Zweifelsucht, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungZwei-fel-sucht
WortzerlegungZweifelSucht
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

selten Drang, an allem und jedem zu zweifeln

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese von innen durchhöhlte und zerfressene Zweifelsucht umhüllt sich vergebens mit dem vornehmen Mantel einer kühlen und objektiven »Wissenschaftlichkeit«.
Lukács, Georg: Geschichte und Klassenbewußtsein, Neuwied u. a.: Leuchterhand 1970 [1923], S. 108
An die Stelle der Autorität tritt jetzt die Zweifelsucht, der egoistische Individualismus auf religiösem, politischem und sozialem Gebiete.
Vorländer, Karl: Geschichte der Philosophie. In: Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 3340
Cornelius träumte von dem Wandbilde als einer geistigen Waffe im Kampfe gegen die Zweifelsucht des Jahrhunderts.
Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 259
Seither hat es zunehmend an Wirklichkeitsfühlung verloren und endet heute folgerichtig in Begriffsformalismus, Relativismus, Zweifelsucht.
Die Zeit, 14.07.1949, Nr. 28
Weil sein „Mißtrauen und seine Zweifelsucht“ es verlangten, unterwarf Brecht die Lehren der sozialistischen Klassiker strenger Kritik.
Die Zeit, 03.12.1965, Nr. 49
Zitationshilfe
„Zweifelsucht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zweifelsucht>, abgerufen am 07.12.2019.

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