abdienen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungab-die-nen (computergeneriert)
Wortzerlegungab-dienen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
eine vorgeschriebene Zeit durch Dienen voll ableisten
Beispiele:
sein Jahr (beim Militär) abdienen
die Probezeit abdienen
2.
veraltet eine Schuld durch Dienen begleichen, tilgen
Beispiel:
Deine Tochter wird ... ihm [als Stallmagd] die dreiundzwanzig Gulden abdienen [Rosegger4,114]

Typische Verbindungen
computergeneriert

dienen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abdienen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da er den Unterricht nicht bezahlen konnte, diente er ihn ab - sieben Jahre lang.
Die Welt, 01.09.2005
Dafür muss sie jetzt laut richterlichem Beschluss 10 Tage gemeinnütziger Arbeit abdienen.
Bild, 21.10.2000
Einige mußten ihre ganzen drei Jahre hier abdienen, ohne eine Kaserne gesehen zu haben.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8836
Man hält ihm den Platz offen, bis er seinen türkischen Vertrag abgedient hat.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1934. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1934], S. 118
Das heißt also, ein Jahr fiel davon fort, weil ich das »Einjährige« abdienen mußte.
Corinth, Lovis: Selbstbiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1926], S. 27573
Zitationshilfe
„abdienen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abdienen>, abgerufen am 15.11.2019.

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