Zwecke, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Zwecke · Nominativ Plural: Zwecken
WorttrennungZwe-cke
Wortbildung mit ›Zwecke‹ als Letztglied: ↗Heftzwecke · ↗Reißzwecke · ↗Schuhzwecke · ↗Stiefelzwecke
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
kurzer Nagel mit breitem, flachem Kopf
Beispiele:
eine kleine, blanke, rostige Zwecke
etw. mit einer Zwecke, mit Zwecken an der Wand, auf einem Reißbrett befestigen
Bergstiefel mit dicken Zwecken
die Absätze beschlägt er mit Zwecken
2.
salopp, scherzhaft, übertragen bezeichnet eine Person   Person, Mensch
Grammatik: in Verbindung mit bestimmten Adjektiven
Beispiel:
guck dir den an, die ulkige, kleine Zwecke!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zwecke f. ‘kleiner Nagel mit rundem Kopf, Holzstift, Schusternagel’ (18. Jh.), im Md. aus dem Plur. Zwecke (s. ↗Zweck) entstandener fem. Sing., der die vom Mask. aufgegebene Bedeutung ‘Nagel’ übernimmt.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Atomenergie Embryo Klonen Strafverfolgung dekorativ diagnostisch dienen dienstlich friedlich gemeinnützig geschäftlich gewerblich humanitär instrumentalisieren karitativ kommerziell kultisch medizinisch mildtätig militärisch mißbrauchen parteipolitisch profan propagandistisch therapeutisch verwenden wissenschaftlich wohltätig zivil zuführen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zwecke‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es heißt, er weiß die Medien für seine Zwecke zu nutzen.
Die Zeit, 16.05.2011, Nr. 20
Indem sie den letzteren engagieren, werden die ersteren zu Zwecken für mich.
Jonas, Hans: Das Prinzip der Verantwortung, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1979, S. 162
Bis Ende 1951 ist diesen Ländern militärischen Zwecken dienendes Material im Gesamtwert von 230 Mill.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1952]
Auf ein »Reich der Zwecke« strebt alle sittliche Entwicklung hin.
Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 11577
So sind die leuchtenden Farben mancher Tiere aus geschlechtlicher Energie entstanden, zu geschlechtlichen Zwecken.
Meisel-Hess, Grete: Die sexuelle Krise. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 8652
Zitationshilfe
„Zwecke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zwecke>, abgerufen am 14.12.2019.

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