Zimbel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Zimbel · Nominativ Plural: Zimbeln
WorttrennungZim-bel
DWDS-Verweisartikel, 2016

Bedeutung

Synonym zu Zymbal (Lesart 2)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zimbel m. f. n. alttestamentliches ‘Schlaginstrument aus zwei metallenen Becken, Glocke, mit Hämmern anzuschlagendes Glockenspiel, Schelle, mit Schellen besetzte Handtrommel’, meist (seit ahd. Zeit) im Plural. Ahd. zimbala (8. Jh.), mhd. zimbal, zimbel m. n., zimbele f., frühnhd. cimbal, cymbel, zymbel, zimbel, mnd. simbalum, simbel(e), zimbell, zymbel, simele, mnl. simbale, cimbale, nl. cimbaal, aengl. cimbal, engl. cymbal sind Entlehnungen aus lat. cymbalum, Plur. cymbala, griech. kýmbalon, Plur. kýmbala (κύμβαλον, κύμβαλα) ‘kleines hellklingendes Metallbecken’, auch ‘flaches Wasserbecken’, einem Deminutivum zu griech. kýmbos (κύμβος) ‘Hohlgefäß, Schale’. Auf dem Griech.-Lat. beruht auch ungar. cimbalom (15. Jh.), czymbalum (16. Jh.), cymbál, cymbal (19. Jh.), russ. (Plur.) cymbály (цымбалы), poln. (Plur.) cymbały, tschech. cimbál, slowak. cimbal, ein in der osteuropäischen Volksmusik gespieltes, viereckiges Instrument, dessen Saiten mit hölzernen Hämmerchen angeschlagen werden; daraus im Dt. (meist Singular) Cymbal, Zymbel, Cimbal, Zimbal, Zimbel n. ‘Hackbrett’ (Anfang 18. Jh.). Heute wird unterschieden Zimbel f. ‘altes Schlaginstrument’ und Cymbal, Zymbal n. ‘Saiteninstrument, Hackbrett’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Becken Flöte Gong Harfe Klang Schelle Tamburin Trommel Xylophon klingend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zimbel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hämmert seine zarten Töne auf einer großen alten Zimbel.
Die Welt, 28.08.2001
Tiefebene begann er im Alter von drei Jahren Zimbel zu lernen.
Bónis, Ferenc: Rácz. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1962], S. 32600
Von fern dringt das monotone Scheppern der Gongs, Zimbeln und Trommeln des Gamelan-Orchesters heran.
Die Zeit, 07.03.1997, Nr. 11
Ein Licht flackerte in der Zugluft und warf wunderliche Schatten über die imaginären Bratschen, Flöten und Zimbeln an den weißen Wänden.
Klabund: Bracke. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 2325
Die Böen machten den Gesang, den Jammer der Anrufungen und das Geklirr der Zimbeln unhörbar.
Ransmayr, Christoph: Die letzte Welt, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1990], S. 11
Zitationshilfe
„Zimbel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zimbel>, abgerufen am 18.10.2019.

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