abbekommen

GrammatikVerb · bekam ab, hat abbekommen
Aussprache
Worttrennungab-be-kom-men (computergeneriert)
Wortzerlegungab-bekommen
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
etw. als Teil eines Ganzen, aus einer Menge erhalten
Beispiele:
einen Apfel, ein Stück (vom) Kuchen abbekommen
er hat sein(en) Teil abbekommen
ein paar Spritzer abbekommen
Ilmenthal bekam nichts Erfrischendes davon [vom Gewitter] ab als einige breite Regentropfen [RaabeII 6,402]
2.
etw. erleiden
Beispiele:
er hat eins, etwas (Gehöriges) abbekommen (= hat Tadel, Strafe einstecken müssen)
mehrere Häuser hatten (beim Angriff) etwas abbekommen (= waren beschädigt worden)
»Den Herrn Leutnant holen – der hat was abbekommen(= ist verwundet worden) [MarchwitzaJugend332]
[die Internierten] hatten während ... dieses ersten Kriegsjahres einen Knacks abbekommen (= waren gesundheitlich geschädigt worden) [Feuchtw.Teufel37]
3.
etw. nach wiederholten Anstrengungen entfernen
Beispiele:
den Haken (von der Wand), den Verschluss (von der Flasche), den Schmutz (von den Händen) abbekommen
er konnte die Stiefel nicht abbekommen (= ausziehen)

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) zuteil werden · bekommen · ↗beziehen · ↗erhalten · ↗erlangen  ●  abbekommen  ugs. · ↗kriegen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
abbekommen · gelöst bekommen · ↗losbekommen  ●  ↗abkriegen  ugs. · gelöst kriegen  ugs. · ↗loskriegen  ugs. · ↗wegkriegen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(etwas) abbekommen · sein Teil bekommen · seinen Teil bekommen  ●  (etwas) abhaben können (von)  ugs., variabel · (etwas) abkriegen (von)  ugs.
Assoziationen
  • bekommen, was man verdient · zur Rechenschaft gezogen werden  ●  (das) Passende zurückbekommen  fig. · (die) Quittung bekommen (für)  fig. · (das) kriegen, was man verdient  ugs. · (jemandem) sein Fett geben  ugs. · sein Fett abbekommen  ugs., variabel · sein Fett wegbekommen  ugs. · sein Fett wegkriegen  ugs.
  • (jemandem) etwas abgeben (von) · (jemandem) etwas geben (von)  ●  ↗(etwas) herausrücken  ugs.
Synonymgruppe
abbekommen · ↗kassieren  ●  bekommen  negativ, Hauptform · ↗(ab)kriegen  ugs. · einstecken müssen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Batzen Bierdusche Blessur Breitseite Dosis Faustschlag Fett Frust Geldsegen Glanz Happen Hieb Kratzer Kuchen Ladung Millisievert Prügel Schlag Schramme Seitenhieb Sonnenlicht Spritzer Strahlendosis Strahlung Streifschuß Stück Tritt Volltreffer bekommen Überdosis

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abbekommen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie mag ihn schon deshalb nicht besonders, weil sie glaubt, vom Gewinn zu wenig abbekommen zu haben.
Süddeutsche Zeitung, 21.05.1999
Ebenso würde ich, wenn ich die russische Lage schilderte, jedenfalls mein Teil abbekommen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1941]
Zumindest hat der Mann ein ordentliches Knalltrauma da draußen abbekommen, an der Front.
Beyer, Marcel: Flughunde, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1995 [1995], S. 92
Back merkte, wie über Franklin gelacht wurde, er fürchtete wohl, etwas davon abzubekommen.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 213
Und die Aggressivität, meinen Sie, bekommen die Frauen dann ab?
Der Spiegel, 15.08.1983
Zitationshilfe
„abbekommen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abbekommen>, abgerufen am 19.08.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
abbeizen
abbeißen
abbehalten
abbegehren
abbeeren
abberufen
Abberufung
abbestellen
Abbestellung
abbeten