abflauen

GrammatikVerb · flaut ab, flaute ab, ist abgeflaut
Aussprache
Worttrennungab-flau-en (computergeneriert)
Wortzerlegungab-flauen
eWDG, 1967

Bedeutung

allmählich schwächer werden, nachlassen
Beispiele:
der Sturm, die Brise flaut ab
abflauende Winde
die Spannung, der Lärm, Streik flaut ab
die Konjunktur, das Geschäft, die Wut, Liebe flaut ab
die Stimmung flaute nach und nach ab (= sank)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flau · Flaute · abflauen
flau Adj. ‘schwach, müde, kraftlos’. Auszugehen ist wohl von lat. flāvus ‘gelb’ (verwandt mit ↗blau, s. d.; vgl. dazu lat. flāvēscere ‘gelb, fahl, welk werden’), auf das sich frz. flou ‘weich, sanft’ (afrz. flo auch ‘welk, schwach’) zurückführen läßt. Die Entlehnung mnl. flau, vlau, flaeu (nl. flauw) ‘schwach, müde’ führt zu gleichbed. mnd. flau. Als Wort der Seemannssprache auf die Windstärke bezogen, gewinnt nd. flauw, flau (in dieser Bedeutung seit dem 17. Jh. bezeugt) im gesamten nordd. Küstengebiet Geläufigkeit und geht ins Hd. ein. Etwa seit dem 18. Jh. wird es auch im kaufmännischen Bereich mit Bezug auf Warenabsatz und Preistendenz angewendet. Flaute f. ‘Windstille’, bildlich für das ‘Fallen der Preise, Geschäftsstille’ (18. Jh.), ‘Mißstimmung’ (19. Jh., auch Flauheit, Flauigkeit). abflauen Vb. ‘nachlassen, abebben’ vom Wind und übertragen (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
abflauen · ↗schwinden
Synonymgruppe
(sich) abschwächen · ↗abebben · ↗abflachen · abflauen · ↗abklingen · ↗abnehmen · im Schwinden begriffen sein · ↗nachlassen · schwächer werden · weniger werden · ↗zurückgehen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ansturm Aufregung Begeisterung Boom Emissionsgeschäft Enthusiasmus Erregung Euphorie Gefecht Gegenwind Kampf Kampfhandlunge Kampftätigkeit Konjunktur Krawall Mittag Protest Rückenwind Spekulation Streikbewegung Sturm Tagesverlauf Unruhen Weltkonjunktur Wind Wirtschaftswachstum allmählich flauen langsam merklich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abflauen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch nach dem starken Beginn flaute das Spiel etwas ab.
Der Tagesspiegel, 27.04.2003
Nach Inkrafttreten des Gesetzes war die öffentliche Diskussion dann völlig abgeflaut.
konkret, 1997
Das Wetter ist hier tatsächlich etwas besser, die Schneestürme scheinen abzuflauen.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 168
Die Fahrt begann, als der vom Meer zum Lande wehende Sommermonsun noch nicht abgeflaut war.
Krämer, Walter: Geheimnis der Ferne, Leipzig u. a.: Urania-Verlag 1971, S. 220
Der Unterseebootskrieg ist vorübergehend abgeflaut, da im Zuge einer Neugruppierung einige Boote an die amerikanische Ostküste entsandt werden.
o. A.: 1942. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1983], S. 2163
Zitationshilfe
„abflauen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abflauen>, abgerufen am 07.12.2019.

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