abblenden

GrammatikVerb · blendete ab, hat abgeblendet
Aussprache
Worttrennungab-blen-den
Wortzerlegungab-blenden
Wortbildung mit ›abblenden‹ als Erstglied: ↗Abblendlicht · ↗Abblendung  ·  mit ›abblenden‹ als Grundform: ↗Abblende
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. durch eine Blende teilweise verdunkeln
siehe auch Blende (Lesart 1), Gegenwort zu aufblenden
Beispiele:
ein Licht, einen Scheinwerfer abblenden
der Kraftwagen hatte nicht abgeblendet
Film, Fernsehen eine Szenenaufnahme durch Schließen der Blende beenden
Gegenwort zu aufblenden
Fotografie die Blende klein stellen
Beispiel:
auf Blende 8 abblenden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blenden · Blende · blendend · abblenden · verblenden
blenden Vb. ‘blind machen, durch übermäßige Lichtstrahlung das Sehvermögen beeinträchtigen, einen (ungerechtfertigten) positiven Eindruck hervorrufen’. Ahd. blenten (9. Jh.), mhd. mnd. blenden, aengl. blendan ist eine faktitive Bildung (germ. *blandjan) zu dem unter ↗blind (s. d.) behandelten Adjektiv; daneben ohne Ablaut anord. blinda, got. gablindjan. Blende f. zuerst (um 1500) in der Bergmannssprache für sulfidische Minerale mit metallischem Aussehen (vgl. Pechblende), sonst ‘Abschirmvorrichtung’ (18. Jh.). blendend Part.adj. seit der 1. Hälfte des 18. Jhs. verselbständigt in der Bedeutung ‘strahlend, hervorragend’ (blendende Weiße, blendender Roman). abblenden Vb. ‘abdunkeln, abschirmen’ (2. Hälfte 19. Jh.). verblenden Vb. ‘unfähig machen, etw. klar zu sehen, zu erkennen’, mhd. verblenden; vielfach das Part. Prät. verblendet ‘unfähig zu vernünftiger Einsicht’ (vgl. die verblenten narren, Luther).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kamera Licht Scheinwerfer automatisch blenden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abblenden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber kriegen wird sie ihn, die schöne Mia, und dann wird abgeblendet.
Süddeutsche Zeitung, 29.06.1998
Es wird abgeblendet, ein Foto eingeschaltet, und dann braucht man sich nicht mehr von den »Ereignissen« stören zu lassen.
konkret, 1988
Wenn der andere schon auf weite Ferne sein Licht abblendet, sollen Sie knurrend dasselbe tun.
Spoerl, Alexander: Mit dem Auto auf Du, Berlin u. a.: Dt. Buchgemeinschaft 1961 [1953], S. 223
Beim Zwischenring braucht man zwar nicht abzublenden, er rückt jedoch das Objektiv weiter weg vom Film.
Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 197
Und dann blendet der Überholte, sofern er höflich ist, seinerseits eine kleine Weile ab!
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 242
Zitationshilfe
„abblenden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abblenden>, abgerufen am 20.05.2019.

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