Zucker, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zuckers · wird nur im Singular verwendet
Grammatikfachsprachlich Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zuckers · Nominativ Plural: Zucker
Aussprache
WorttrennungZu-cker (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Zucker‹ als Erstglied: ↗Zuckerbrot · ↗Zuckerbäcker · ↗Zuckerchen · ↗Zuckercouleur · ↗Zuckerdose · ↗Zuckererbse · ↗Zuckerfabrik · ↗Zuckergehalt · ↗Zuckerguss · ↗Zuckergärung · ↗Zuckerhaushalt · ↗Zuckerhut · ↗Zuckerinsel · ↗Zuckerkampagne · ↗Zuckerkandis · ↗Zuckerkrankheit · ↗Zuckerkringel · ↗Zuckerkrümel · ↗Zuckerkuchen · ↗Zuckerl · ↗Zuckermasse · ↗Zuckermolekül · ↗Zuckerpass · ↗Zuckerplätzchen · ↗Zuckerpuppe · ↗Zuckerpüppchen · ↗Zuckerraffinerie · ↗Zuckerrohr · ↗Zuckerrübe · ↗Zuckerschale · ↗Zuckerschnute · ↗Zuckerschock · ↗Zuckerschote · ↗Zuckerspiegel · ↗Zuckerstange · ↗Zuckertüte · ↗Zuckerwasser · ↗Zuckerwatte · ↗Zuckerwerk · ↗Zuckerzange · ↗Zuckerzeug · ↗zuckerarm · ↗zuckerhaltig · ↗zuckerig · ↗zuckerkrank · ↗zuckersüß · ↗zuckrig
 ·  mit ›Zucker‹ als Letztglied: ↗Blutzucker · ↗Diätzucker · ↗Feinzucker · ↗Fruchtzucker · ↗Gerstenzucker · ↗Harnzucker · ↗Hutzucker · ↗Kandiszucker · ↗Karamellzucker · ↗Kristallzucker · ↗Malzzucker · ↗Milchzucker · ↗Nährzucker · ↗Puderzucker · ↗Rohrzucker · ↗Rohzucker · ↗Rübenzucker · ↗Staubzucker · ↗Streuzucker · ↗Stärkezucker · ↗Traubenzucker · ↗Vanillezucker · ↗Weißzucker · ↗Würfelzucker
 ·  mit ›Zucker‹ als Grundform: ↗zuckern
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
als Nahrungsmittel verwendetes, süß schmeckendes Kohlehydrat in kristalliner Form, das aus Pflanzen, Früchten gewonnen wird
Beispiele:
brauner, weißer, gebrannter, gestoßener Zucker
landschaftlich klarer Zucker
ein Löffel, Stück Zucker
Konfekt aus Zucker
Kaffee mit Zucker und Sahne
den Tee mit Zucker süßen
nehmen Sie Zucker zum Kaffee?
das schmeckt, ist so süß wie Zucker
Chemie chemische Verbindung aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff
Beispiel:
Die Milchsäurebakterien spalten (vergären) die im Futter befindlichen Zucker in Milchsäure [Wissenschaft und Fortschritt1956]
salopp, scherzhaft, übertragen
Beispiel:
»Eine süße Kleine, ganz was Süßes.« »Zucker«, sagte ein anderer, »der reine Zucker [H. W. RichterSpuren300]
2.
umgangssprachlich Diabetes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zucker · zuckern
Zucker m. aus Indien stammende, aus dem Mark der Zuckerrohrpflanze gewonnene Substanz zum Süßen von Speisen, ahd. zuckar (Hs. 13. Jh.), mhd. zucker, zuker ist entlehnt aus gleichbed. ital. zucchero, sizilian. zuccaru, das auf arab. sukkar beruht. Dieses geht wie griech. sákcharon (σάκχαρον), lat. saccharum n. zurück auf aind. śárkarā f. ‘Grieß, Geröll, Kies’, śarkarā ‘Sandzucker’, mind. (Pali) sakkharā-, Hindi sakkar ‘Zucker’ (s. ↗Saccharin). Die Araber verbreiten die Zuckerrohrkultur nach Ägypten, Südspanien und auch nach Sizilien, das unter arabischer Herrschaft eine wichtige Rolle im Zuckerhandel einnimmt. Über die Alpen kommen Wort und Sache nach Süddeutschland und weiter nach Norddeutschland. Im 19. Jh. wird die Bezeichnung auch auf den Rübenzucker übertragen. zuckern Vb. ‘mit Zucker süßen’ (17. Jh.).

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Diabetes · ↗Harnruhr · ↗Zuckerharnruhr · ↗Zuckerkrankheit  ●  Diabetes mellitus  fachspr. · Zucker  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • diabetisches Fußsyndrom  ●  diabetischer Fuß  ugs.
  • Kimmelstiel-Wilson-Syndrom · diabetische Glomerulosklerose · diabetische Nephropathie · interkapilläre Glomerulonephritis · noduläre Glomerulosklerose
Synonymgruppe
Zucker [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baumwolle Butter Ei Eigelb Eiweiß Essig Fett Getreide Gewürz Honig Kaffee Kakao Mehl Milch Pfeffer Prise Reis Sahne Salz Speiseöl Tabak Tee Weizen Zimt Zitronensaft abschmecken aufkochen bestreuen braun verrühren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zucker‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun stammt "Alles auf Zucker" von Dani Levy, einem jüdischen Regisseur.
Die Welt, 07.01.2005
Das Image von Zucker ist ebenso schlecht, wie sein Gebrauch verbreitet ist.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 76
Der Geruch nach gebranntem Zucker löste bei mir Übelkeit aus.
Der Tagesspiegel, 23.12.1999
Über das Vorkommen der drei Zucker bleibt hier noch etwas zu sagen.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 246
Auch dieses Verfahren liefert fast den ganzen Zucker in höchster Reinheit.
o. A.: M. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 39333
Zitationshilfe
„Zucker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zucker>, abgerufen am 16.11.2018.

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