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Zinn, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Zinn(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Zinn‹ als Erstglied: Zinnbecher · Zinnbergwerk · Zinnerz · Zinnfigur · Zinnfolie · Zinngefäß · Zinngeschirr · Zinngeschrei · Zinngießer · Zinngießerei · Zinnglasur · Zinngrube · Zinnguss · Zinnhütte · Zinnkanne · Zinnkraut · Zinnkrug · Zinnlegierung · Zinnleuchter · Zinnlöffel · Zinnoxid · Zinnoxyd · Zinnsarg · Zinnschale · Zinnschüssel · Zinnseife · Zinnsoldat · Zinnstein · Zinnteller · Zinnvorkommen · zinnern · zinnhaltig
 ·  mit ›Zinn‹ als Letztglied: Bankazinn · Lötzinn · Tafelzinn
 ·  mit ›Zinn‹ als Grundform: verzinnen
eWDG

Bedeutungen

1.
silberweiß glänzendes Metall, das wegen seiner großen Dehnbarkeit zu dünnen Folien ausgewalzt werden kann
2.
Gegenstände, besonders Geschirr aus 1
Beispiel:
auf dem Bord stand schönes altes Zinn
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zinn · Zinnkraut
Zinn n. weiches, silberweiß glänzendes Schwermetall, ahd. zin (8. Jh.), mhd. zin, cin, mnd. mnl. tin, ten, nl. aengl. engl. tin, entlehnt (aus dem Aengl. oder Mnd.) anord. tin, schwed. tenn; Herkunft ungewiß. Man verbindet germ. *tina- mit ablautendem *taina- ‘Stab’ in ahd. zein ‘Zweig, Richtholz, (Schilf)rohr, Rute’ (8. Jh.), mhd. zein ‘Reis, Rute, Rohr, Stab, Metallstäbchen, -spange’, asächs. tēn ‘Stab’, mnd. tēn, tein ‘Metallstab, Barren’, mnl. nl. teen ‘Zweig, Stab, Weidengerte’, aengl. tān ‘Zweig, Rute, Stab, Stange, Los’, engl. in mistletoe (aengl. misteltān) ‘Mistel’ (eigentlich ‘Mistelzweig’), anord. teinn ‘Zweig, Stab’, schwed. ten ‘Metallstäbchen, Spindel’, got. tains ‘Zweig’. Zinn bedeutet danach eigentlich ‘Stäbchenförmiges’; das Metall wurde früher in Stäben gegossen. Außergerm. Anknüpfungsmöglichkeiten bieten sich nicht. Vgl. Flasdieck Zinn und Zink (1952), besonders 71 ff. Zinnkraut n. Ackerschachtelhalm (17. Jh.), eine Kieselsäure enthaltende Pflanze, benutzt zum Putzen von Zinngeschirr.

Typische Verbindungen zu ›Zinn‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zinn‹.

bestehen bolivianisch enthalten flüssig

Verwendungsbeispiele für ›Zinn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Derzeit gibt es nämlich weit mehr Zinn, als verbraucht werden kann, und das drückt den Preis. [Die Zeit, 15.11.1985, Nr. 47]
In den letzten Jahren sind immer mehr Verfahren entwickelt worden, durch die Zinn eingespart wird. [Die Zeit, 15.07.1954, Nr. 28]
Lagert man nun gezielt Zinn auf der Oberfläche ab, lässt sich die Bewegung sogar bewusst steuern. [Die Welt, 24.11.2000]
Dadurch wurde das Zinn härter, bekam aber auch seine graue Farbe. [Der Tagesspiegel, 22.02.2001]
Das Material besteht beim einfachen Manne aus Holz oder Zinn, beim Adel aus Silber oder gar aus Gold. [Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 115]
Zitationshilfe
„Zinn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zinn>.

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