Zinke, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Zinke · Nominativ Plural: Zinken
Aussprache
WorttrennungZin-ke (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Zinke‹ als Letztglied: ↗Gabelzinke · ↗Rechenzinke  ·  formal verwandt mit: ↗3-zinkig · ↗dreizinkig · ↗engzinkig · ↗fünfzinkig · ↗grobzinkig · ↗zweizinkig
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
einzelnes zugespitztes Teil besonders von Gabel, Rechen und Kamm
Beispiele:
die Gabel hat fünf Zinken
aus dem Rechen sind zwei Zinken ausgebrochen
Mit den Fingern seiner Rechten fuhr er wie mit Zinken durch sein langes strohernes Greisenhaar [ViebigSchlafendes Heer227]
er würde die Nacht auf den Zinken einer Egge geschlafen haben, wenn er die Frau damit von der Redlichkeit seiner Absicht hätte überzeugen können [StrittmatterOchsenkutscher20]
2.
Gipfel, Spitze eines Berges im Hochgebirge
Beispiel:
Der Tessin rauscht von unten und die Zinke des Pizzo Rotondo glänzt von oben [FedererRegina Lob237]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zinke · Zinken · zinken
Zinke f. Zinken m. ‘hervorstehender spitzer Zacken’, ahd. zinko ‘vorspringender Teil, Zahn’ (9. Jh.; vgl. fiorzinki ‘aus vier Teilen bestehend’, um 1000), mhd. zinke ‘Zacken, Spitze’. Der nur hd. Ausdruck ist wohl mit k-Suffix (germ. *tindkō) an das unter ↗Zinne (s. d.) behandelte Substantiv ahd. mhd. zint ‘Zinke, Zacke’ (germ. *tindjō(n) bzw. *tindaz) anzuschließen. Übertragen steht Zinken m. als derber Ausdruck für ‘Nase’, namentlich wenn sie groß und stark aus dem Gesicht hervortritt (16. Jh.). Im Rotw. bezeichnet Zink, Zinken m., Zinke f. ein ‘geheimes Verständigungszeichen’ (18. Jh.), eigentlich ‘Zacke’, entsprechend der Form der graphischen Zeichen der Gauner und Landstreicher; Einfluß von lat. sīgnum, frz. signe ‘Zeichen’ ist denkbar. Vgl. Zinken stecken ‘einen Wink, ein Zeichen geben’. Dazu zinken Vb. ‘(Spielkarten in betrügerischer Absicht) mit geheimen, unauffälligen Zeichen versehen’ (Anfang 20. Jh.), rotw. zinkenen (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ecke · ↗Kante · ↗Spitze · ↗Vorsprung · ↗Zacke · Zinke · keilförmiges Stück
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gabel Kamm Posaune

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zinke‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Frauen führen im Vergleich wohl eher öfter innerorts als Männer, sagte Zinke.
Die Zeit, 06.05.2013 (online)
Dafür bestehe bereits eine große Nachfrage, während auf den beiden bisher ausgewiesenen Flächen überhaupt kein Bedarf zu erkennen sei, so Zinke.
Der Tagesspiegel, 01.03.2005
Zinke hat verstanden, wie man eine moderne Firma auf Kiel legen muß.
o. A.: Holger Zinke Wie man eine Gentech-Firma auf Kiel legt. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]
Über einigen Apfelbäumen wies der Neutorturm mit seiner spitzen Zinke hinauf in die strahlende Scheibe.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 1002
Eine ähnliche Methode besteht darin, an einer Zinke ein leichtes Spiegelchen zu befestigen und einen Lichtstrahl dadurch abzulenken und aufzuzeichnen.
Lottermoser, Werner: Akustische Meßmethoden. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 28417
Zitationshilfe
„Zinke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zinke>, abgerufen am 20.01.2019.

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