Zuschuss, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zuschusses · Nominativ Plural: Zuschüsse
Aussprache
WorttrennungZu-schuss (computergeneriert)
Ungültige SchreibungZuschuß
Rechtschreibregeln§ 2, § 25 (E1)
Wortbildung mit ›Zuschuss‹ als Erstglied: ↗Zuschussbedarf · ↗Zuschussbetrieb · ↗Zuschussunternehmen
 ·  mit ›Zuschuss‹ als Letztglied: ↗Baukostenzuschuss · ↗Bauzuschuss · ↗Druckkostenzuschuss · ↗Investitionszuschuss · ↗Lohnkostenzuschuss · ↗Lohnzuschuss · ↗Mietzuschuss · ↗Reisekostenzuschuss · ↗Reisezuschuss · ↗Wohnungszuschuss
 ·  mit ›Zuschuss‹ als Grundform: ↗bezuschussen
eWDG, 1977

Bedeutung

(kleinere) Geldsumme als finanzielle Unterstützung für eine Person, Sache, die sich finanziell nicht selbst erhalten kann
Beispiele:
ein monatlicher, jährlicher Zuschuss
einen Zuschuss beantragen, zahlen, leisten, erhalten
jmdm. einen Zuschuss bewilligen, gewähren
der Betrieb hat früher mit staatlichen Zuschüssen gearbeitet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schießen · vorschießen · Vorschuß · verschießen · zuschießen · Zuschuß · Schuß · Abschuß · abschüssig · Schießprügel
schießen Vb. ‘ein Geschoß abfeuern, sich schnell in einer Richtung bewegen, schnell wachsen’. Das gemeingerm. Verb ahd. skioʒan ‘schießen, schleudern, schnell bewegen’ (9. Jh.), mhd. schieʒen ‘wund- oder totschießen, schieben, stoßen, schleudern, sich schnell wie ein Geschoß bewegen’, asächs. skiotan, mnd. schēten, mnl. scieten, nl. schieten, afries. skiāta, aengl. scēotan, engl. to shoot, anord. skjōta, schwed. skjuta (germ. *skeutan). Herkunft ungewiß. Vielleicht im Sinne von ‘(sich) schnell bewegen’ verwandt mit aind. cṓdati ‘treibt an, feuert an’, lett. kūdināt, kūdīt ‘antreiben, hetzen’, aslaw. iskydati ‘hinaus-, abwerfen’, russ. kidát’ (кидать) ‘werfen’, ferner mit lit. skudrùs ‘flink’. Auszugehen ist von ie. *(s)keud- ‘werfen, schießen, hetzen’, intransitiv ‘dahinschießen, eilen, hervorschießen’, einer Dentalerweiterung der Wurzel ie. *skē̌u- ‘werfen, schießen, stoßen’ (s. auch ↗scheu, ↗schieben, ↗Schoß) bzw. *sk̑ē̌u-, falls auch lit. šáuti ‘schießen, schnell laufen, schieben’ hierhergehört. vorschießen Vb. ‘sich heftig, schnell nach vorn bewegen, plötzlich hervorsprießen’, ahd. furiskioʒan ‘hervor-, über etw. hinauswachsen’ (um 1000), mhd. vürschieʒen ‘vorschieben, hervortreten’; dann auch ‘einen Teil einer Zahlung sofort, im voraus aushändigen, leihen’ (16. Jh.); Vorschuß m. ‘Vorauszahlung’ (17. Jh.), ‘plötzliche Bewegung nach vorn’ (16. Jh.). verschießen Vb. ‘ein Geschoß abfeuern, daneben schießen’ (16. Jh.), übertragen (reflexiv) ‘sich plötzlich und unüberlegt verlieben’ (um 1800). zuschießen Vb. ‘helfend beisteuern, auf ein Ziel hin schießen’ (16. Jh.); Zuschuß m. ‘finanzielle Zuwendung’ (18. Jh.), frühnhd. ‘Hilfe, Begünstigung’; vgl. mhd. zuoschuʒ ‘Stoßflug (des Falken)’. Schuß m. ‘das Fortschleudern, Fortfliegen eines Geschosses, das Abfeuern einer Waffe, Knall, schnelle Bewegung, schnelles Wachstum, kleine Menge einer Flüssigkeit, die auf einmal zugegeben wird’, ahd. scuʒ ‘das Schleudern, Wurf, das Geworfene, Geschwindigkeit’ (9. Jh.), mhd. schuʒ ‘Stoß, Stich, Schuß, Lanzenwurf, schnelle Bewegung’, aengl. scyte, ablautende Abstraktbildung zum Verb. Abschuß m. ‘das Absenden, Abfeuern eines Geschosses, das Niederstürzen des Wassers, Abhang, Steilabfall’ (16. Jh.), ‘das Erlegen des Wildes’ (19. Jh.); abschüssig Adj. ‘steil abfallend’ (16. Jh.). Schießprügel m. verächtlich oder scherzhaft für ‘Gewehr’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Prämie · ↗Zulage · ↗Zuschlag · Zuschuss
Unterbegriffe
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bund Bundesanstalt Darlehen Freistaat Höhe Kürzung Kürzunge Rentenversicherung Spende Streichung auskommen beantragen bewilligen einmalig erhalten finanziell finanzieren gewähren gewährt jährlich kürzen monatlich rückzahlbar staatlich streichen städtisch verloren währen zahlen öffentlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zuschuss‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bis zum Jahr 2007 liegen die Zuschüsse fest bei 44 Millionen Euro pro Jahr.
Die Welt, 30.05.2005
Zurzeit erhalte ich von überall Zuschüsse, die für mich fest planbar sind, was will ich mehr!
Der Tagesspiegel, 19.07.2004
Die Liberalen hatten es versäumt, die staatlichen Zuschüsse formgerecht zu beantragen.
o. A. [gers.]: Parteienfinanzierung. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1997]
Diese Zuschüsse erwiesen sich als immer weniger angemessen, dennoch wurden sie erst 1954 erhöht.
o. A.: Die Weltkirche im 20. Jahrhundert. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1979], S. 10098
Denn die Zuschüsse würden die Ausbildung indirekt verbilligen und könnten so für eine Ausweitung des Angebotes sorgen.
o. A. [maj.]: Ausbildungsplatz-Umlage. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1996]
Zitationshilfe
„Zuschuss“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zuschuss>, abgerufen am 10.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
zuschulden
Zuschrift
zuschreiten
zuschreien
Zuschreibung
Zuschußbedarf
Zuschußbetrieb
Zuschussexemplar
Zuschussgeld
Zuschussgeschäft