Zinken, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zinkens · Nominativ Plural: Zinken
WorttrennungZin-ken (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

umgangssprachlich, scherzhaft unförmige, große Nase
Beispiel:
Ich sah auf ihre große, gebogene Nase, die sie selbst einen »Lötkolben« oder einen »Zinken« nannte [H. W. RichterSpuren33]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zinke · Zinken · zinken
Zinke f. Zinken m. ‘hervorstehender spitzer Zacken’, ahd. zinko ‘vorspringender Teil, Zahn’ (9. Jh.; vgl. fiorzinki ‘aus vier Teilen bestehend’, um 1000), mhd. zinke ‘Zacken, Spitze’. Der nur hd. Ausdruck ist wohl mit k-Suffix (germ. *tindkō) an das unter ↗Zinne (s. d.) behandelte Substantiv ahd. mhd. zint ‘Zinke, Zacke’ (germ. *tindjō(n) bzw. *tindaz) anzuschließen. Übertragen steht Zinken m. als derber Ausdruck für ‘Nase’, namentlich wenn sie groß und stark aus dem Gesicht hervortritt (16. Jh.). Im Rotw. bezeichnet Zink, Zinken m., Zinke f. ein ‘geheimes Verständigungszeichen’ (18. Jh.), eigentlich ‘Zacke’, entsprechend der Form der graphischen Zeichen der Gauner und Landstreicher; Einfluß von lat. sīgnum, frz. signe ‘Zeichen’ ist denkbar. Vgl. Zinken stecken ‘einen Wink, ein Zeichen geben’. Dazu zinken Vb. ‘(Spielkarten in betrügerischer Absicht) mit geheimen, unauffälligen Zeichen versehen’ (Anfang 20. Jh.), rotw. zinkenen (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
große Nase  ●  Zinken  ugs.
Synonymgruppe
Nase  Hauptform · ↗Gesichtserker  ugs. · Gewürzprüfer  ugs. · ↗Kolben  ugs. · ↗Riecher  ugs. · ↗Riechkolben  ugs. · ↗Riechorgan  ugs. · Zinken  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Dörfchen · ↗Weiler  ●  Bauerschaft  niedersächsisch · ↗Rotte  österr. · Zinken  badisch
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gabel Restaurant

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zinken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein guter Spaten besitzt nur einen, dafür aber extrem breiten Zinken.
Die Welt, 09.04.2005
Er weitet oder verengt die Zinken, dann sticht er wieder los.
Die Zeit, 22.06.2013, Nr. 24
Ihr Zinken ist sehr schön, an dem wird nicht herumoperiert.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 196
Bei den Stadtmusikanten haben sich die Zinken am längsten im Gebrauch gehalten.
Karstädt, Georg: Zink. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1968], S. 15177
Die Zinken dringen tiefer in den Boden ein, zerkleinern auch schwere Klumpen.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 57
Zitationshilfe
„Zinken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zinken#1>, abgerufen am 16.10.2019.

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Zinken, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zinkens · Nominativ Plural: Zinken
WorttrennungZin-ken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Zinken‹ als Letztglied: ↗Bettlerzinken · ↗Gaunerzinken
eWDG, 1977

Bedeutung

der geheimen Verständigung unter Gaunern dienendes (schriftliches) Zeichen
Beispiel:
[die Kriminalisten dachten] daß ich auf diese Weise meinen Komplizen einen sogenannten Zinken, das heißt ein Zeichen, gegeben hätte [G. Hauptm.4,266]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zinke · Zinken · zinken
Zinke f. Zinken m. ‘hervorstehender spitzer Zacken’, ahd. zinko ‘vorspringender Teil, Zahn’ (9. Jh.; vgl. fiorzinki ‘aus vier Teilen bestehend’, um 1000), mhd. zinke ‘Zacken, Spitze’. Der nur hd. Ausdruck ist wohl mit k-Suffix (germ. *tindkō) an das unter ↗Zinne (s. d.) behandelte Substantiv ahd. mhd. zint ‘Zinke, Zacke’ (germ. *tindjō(n) bzw. *tindaz) anzuschließen. Übertragen steht Zinken m. als derber Ausdruck für ‘Nase’, namentlich wenn sie groß und stark aus dem Gesicht hervortritt (16. Jh.). Im Rotw. bezeichnet Zink, Zinken m., Zinke f. ein ‘geheimes Verständigungszeichen’ (18. Jh.), eigentlich ‘Zacke’, entsprechend der Form der graphischen Zeichen der Gauner und Landstreicher; Einfluß von lat. sīgnum, frz. signe ‘Zeichen’ ist denkbar. Vgl. Zinken stecken ‘einen Wink, ein Zeichen geben’. Dazu zinken Vb. ‘(Spielkarten in betrügerischer Absicht) mit geheimen, unauffälligen Zeichen versehen’ (Anfang 20. Jh.), rotw. zinkenen (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
große Nase  ●  Zinken  ugs.
Synonymgruppe
Nase  Hauptform · ↗Gesichtserker  ugs. · Gewürzprüfer  ugs. · ↗Kolben  ugs. · ↗Riecher  ugs. · ↗Riechkolben  ugs. · ↗Riechorgan  ugs. · Zinken  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Dörfchen · ↗Weiler  ●  Bauerschaft  niedersächsisch · ↗Rotte  österr. · Zinken  badisch
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gabel Restaurant

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zinken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein guter Spaten besitzt nur einen, dafür aber extrem breiten Zinken.
Die Welt, 09.04.2005
Er weitet oder verengt die Zinken, dann sticht er wieder los.
Die Zeit, 22.06.2013, Nr. 24
Ihr Zinken ist sehr schön, an dem wird nicht herumoperiert.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 196
Bei den Stadtmusikanten haben sich die Zinken am längsten im Gebrauch gehalten.
Karstädt, Georg: Zink. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1968], S. 15177
Die Zinken dringen tiefer in den Boden ein, zerkleinern auch schwere Klumpen.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 57
Zitationshilfe
„Zinken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zinken#2>, abgerufen am 16.10.2019.

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