abbinden

GrammatikVerb · band ab, hat abgebunden
Aussprache
Worttrennungab-bin-den (computergeneriert)
Wortzerlegungab-binden
Wortbildung mit ›abbinden‹ als Erstglied: ↗Abbindung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. (Hängendes) losbinden, abtun
Gegenwort zu umbinden
Beispiel:
die Schürze, den Schlips, das (Kinder)lätzchen, Kopftuch abbinden
2.
etw. (vorübergehend) abschnüren
Beispiele:
die Ader, den Arm, das Bein, die Nabelschnur abbinden
eine Warze abbinden
übertragen
Beispiel:
Der Quell ist gewaltsam abgebunden [ZechRimbaud88]
3.
landschaftlich, Landwirtschaft
Beispiel:
ein Kalb abbinden (= entwöhnen)
4.
etw. zusammenbinden
Beispiele:
Handwerk ein Fass abbinden (= ein Faß mit allen Reifen umgeben)
Bauwesen, Handwerk das Gerüst, den Dachstuhl abbinden (= das Gerüst, den Dachstuhl an der Baustelle zum Aufrichten fertig machen)
5.
Bauwesen hart werden
Beispiele:
Gips, Kalk, Mörtel, Zement bindet ab
Handwerk der Leim hat gut abgebunden

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
abbinden · ↗abdrosseln · ↗abklemmen · ↗abschnüren · ↗schnüren · ↗zusammenpressen · ↗zusammenschnüren · ↗zusammenziehen · ↗zuziehen
Synonymgruppe
abbinden · ↗aufbinden · ↗aufschnüren · ↗losbinden
Synonymgruppe
abbinden · ↗verdicken
Synonymgruppe
abbinden (Soße) · ↗abziehen · ↗andicken · binden · cremig machen · ↗eindicken · ↗legieren · sämig machen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arm Bein Beton Gürtel Kleber Kopftuch Krawatte Mörtel Nabelschnur Oberarm Schlips Schnürsenkel Schürze Wunde binden durchtrennen sofort

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abbinden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er band dem blutenden Opfer den Arm ab und rettete dem Mann so das Leben.
Bild, 17.03.2003
Diese Sorten werden eingesetzt, wenn der Beton langsam abbinden soll, um später größeren Belastungen gewachsen zu sein.
Die Welt, 30.10.2000
Da der Gips schnell abbindet, muß er nach dem Rühren sofort auf die gewünschte Fläche gebracht werden.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 403
Die Säure darf im Körper nicht frei vorkommen und muß immer abgebunden werden.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 127
Ich las sie auf und band mit dem Taschentuch ab.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1943. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1943], S. 18
Zitationshilfe
„abbinden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abbinden>, abgerufen am 19.01.2019.

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