 37
Zitationshilfe
„Zement“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zement>, abgerufen am 20.11.2019.

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