Zerstäuber, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zerstäubers · Nominativ Plural: Zerstäuber
Aussprache 
Worttrennung Zer-stäu-ber
Wortzerlegung zerstäuben -er
Wortbildung  mit ›Zerstäuber‹ als Letztglied: Parfumzerstäuber · Parfümzerstäuber
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Staub · staubig · stauben · stäuben · abstauben · verstauben · verstäuben · verstaubt · bestäuben · zerstäuben · Zerstäuber
Staub m. ‘(aufwirbelnde) feine Schmutzteilchen’, ahd. stoub (um 1000), mhd. stoup, stoub (germ. *stauba-) und (mit anderer Bildungsweise) mnd. stof, stōf, mnl. nl. stof (germ. *stuba-) sowie (mit j-Suffix) ahd. stubbi (8. Jh.), mnd. stübbe, mnl. (ge)stubbe, got. stubjus (germ. *stubja-) sind ablautende Verbalsubstantive zu dem unter stieben (s. d.) behandelten Verb. staubig Adj. ‘voller Staub, mit Staub bedeckt’, mhd. stoubec, stoubic. stauben Vb. ‘als Staub umherwirbeln, Staub abgeben, Staub beseitigen’, ahd. stouben ‘stieben machen’ (10. Jh.; vgl. irstouben, 8. Jh.), mhd. stouben ‘stieben machen, Staub erregen, aufwirbeln, aufscheuchen, aufjagen’ und gleichbed. stäuben Vb. mhd. stöuben sind Kausativa zu dem unter stieben (s. d.) behandelten Verb; heutiges Sprachempfinden sieht darin Ableitungen vom Substantiv Staub. abstauben Vb. auch abstäuben, ‘Staub abschütteln, entfernen’ (16. Jh.), ‘von Staub reinigen’ (17. Jh.), ‘sich etw. (unerlaubt) aneignen, zunutze machen’ (Anfang 20. Jh.). verstauben Vb. ‘staubig werden, sich mit Staub überziehen’ (18. Jh.); vgl. mhd. verstouben ‘verscheuchen’. verstäuben Vb. ‘wie Staub auseinanderwirbeln, versprühen’, mhd. versteuben ‘sich verflüchtigen’. verstaubt Part.adj. ‘mit Staub bedeckt’, übertragen ‘veraltet, altmodisch’ (18. Jh.). bestäuben Vb. ‘mit Staub bedecken’, ahd. bistouben (um 1000), mhd. bestouben; ‘mit Blütenstaub befruchten’ (19. Jh.). zerstäuben Vb. ‘auseinanderjagen, zerstreuen’, ahd. zistouben (um 1000), mhd. zerstouben; ‘zu Staub machen, wie Staub verwehen, verschwinden lassen’ (17. Jh.), ‘fein versprühen’ (19. Jh.); Zerstäuber m. ‘wer etw. auseinanderjagt’ (17. Jh.), ‘Gerät zum Versprühen einer wohlriechenden Flüssigkeit’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Zerstäuber‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Später wird er ätherische Öle aus einem Zerstäuber über mir verblasen. [Süddeutsche Zeitung, 02.03.2001]
Er entdeckt auf dem Tisch einen hölzernen Parfum‑Flacon mit großem Zerstäuber und versucht sofort, ihn zu betätigen, mit Erfolg. [Die Zeit, 14.02.1983, Nr. 07]
Gegen Ungeziefer bespritzt man die Pflanzen täglich wenigstens einmal mit lauem Wasser mit dem Zerstäuber. [Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 03.03.1909]
Dann schraubt man die Teile zusammen, Mundstück, Zerstäuber, Batterie, Reservoir. [Die Zeit, 06.02.2012, Nr. 06]
Beim Zerstäuber verwandelt sich das Marihuana durch Druck in Rauch – der von den Rauschwilligen dann eingeatmet wird. [Die Zeit, 18.06.2008 (online)]
Zitationshilfe
„Zerstäuber“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zerst%C3%A4uber>.

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