Zusammenschreibung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Zusammenschreibung · Nominativ Plural: Zusammenschreibungen
Aussprache  [ʦuˈzamənˌʃʀaɪ̯bʊŋ]
Worttrennung Zu-sam-men-schrei-bung
Wortzerlegung zusammenschreiben-ung
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

das Zusammenschreiben (1) von Wörtern
Grammatik: Plural selten
Gegenwort zu Getrenntschreibung
Kollokationen:
in Präpositionalgruppe/-objekt: Regeln für die [Getrennt- und] Zusammenschreibung
Beispiele:
Die Verwirrung um Bindestrich sowie um Getrennt‑ und Zusammenschreibung war der ideale Dünger für das Deppenleerzeichen, das die Zusammenschreibung von Wörtern quasi auflöst. […] Die Forscher sehen die Ursache für diese Fehlentwicklung weniger in der Rechtschreibreform als in den Autokorrektursystemen der Computer und Smartphones. Da sie viele Komposita nicht erkennen, schlagen sie getrennte Wörter vor: Bremsen Dienst, Feinschmecker Suppe, Gebraucht Fahrzeuge. [Süddeutsche Zeitung, 02.08.2018]
Schon im Duden von 1934 heißt es schön griffig, dass die Zusammenschreibung geboten sei, »wenn durch die Verbindung zweier Wörter ein neuer Begriff entsteht, den die bloße Nebeneinanderstellung nicht ausdrückt«. [Süddeutsche Zeitung, 24.10.2015]
Bei Verbindungen mit dem Partizip I (auf -end) sieht die Neuregelung als Normalfall die Getrenntschreibung vor und die Zusammenschreibung nur dann, wenn ein Fugen‑s vorhanden ist (bewusstseinserweiternd, erwerbsmindernd) oder wenn der erste Bestandteil für eine Wortgruppe steht (also himmelschreiend, weil himmel- hier für zum Himmel steht, aber Feuer speiend, weil Feuer hier keine Wortgruppe vertritt). [Die Zeit, 10.06.1999]
[…] Insbesondere geht es darum, die im Laufe der Zeit kompliziert gewordenen Rechtschreiberegeln zu vereinfachen. […] In einem ersten Schritt sollen dabei die Bereiche Worttrennung, Zeichensetzung, Getrennt‑ und Zusammenschreibung sowie die Laut‑Buchstaben‑Beziehung einschließlich der Fremdwortschreibung behandelt werden. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1986]]
J[…] pflegt einen phonetischen Verfremdungs‑ und Verballhornungswahn, der Wörter mit Zahlen, Versalien, gewaltsamen Trennungen, Zusammenschreibungen, Ausrufungszeichen mit neuer Bedeutung aufladen will: 8ung, 8ung & nochX 8ung! [Die Zeit, 09.07.2010] ungewöhnl. Pl.
zusammengeschriebenes (1) Wort, zusammengeschriebene Form
Beispiele:
Vielleicht hat der Heimatminister und CSU‑Vorsitzende [Horst Seehofer] sich […] entschieden, sein Konzept für eine veränderte Asylpolitik als Masterplan zu etikettieren – mit der mittlerweile üblichen Zusammenschreibung, die zeigt, dass das Wort [»Masterplan«] längst fest im deutschen Wortschatz etabliert ist. [Die Welt, 20.06.2018]
So ist beispielsweise neben »kennen lernen« auch wieder die alte Zusammenschreibung »kennenlernen« erlaubt. [Der Standard, 25.07.2008]
Im Gegenzug zu den reformierten Trennungen finden sich neu ganz unübliche Zusammenschreibungen: »Blumen sprechenlassen«[,] »warten, bis man schwarzwird [sic!]«. [Neue Zürcher Zeitung, 04.08.2006]
Alberne Zusammenschreibungen wie zustande werden [bei den neuen Rechtschreibregeln] konserviert, einige wenige Verbesserungen wie außer Acht lassen (jetzt: acht) machen den Kohl nicht fett. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.1993]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Zusammenschreibung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zusammenschreibung‹.

Zitationshilfe
„Zusammenschreibung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zusammenschreibung>, abgerufen am 01.03.2021.

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