Zimt, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zimt(e)s · Nominativ Plural: Zimte
Aussprache
HerkunftMalaiisch → Hebräisch
Wortbildung mit ›Zimt‹ als Erstglied: ↗Zimtbaum · ↗Zimtrinde · ↗Zimtstange · ↗Zimtstern · ↗Zimtöl · ↗zimtbraun · ↗zimtfarben
eWDG, 1977

Bedeutung

Gewürz aus der Rinde des Zimtbaumes, das besonders für Speisen, Backwaren und Getränke verwendet wird
Beispiele:
Zimt kommt gemahlen oder in Stangen in den Handel
Milchreis mit Zucker und Zimt
das Gebäck ist mit Zimt gewürzt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zimt m. süßlich schmeckendes Gewürz aus der getrockneten Rinde des Zimtbaums (spätmhd. zinmend bovn, 14. Jh.), eines tropischen Lorbeergewächses, ahd. zinamī̌n (11. Jh.), mhd. zinemīn, zimīn, zinment, zinmint, frühnhd. (mit Angleichung von nm zu mm) Zimment, Zim(m)et, Zim(m)at, nhd. Zimmet (bis ins 19. Jh., dann noch obd.), daneben einsilbiges Zim(m)t (zuerst 2. Hälfte 16. Jh.), entlehnt aus gleichbed. lat. cinnamum (auch cinnamōmum), griech. kínnamon, kinnámōmon (κίνναμον, κιννάμωμον), das wahrscheinlich aus dem Phön. stammt (vgl. hebr. qinnāmōn ‘Zimt’); die weitere Herkunft (mal. Ursprung?) ist unklar. In der 2. Hälfte des 19. Jhs. (anfangs wohl in Berliner Literatenkreisen) kommt Zimt als wegwerfender Ausdruck für ‘wertloser Kram, lästiger, überflüssiger Aufwand, dummes Gerede, Unsinn’ in Gebrauch (s. auch ↗Zinnober). Liegt die Vorstellung zugrunde, daß das Gewürz, wenn es überlagert ist und sein Aroma verloren hat (vgl. landschaftlich übliches alter Zimt ‘wertloses Zeug’) oder da es als Speisezusatz ohnehin entbehrlich ist, den ihm zugemessenen hohen Wert nicht verdient? Wenig einleuchtend ist Anschluß an rotw. Zimmt ‘Geld, Kleingeld, Ware, Goldsachen, Schmuck’ (dieses nach Wolf Rotw. 349 zu jidd. simon ‘Zeichen, Zahlennull’).

Thesaurus

Synonymgruppe
Zimt [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anis Fenchel Gewürz Gewürznelke Haselnuß Honig Ingwer Kardamom Koriander Kurkuma Kümmel Mandel Milchreis Muskat Muskatnuss Nelke Orange Pfeffer Piment Prise Puderzucker Rosine Safran Sternanis Vanille Zitronenschal Zucker bestreuen duften gemahlen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zimt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie sind kein Arbeiter mehr, reden Sie doch keinen Zimt.
Die Zeit, 16.07.1976, Nr. 30
Gemahlener Zimt erfüllt den gleichen Zweck, wird aber vorwiegend für Gebäck verwendet.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 2
Ich rekele mich auf meinem Bett, esse eine Mandarine mit Zimt.
Dückers, Tanja: Spielzone, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2002 [1999], S. 149
Statt Spezialmittel zur Bekämpfung zu kaufen, streue ich ein bißchen Zimt auf die "befallenen" Stellen.
Bild, 27.04.1998
Ich vermischte Zucker mit Zimt, deckte für uns beide den Tisch und fragte, was sie trinken möchte.
Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 261
Zitationshilfe
„Zimt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zimt#1>, abgerufen am 19.12.2018.

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Zimt, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zimts · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
HerkunftJiddisch
eWDG, 1977

Bedeutung

salopp, abwertend
1.
Unsinn
Beispiele:
rede nicht solchen Zimt!
mach keinen Zimt deswegen!
Jetzt ist der ganze Zimt [das Leben] eben zu Ende [SeghersRettung3,19]
Und überhaupt das Leben, / es ist gemeinhin so: / Erst viel Geschrei und mächtiger Zimt (= unsinniges Aufheben) [TucholskyGanz anders14]
2.
wertloser Kram
Beispiel:
Warum werfen Sie den Zimt [die Gasmaskenbrille] nicht weg? [Borchert153]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zimt m. süßlich schmeckendes Gewürz aus der getrockneten Rinde des Zimtbaums (spätmhd. zinmend bovn, 14. Jh.), eines tropischen Lorbeergewächses, ahd. zinamī̌n (11. Jh.), mhd. zinemīn, zimīn, zinment, zinmint, frühnhd. (mit Angleichung von nm zu mm) Zimment, Zim(m)et, Zim(m)at, nhd. Zimmet (bis ins 19. Jh., dann noch obd.), daneben einsilbiges Zim(m)t (zuerst 2. Hälfte 16. Jh.), entlehnt aus gleichbed. lat. cinnamum (auch cinnamōmum), griech. kínnamon, kinnámōmon (κίνναμον, κιννάμωμον), das wahrscheinlich aus dem Phön. stammt (vgl. hebr. qinnāmōn ‘Zimt’); die weitere Herkunft (mal. Ursprung?) ist unklar. In der 2. Hälfte des 19. Jhs. (anfangs wohl in Berliner Literatenkreisen) kommt Zimt als wegwerfender Ausdruck für ‘wertloser Kram, lästiger, überflüssiger Aufwand, dummes Gerede, Unsinn’ in Gebrauch (s. auch ↗Zinnober). Liegt die Vorstellung zugrunde, daß das Gewürz, wenn es überlagert ist und sein Aroma verloren hat (vgl. landschaftlich übliches alter Zimt ‘wertloses Zeug’) oder da es als Speisezusatz ohnehin entbehrlich ist, den ihm zugemessenen hohen Wert nicht verdient? Wenig einleuchtend ist Anschluß an rotw. Zimmt ‘Geld, Kleingeld, Ware, Goldsachen, Schmuck’ (dieses nach Wolf Rotw. 349 zu jidd. simon ‘Zeichen, Zahlennull’).

Thesaurus

Synonymgruppe
Zimt [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anis Fenchel Gewürz Gewürznelke Haselnuß Honig Ingwer Kardamom Koriander Kurkuma Kümmel Mandel Milchreis Muskat Muskatnuss Nelke Orange Pfeffer Piment Prise Puderzucker Rosine Safran Sternanis Vanille Zitronenschal Zucker bestreuen duften gemahlen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zimt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie sind kein Arbeiter mehr, reden Sie doch keinen Zimt.
Die Zeit, 16.07.1976, Nr. 30
Gemahlener Zimt erfüllt den gleichen Zweck, wird aber vorwiegend für Gebäck verwendet.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 2
Ich rekele mich auf meinem Bett, esse eine Mandarine mit Zimt.
Dückers, Tanja: Spielzone, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2002 [1999], S. 149
Statt Spezialmittel zur Bekämpfung zu kaufen, streue ich ein bißchen Zimt auf die "befallenen" Stellen.
Bild, 27.04.1998
Ich vermischte Zucker mit Zimt, deckte für uns beide den Tisch und fragte, was sie trinken möchte.
Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 261
Zitationshilfe
„Zimt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zimt#2>, abgerufen am 19.12.2018.

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