Zunftzwang, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungZunft-zwang
WortzerlegungZunftZwang
eWDG, 1977

Bedeutung

historisch Zwang für den Handwerker zum Eintritt in eine Zunft, zur Einhaltung der Zunftordnung
Beispiel:
Gewerbe und Handel lagen durch das ganze Reich hin in den Banden des strengsten Zunftzwanges [MehringDt. Geschichte103]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufhebung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zunftzwang‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Ausübung des Zunftzwangs hatten in Köln nur 3 Zünfte.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1939, S. 888
Fünfzehn Jahre lang mußten die Waldenser, die vom Zunftzwang befreit wurden, keine Steuern zahlen.
Der Tagesspiegel, 16.05.1998
Auch die Aufhebung der Zunftzwänge änderte zunächst wenig an den Produktionsmethoden.
Kurz, Robert: Schwarzbuch Kapitalismus, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 97
Der größte Teil deutschen Gewerbebetriebs lag noch in den Fesseln des Zunftzwangs.
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der Fremdherrschaft bis zur Reform des Börsenvereins im neuen Deutschen Reiche. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 8102
Dieser frühe Versuch, die Gewerbefreiheit einzuführen, war ein kühnes Unterfangen, da allerorten Zunftzwang herrschte, und er sorgte entsprechend für Aufsehen und Ärger.
Die Zeit, 11.02.2002, Nr. 06
Zitationshilfe
„Zunftzwang“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zunftzwang>, abgerufen am 15.11.2019.

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