Zukost, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Zukost · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungZu-kost
Wortzerlegungzu-Kost
eWDG, 1977

Bedeutung

Beilage zum Hauptteil der Mahlzeit, zum Hauptgericht
Beispiele:
gedünstetes Gemüse, Rohkostsalat als Zukost für Fleischgerichte
Obst sollte das Frühstück als Zukost regelmäßig ergänzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kost · beköstigen · verköstigen · Kostgänger · Zukost
Kost f. ‘Essen, Ernährung, Verpflegung’. Das unter ↗kosten (s. d.) angeführte ahd. kosta, mhd. kost, koste ‘Wert, Preis, Geldmittel, Aufwand, Ausgaben’ (woraus nhd. Kosten Plur.) entwickelt bereits in mhd. Zeit die Bedeutung ‘(Aufwand für) Verpflegung, Speise, Lebensmittel’, die der singularische Gebrauch des Wortes bis heute bewahrt. beköstigen Vb. ‘mit Nahrung versehen’, mhd. bekostigen; auch verköstigen Vb. (16. Jh.). Kostgänger m. ‘wer mit jmdm. zur Kost geht, Tischgenosse’ (Anfang 16. Jh.), ‘wer regelmäßig zu jmdm. zum Essen geht, von ihm beköstigt wird’ (18. Jh.). Zukost f. ‘was zum Brot gegessen wird’ (17. Jh.), ‘Beilage zum Hauptgericht’ (um 1700).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beikost · Ergänzungsnahrung · Zukost
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aus ihnen ist ein Teil der von den Hühnern benötigten Zukost zusammengerührt.
Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 156
Wir sehen, daß wie bei den Landschenkungen so bei den Statthaltern die Ausstattung in »Brot, Wein und Zukost« auf die Untertanen angewiesen war.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 23439
Sie bekamen sofort Gelegenheit und wurden auch anfangs nicht ganz unehrlich bezahlt und hatten Geld in der Hand und konnten rauchen und sich Zukost kaufen.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 6358
Die Leute hatten laut Contrakt täglich ein Kilogramm Mehl und je eine Handvoll Bohnen oder Erdnüsse als Zukost zu empfangen.
Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 88
Kartoffeln kamen hier gewissermaßen nur als Zukost auf den Tisch; die Hauptnahrung bildeten Mehlspeisen, und die »bookweten Klüten un Pannkoken« mundeten mir vortrefflich.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Zitationshilfe
„Zukost“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zukost>, abgerufen am 10.12.2019.

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