Zinspflicht, die
GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungZins-pflicht (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

historisch Pflicht zum Zahlen von Steuern, Abgaben (an den Feudalherrn)
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn der Trend anhält, werden 1990 27,3 Prozent der Einnahmen nur zur Bedienung der Zinspflichten aufgewendet werden müssen.
Die Zeit, 07.03.1986, Nr. 11
A. verband die Lehnspflicht der Normannen in Süditalien und den Ausbau der päpstlichen Lehns- und Zinspflicht (Aragon, Dänemark) mit der Idee des hl.
Buisson, L.: Alexander II. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 771
Schon im 8. Jh. war eine Organisation in Dorfgemeinden vollzogen; seit der karolingischen Zeit geschah Gründung von Salhöfen (curtes), von hier aus die Anlage kleinerer Höfe ringsum in bäuerlichem Besitz gegen Zinspflicht; bisweilen konnte ein solcher Hof in Nähe eines Eschdorfs begründet werden.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1940, S. 307
Und den Ordensbauern ging es erheblich besser in bezug auf Scharwerk und Zinspflicht als den übrigen Bauern.
Harmjanz, Heinrich: Ostpreußische Bauern, Königsberg: Reichsnährstand Verl. Ges. 1939 [1938], S. 47
Bei nicht zeitgerechter Ratenzahlung setzt die durch das Gesetz aufgehobene Zinspflicht wieder ein und die Einziehung des restlichen Schuldbetrages erfolgt nach den gesetzlichen Bestimmungen über die Eintreibung von Staatsforderungen. (L. B. 3093 A.)
Archiv der Gegenwart, 2001 [1937]
Zitationshilfe
„Zinspflicht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zinspflicht>, abgerufen am 20.01.2018.

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