Zinn, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Zinn(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Zinn‹ als Erstglied: ↗Zinnbecher · ↗Zinnbergwerk · ↗Zinnerz · ↗Zinnfigur · ↗Zinnfolie · ↗Zinngeschirr · ↗Zinngießer · ↗Zinngießerei · ↗Zinnguss · ↗Zinnhütte · ↗Zinnkraut · ↗Zinnkrug · ↗Zinnlegierung · ↗Zinnleuchter · ↗Zinnlöffel · ↗Zinnoxid · ↗Zinnoxyd · ↗Zinnschale · ↗Zinnschüssel · ↗Zinnseife · ↗Zinnsoldat · ↗Zinnteller · ↗zinnhaltig
 ·  mit ›Zinn‹ als Letztglied: ↗Bankazinn · ↗Lötzinn · ↗Tafelzinn
 ·  mit ›Zinn‹ als Grundform: ↗verzinnen
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
silberweiß glänzendes Metall, das wegen seiner großen Dehnbarkeit zu dünnen Folien ausgewalzt werden kann
2.
Gegenstände, besonders Geschirr aus 1
Beispiel:
auf dem Bord stand schönes altes Zinn
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zinn · Zinnkraut
Zinn n. weiches, silberweiß glänzendes Schwermetall, ahd. zin (8. Jh.), mhd. zin, cin, mnd. mnl. tin, ten, nl. aengl. engl. tin, entlehnt (aus dem Aengl. oder Mnd.) anord. tin, schwed. tenn; Herkunft ungewiß. Man verbindet germ. *tina- mit ablautendem *taina- ‘Stab’ in ahd. zein ‘Zweig, Richtholz, (Schilf)rohr, Rute’ (8. Jh.), mhd. zein ‘Reis, Rute, Rohr, Stab, Metallstäbchen, -spange’, asächs. tēn ‘Stab’, mnd. tēn, tein ‘Metallstab, Barren’, mnl. nl. teen ‘Zweig, Stab, Weidengerte’, aengl. tān ‘Zweig, Rute, Stab, Stange, Los’, engl. in mistletoe (aengl. misteltān) ‘Mistel’ (eigentlich ‘Mistelzweig’), anord. teinn ‘Zweig, Stab’, schwed. ten ‘Metallstäbchen, Spindel’, got. tains ‘Zweig’. Zinn bedeutet danach eigentlich ‘Stäbchenförmiges’; das Metall wurde früher in Stäben gegossen. Außergerm. Anknüpfungsmöglichkeiten bieten sich nicht. Vgl. Flasdieck Zinn und Zink (1952), besonders 71 ff. Zinnkraut n. Ackerschachtelhalm (17. Jh.), eine Kieselsäure enthaltende Pflanze, benutzt zum Putzen von Zinngeschirr.

Typische Verbindungen zu ›Zinn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zinn‹.

Verwendungsbeispiele für ›Zinn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Lagert man nun gezielt Zinn auf der Oberfläche ab, lässt sich die Bewegung sogar bewusst steuern.
Die Welt, 24.11.2000
Derzeit gibt es nämlich weit mehr Zinn, als verbraucht werden kann, und das drückt den Preis.
Die Zeit, 15.11.1985, Nr. 47
Das Material besteht beim einfachen Manne aus Holz oder Zinn, beim Adel aus Silber oder gar aus Gold.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 115
Jedenfalls muß ein lebhafter Handel mit Zinn durch die gesamte vorderasiatisch-europäische Welt gegangen sein, weit über die unmittelbaren Berührungen der Völker hinaus.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. I,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1884], S. 19904
Viel wichtiger aber wurde das Eisen und die Legierung von Kupfer und Zinn, die echte oder antike Bronze.
Schmoller, Gustav: Grundriß der Allgemeinen Volkswirtschaftslehre Erster Teil, Berlin: Duncker & Humblot 1978 [1900], S. 197
Zitationshilfe
„Zinn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zinn>, abgerufen am 15.08.2020.

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