Zustrom, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zustrom(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungZu-strom
Grundformzuströmen
Wortbildung mit ›Zustrom‹ als Letztglied: ↗Flüchtlingszustrom
eWDG, 1977

Bedeutung

das Herbeiströmen in großen Mengen
a)
von Luft, Gas
Beispiel:
der Zustrom milder Luft aus dem Süden hält weiter an
b)
von Menschen
Beispiele:
der neue Badeort hatte lebhaften Zustrom (an Gästen)
seine Vorlesungen hatten einen nicht geahnten Zustrom
die Partei erhielt einen großen Zustrom jugendlicher Kader
c)
von Geldern
Beispiel:
diese wirtschaftlichen Erfolge sind ohne den Zustrom ausländischen Kapitals erreicht worden

Thesaurus

Synonymgruppe
Andrang · ↗Ansturm · ↗Run (auf) · ↗Zulauf · Zustrom · große Nachfrage
Assoziationen
  • (es gibt) großen Andrang · (es gibt) viel Publikumsverkehr · (irgendwo) herrscht Hochbetrieb
  • großen Zulauf haben · sehr gefragt sein  ●  (jemandem) die Bude einrennen  fig. · (sich) die Klinke in die Hand geben  fig. · (sich) nicht retten können (vor)  fig. · Schlange stehen (um)  fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitskraft Asylant Asylbewerber Asylsuchende Auslandsgeld Auslandskapital Aussiedler Billigarbeiter Direktinvestition Einwanderer Flüchtling Gastarbeiter Immigrant Investitionskapital Kapital Migrant Wirtschaftsflüchtling Zuwanderer abebben anhaltend anschwellen anschwellend drosseln eindämmen stet ungebremst unkontrolliert unterbinden versiegen Übersiedler

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zustrom‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei hat der Zustrom im Vergleich zu den ersten Monaten dieses Jahres merklich nachgelassen.
Die Welt, 24.12.2002
Der nicht abreißende Zustrom von Übersiedlern beweist dies auf dramatische Weise.
Nr. 157A: Statement vom 2. Februar 1990. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1990], S. 17668
Seit er abgeschafft wurde, hörte auch der Zustrom schwarzer Arbeiter auf.
Die Zeit, 21.05.1971, Nr. 21
Der Nachmittag ging hin, ehe es gelungen war, den Zustrom zu bewältigen.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 325
Der Zustrom dieser »Monarchen« ist in manchen Jahren außerordentlich stark.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Zitationshilfe
„Zustrom“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zustrom>, abgerufen am 15.09.2019.

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