abbringen

GrammatikVerb · brachte ab, hat abgebracht
Aussprache
Worttrennungab-brin-gen (computergeneriert)
Wortzerlegungab-bringen
Wortbildung mit ›abbringen‹ als Erstglied: ↗Abbringung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
jmdn. von etw. ablenken, wegbringen
Beispiele:
jmdn. von der Fährte, vom rechten Weg(e) abbringen
jmdn. mit Gewalt, durch gewisse Gründe, guten Rat, langes Reden von etw. abbringen
jmdn. von einem Entschluss, Plan, Thema, Laster, vom Müßiggang, von seiner Gewohnheit, Lebensweise, seinen Gedanken abbringen
er lässt sich von seiner (irrigen, wohlbegründeten) Meinung, Ansicht nicht abbringen
nichts in der Welt soll mich davon abbringen
2.
etw. von einer Stelle entfernen
a)
landschaftlich, umgangssprachlich etw. beseitigen, losmachen
Beispiel:
ich kann den Fleck (von dem Stoff), die Latte (von dem Zaun), den Deckel (von der Kiste) nicht abbringen
b)
Seemannssprache ein festsitzendes Schiff wieder flottmachen
Beispiel:
einen auf Grund gelaufenen Fischkutter abbringen
c)
veraltet, übertragen etw. abschaffen
Beispiel:
daß es möglich ist, die Kriege zwischen Kulturvölkern abzubringen [Rosegger30,86]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) ausreden · (jemandem) abraten (von) · (jemandem) abreden (von) · (jemanden) abbringen (von) · (jemanden) abhalten (von) · ↗abschwätzen  ●  (jemanden) dissuadieren  veraltet
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anreicherung Atomprogramm Entschluß Erfolgskurs Erfolgsweg Irrweg Kollisionskurs Konfrontationskurs Kriegskurs Kriegsplan Kurs Lebensmüde Nichts Nuklearkurs Nuklearprogramm Pfad Raketentest Rauchen Raucher Reformkurs Sucht Tun Urananreicherung Vorhaben Wachstumspfad Weg Zielen Zureden davon Überzeugung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abbringen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es half nicht, die junge Frau ließ sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen.
Die Welt, 19.02.2005
Danach würde ihn keine Macht der Welt mehr von seinem Vorhaben abbringen.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 636
Zwar machte er - wie der Vater es wollte - eine Ausbildung als Pianist, aber von seinem Ziel, Schriftsteller zu werden, ließ er sich nicht abbringen.
Der Tagesspiegel, 30.11.2000
Er ließ sich nicht davon abbringen, ihm ein paar Stellen zu zitieren.
Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 110
Unschwer brachte man ihn davon ab, führte ihn triumphierend in die Stadt zurück.
Lichtenstein, Alfred: Cafe Klößchen. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919], S. 41616
Zitationshilfe
„abbringen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abbringen>, abgerufen am 21.05.2019.

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