Zusage, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Zusage · Nominativ Plural: Zusagen
Aussprache 
Worttrennung Zu-sa-ge
Grundformzusagen
Wortbildung  mit ›Zusage‹ als Letztglied: Finanzierungszusage · Hilfszusage · Investitionszusage · Kreditzusage · Pensionszusage · Versorgungszusage
eWDG

Bedeutung

zustimmender Bescheid
in gegensätzlicher Bedeutung zu Absage, siehe auch sagen (2)
Beispiele:
jmdm. eine Zusage zu etw. geben
er erhielt von der Direktion die Zusage, dass er die neue Stelle besetzen könne
Versprechen
Beispiele:
jmdm. eine (ehrenwörtliche) Zusage geben
eine Zusage brechen, nicht einhalten
eine feste, bindende Zusage machen, erhalten
er war sich [Dativ] der Verantwortung bewusst, die er mit der Zusage übernahm
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sagen · absagen · Absage · ansagen · Ansage · Ansager · aussagen · Aussage · besagen · entsagen · Entsagung · entsagungsvoll · untersagen · versagen · Versager · zusagen · Zusage · unsagbar · unsäglich
sagen Vb. ‘äußern, aussprechen, reden, behaupten, erklären’, (reflexiv) ‘sich überlegen’, ahd. sagēn (8. Jh.), mhd. sagen, mnl. sāghen (germ. *sagēn) stehen neben der (mit Umlaut bewirkendem j-Suffix gebildeten) Gruppe asächs. seggian, mnd. seggen, mnl. segghen, nl. zeggen, afries. sedza, aengl. secgan, engl. to say, anord. segja, schwed. säga (germ. *sagjan). Außergerm. lassen sich vergleichen air. insce ‘Rede’, aithesc ‘Antwort’, lat. īnseque ‘sag an, erzähle’, inquit ‘er sagte’, griech. en(n)épein (ἐν(ν)έπειν) ‘ansagen, verkünden, erzählen’, dazu (Aorist) enispé͞in (ἐνισπεῖν), lit. sakýti (mundartlich noch sèkti) ‘sagen, erzählen’, sèkti ‘(nach)folgen, (nach)spüren’, lett. sekt ‘suchen, ausfindig machen’, aruss. sočiti ‘suchen, ausforschen’, russ. (älter) sočít’ (сочить) ‘suchen, aufspüren’. Für die daraus zu erschließende Wurzel ie. *seku̯- kann man eine Bedeutung ‘wittern, spüren’ (vom Hund bei der Jagd) voraussetzen, die sich einerseits zu ‘zeigen, ankündigen’ und ‘sagen’, andrerseits zu ‘folgen’, auch ‘mit den Augen folgen’ weiterentwickelt hat, so daß auch die unter sehen (s. d.) genannten Formen als Verwandte heranzuziehen sind. absagen Vb. ‘Zugesagtes, Angekündigtes rückgängig machen, etw. aufgeben, darauf verzichten’, mhd. abesagen ‘mit Worten zurückweisen, aufkündigen, rückgängig machen’; Absage f. ‘Ablehnung, Zurücknahme, Verzicht’, mhd. abesage, frühnhd. auch ‘Aufkündigung der Freundschaft, Fehdebrief’; vgl. ahd. abasaga ‘verneinende Aussage’ (um 1000). ansagen Vb. ‘ankündigen, mitteilen’, ahd. anasagēn ‘einwenden, anklagen’ (10. Jh.), mhd. anesagen ‘eingestehen, mitteilen, zusagen, versprechen, anklagen’; Ansage f. ‘Verkündigung, Mitteilung’, ahd. anasaga ‘Aussage’ (10. Jh.), mhd. anesage ‘Aussage, Behauptung, Mitteilung’; Ansager m. ‘wer etw. mitteilt’, heute besonders ‘Sprecher’ (in Rundfunk und Fernsehen), ahd. anasagāri ‘Ankläger’ (10. Jh.), mhd. anesager. aussagen Vb. ‘mitteilen, erklären, ausdrücken’, besonders vor Gericht aussagen, spätmhd. ūʒsagen; Aussage f. ‘Erklärung, Mitteilung, Ausdruck’ (15. Jh.). besagen Vb. ‘bedeuten, ausdrücken’, ahd. bisagēn ‘zusprechen, zuerkennen, auslegen, erklären’ (9. Jh.), mhd. besagen ‘sagen, bezeugen, zusprechen, aussagen, anklagen’. entsagen Vb. ‘verzichten’, ahd. intsagēn ‘freisprechen, sich lossagen’ (8. Jh.), mhd. entsagen ‘Fehde ansagen, entschuldigen, verteidigen, lossagen, vorenthalten, leugnen, verheimlichen’; Entsagung f. ‘Verzicht’ (17. Jh.); entsagungsvoll Adj. ‘schmerzlich verzichtend’ (19. Jh.). untersagen Vb. ‘rügen, verbieten’, ahd. untarsagēn ‘mit Worten darlegen, besprechen, mitteilen’ (9. Jh.), mhd. undersagen, auch (unter dem Einfluß von lat. interdīcere) ‘verbieten’. versagen Vb. ‘abschlagen, verweigern, gestellte Erwartungen, Anforderungen nicht erfüllen, scheitern’, ahd. firsagēn ‘verweigern, verschmähen, leugnen, nicht zuerkennen, sich lossagen’ (9. Jh.), mhd. versagen ‘absagen, an-, aussagen (bis zum Ende), ableugnen, verweigern, abschlagen, sich lossagen’; Versager m. ‘wer Erwartungen, Anforderungen nicht erfüllt’, älter ‘Verleumder’ (16. Jh.). zusagen Vb. ‘zustimmen, versprechen, gefallen’, mhd. zuosagen; Zusage f. ‘Zustimmung, Versprechen’ (15. Jh.). unsagbar Adj. ‘unaussprechlich, unbeschreiblich’, mhd. unsagebære; auch verstärkend ‘in höchstem Maße’, vgl. unsagbar schlecht. unsäglich Adj. ‘unaussprechlich’, mhd. unsagelich, unsegelich.

Thesaurus

Synonymgruppe
Synonymgruppe
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Beteuerung · Versicherung · Versprechen · Zusage · Zusicherung  ●  Absichtserklärung  fachspr., mediensprachlich · Assertion  geh., lat. · Garantie  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Zusage‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zusage‹.

Verwendungsbeispiele für ›Zusage‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Zusage des Führers erfolgte immer sehr spontan, aber die Verwirklichung ließ sehr auf sich warten. [o. A.: Einhundertelfter Tag. Donnerstag, 18. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 14898]
Der Druck ihrer Lobbys ist so stark, daß die Minister darauf beharrten, ihre einstigen Zusagen fast zu halbieren. [Die Zeit, 25.06.1998, Nr. 27]
Das wäre dann endlich mal eine Zusage, auf die sich Rau auch verlassen könnte. [Die Zeit, 28.05.1998, Nr. 23]
Um endgültig grünes Licht geben zu können, fehlt jetzt nur noch die Zusage aus Bonn. [Die Zeit, 08.08.1997, Nr. 33]
Trotz Zusagen sollten dann die einen von den anderen getrennt werden. [Die Zeit, 11.07.1997, Nr. 29]
Zitationshilfe
„Zusage“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zusage>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Zurüstung
Zurückziehung
Zurückweisung
Zurückverweisung
Zurückversetzung
Zusammenarbeit
Zusammenballung
Zusammenbau
Zusammenbildung
Zusammenbruch