Zwielaut, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zwielaut(e)s · Nominativ Plural: Zwielaute
WorttrennungZwie-laut (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

Sprachwissenschaft Diphthong

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Diphthong · Zweilaut · Zwielaut
Oberbegriffe
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dieser Zwielaut ist eines der verführerischen Geheimnisse dieses Buchs, in dem jemand „auftaucht und verschwindet im gleichen Moment“.
Die Zeit, 15.10.2003, Nr. 42
Vor allem ihrer Dialektdichtung wegen wurde sie gerühmt und prämiert, denn sie vermittelt mit überzeugender Intensität die Poesie des lange verpönten, kantigen Dialekts mit den geradezu bellenden, gestürzt wirkenden Zwielauten.
Süddeutsche Zeitung, 25.05.2002
Dann aber würde der Zwielaut, die Doppeldeutigkeit in Beckers Worten überhört.
Die Zeit, 05.04.1974, Nr. 15
Das "ß", das in der Schweiz, wahrscheinlich weil es dem Abzug einer Armbrust gleicht, gar nicht existiert, gibt es nur noch nach langem Vokal oder Zwielaut.
Die Welt, 31.07.2004
Nicht ein Ergebnis der “Oberschicht ”, der humanistischen Kreise am Hof Karls IV. und in der Prager Kanzlei, ist die neuhochdeutsche Schriftsprache, die in ihrer ausgeglichenen Lautgebung (die neuen oberdeutschen Zwielaute neben den neuen mitteldeutschen Einlauten u. a. m.) auftritt und sich durchsetzt, d.h. in die Mundarten zunächst des mitteldeutschen Ostens“ absinkt ”; sondern umgekehrt stammt das neue Deutsch der Kanzleien, zunächst der Meißnischen, aus der neu entstandenen “Kolonial ” -sprache des mitteldeutschen Ostens, d.h. aus der Mundart, die sich dort im sprachlichen Ausgleich der verschiedenen Siedlerströme lebendig gebildet hatte.
Forschungen und Fortschritte. Nachrichtenblatt der deutschen Wissenschaft und Technik, 1944, Nr. 25-30, Bd. 20
Zitationshilfe
„Zwielaut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zwielaut>, abgerufen am 15.12.2017.

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