Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Zink, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Zink(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache  [ʦɪŋk]
Wortbildung  mit ›Zink‹ als Erstglied: Zinkbadewanne · Zinkblech · Zinkblende · Zinkchlorid · Zinkdruck · Zinkeimer · Zinkeindeckung · Zinkerz · Zinkfarbe · Zinkfolie · Zinklegierung · Zinkleimverband · Zinkoxid · Zinkoxyd · Zinkpräparat · Zinkrohr · Zinksalbe · Zinksalz · Zinksarg · Zinkspat · Zinksulfat · Zinkverbindung · Zinkvergiftung · Zinkvitriol · Zinkwanne · Zinkweiß · Zinkätzung · zinken2 · zinkhaltig
 ·  mit ›Zink‹ als Grundform: Zinkit
eWDG

Bedeutung

bläulich-weiß glänzendes Schwermetall, das gewalzt, gegossen und geschweißt werden kann
Beispiel:
Zink ist Bestandteil von Messing
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zink n. (m. bis Anfang 19. Jh.) bläulich-weiß glänzendes Schwermetall, von Paracelsus Zinken m. (1526/27), Zink m. (vor 1541) genannt. Herkunft ungewiß. Zugrunde liegt vielleicht Zinke ‘Zacke, herausragende Spitze’ (s. d.) im Hinblick auf das zackenförmige Aussehen der Ablagerungen dieses Metalls im Schmelzofen. Oder lautmalend für einen hellen Klang? Da im 16./17. Jh. Zink fast nur in Deutschland hergestellt wird, geht das Wort in die übrigen europ. Sprachen ein, vgl. engl. frz. zinc, span. cinc, nl. schwed. zink, ital. zinco, russ. cink (цинк) sowie nlat. zincum.

Typische Verbindungen zu ›Zink‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zink‹.

Verwendungsbeispiele für ›Zink‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die quantitative Bestimmung des Zinks nimmt man zweckmäßig kolorimetrisch vor. [Sandermann, Wilhelm: Grundlagen der Chemie und chemischen Technologie des Holzes, Leipzig: Geest & Portig 1956, S. 461]
Zink, das in Essen in besonders hoher Konzentration gemessen wurde, ist darin gar nicht enthalten. [Die Zeit, 24.08.1990, Nr. 35]
Zink: Bei einer relativ guten Nachfrage war die Tendenz in New York stetig. [Die Zeit, 01.04.1954, Nr. 13]
Dann erst taucht das Eisen in das Bad mit den 300 Tonnen flüssigem Zink. [Süddeutsche Zeitung, 19.09.1998]
Bei Aluminium und Zink waren die Verkäufe spekulativer Fonds besonders ausgeprägt. [Süddeutsche Zeitung, 21.09.1998]
Zitationshilfe
„Zink“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zink#1>.

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Zink, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zinks/Zinken · Nominativ Plural: Zinke
Aussprache [ʦɪŋk]
Wortbildung  mit ›Zink‹ als Erstglied: Zinkenist
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Zink
Zink
(The Crosby Brown Collection of Musical Instruments, CC0)
historisch, Musik gerades oder leicht gekrümmtes, aus (mit Leder überzogenem) Holz, gelegentlich aus Metall oder Elfenbein gefertigtes historisches Blechblasinstrument mit scharfem, durchdringendem Ton
Beispiele:
Der Zink ist ein barockes Blasinstrument, klanglich etwa zwischen Flöte und Trompete angesiedelt und äußerst schwer zu handhaben. [Die Welt, 19.07.2011]
Im Stadtmuseum wird ein weithin vergessenes Instrument vorgestellt […]. Der Zink (= Zinke oder Zinken) schien […] nahezu ausgestorben, abgelöst von der hohen Trompete, die einen ähnlich scharf glänzenden, aber doch nicht so nuancenreichen Klang produzierte wie der Zink, allerdings leichter zu spielen war. [Süddeutsche Zeitung, 25.08.1997]
Für die meisten im Kirchenschiff vermutlich ein erstmaliges Erlebnis war das Hören des Zinks, ein historisches Instrument, das einer Flöte ähnelt, meist aus Holz besteht, allerdings mit einem Kesselmundstück wie eine Trompete gespielt wird. Es wird auch Cornett genannt. Der Klang des Zinks ist am ehesten mit einem Tenorsaxophon zu vergleichen. [Südkurier, 04.01.2019]
Tänze und Schlachtengemälde spanischer Renaissancekomponisten wie F. C. de Arrauxo waren (= wurden) ungeheuer vital gespielt. Da nahm es der Hornist durchaus mit der virtuosen Wendigkeit eines Zinken auf. [Landshuter Zeitung, 20.10.2016]
Unter Leitung von Generalmusikdirektor Paolo Carignani erklingt die fast vierhundert Jahre alte Oper [L’Orfeo] so frisch und dramatisch, als entstünde sie gerade im Moment der Aufführung. Unglaublich, was allein die Spieler der Zinke und der Flöten an Verzierungkunst leisten. [Rhein-Zeitung, 16.03.2005]
Sanft umspielte […] der Zink die Gesangslinie in Andreas Hammerschmidts »Alles ist mir Gott allein«, zeigte geradezu greifbar, warum man damals den Zink wegen der Nähe zur menschlichen Stimme so schätzte. [Badische Zeitung, 19.10.2005]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Zink“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zink#2>.

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