a-

GrammatikAffix · meist betont
Nebenform an- · Affix, meist vor Fremdwörtern, vor Vokalen, nicht produktiv · meist betont
Worttrennunga- · an-
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›a-‹/›an-‹ als Erstglied: ↗Agrafie · ↗Agraphie · ↗Akatholik · ↗Alalie · ↗Ametrie · ↗Amoralismus · ↗Analphabet · ↗Anelastizität · ↗Anion · ↗Asexualität · ↗Asymmetrie · ↗ahistorisch · ↗akatalektisch · ↗alogisch · ↗amikroskopisch · ↗amoralisch · ↗amusisch · ↗anaerob · ↗anational · ↗anepigraphisch · ↗anisotrop · ↗anorganisch · ↗anormal · ↗apolitisch · ↗aseptisch · ↗asexual · ↗asexuell · ↗asozial · ↗aspermatisch · ↗astrophisch · ↗asymptomatisch · ↗athematisch · ↗athermisch · ↗atonal · ↗atonisch · ↗avirulent
eWDG, 1967

Bedeutung

drückt eine Negation aus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ana- · an- · Anagramm · Anamnese
ana-, vor Vokalen an- Präfix mit der Bedeutung ‘oben, hinauf, aufwärts, auf, hindurch, rückwärts, zurück, wieder, gemäß, entsprechend’. Zugrunde liegt das unter ↗an (s. d.) aufgeführte griech. aná (ἀνά) Präp. und Adv. ‘darauf, auf, nach oben (hinauf), entlang’, aus dessen adverbiellem Gebrauch das im Griech. zahlreiche Zusammensetzungen bildende Präfix hervorgegangen ist, vgl. anabállein (ἀναβάλλειν) ‘aufwerfen, zurückwerfen, auf sich nehmen’, zu griech. bállein (βάλλειν) ‘werfen’ (s. ↗Ball), analégein (ἀναλέγειν) ‘auflesen, sammeln’, zu griech. légein (λέγειν) ‘auflesen, sammeln, sagen, sprechen’. Dazu gehören die ins Dt. aufgenommenen Bildungen ↗Anachronismus, ↗Analogie, ↗Analyse, ↗Anatomie, ↗Anode (s. d.), ferner Anagramm n. ‘durch Vertauschung der Buchstaben eines Wortes oder Satzes entstandenes neues Wort oder neuer Satz’ (Mitte 18. Jh., älter Anagramma, 1. Hälfte 17. Jh.), griech. anágramma (ἀνάγραμμα), zu anagráphein (ἀναγράφειν) ‘auf-, niederschreiben, aufzeichnen, eintragen in ein Register’, griech. gráphein (γράφειν) ‘schreiben’ (s. ↗-gramm); Anamnese f. ‘Vorgeschichte einer Krankheit’ (1. Hälfte 19. Jh., zuvor Anamnesis, 1. Hälfte 18. Jh.), lat. anamnēsis, griech. anámnēsis (ἀνάμνησις) ‘(Wieder)erinnerung, das Erinnern an etw.’, zu anamimnḗskein (ἀναμιμνήσκειν) ‘jmnd. an etw. erinnern, sich erinnern’, mimnḗskein (μιμνήσκειν) ‘(sich) erinnern, erwähnen’.
Zitationshilfe
„a-“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/a->, abgerufen am 26.03.2019.

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