abgewöhnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungab-ge-wöh-nen (computergeneriert)
Wortzerlegungab-gewöhnen
eWDG, 1967

Bedeutung

eine Gewohnheit ablegen
Gegenwort zu angewöhnen
Beispiele:
er kann sich [Dativ] das Rauchen nicht abgewöhnen
gewöhne dir die schlechten Ausdrücke ab!
umgangssprachlich, scherzhaft noch ein letztes Glas, eins zum Abgewöhnen!
jmdm. eine (schlechte) Gewohnheit aberziehen
Beispiel:
wir müssen ihm die Unpünktlichkeit abgewöhnen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gewöhnen · Gewöhnung · abgewöhnen · angewöhnen
gewöhnen Vb. ‘vertraut machen’, reflexiv ‘vertraut werden’, ahd. giwennen ‘gewöhnen, säugen’ (um 900), mhd. gewenen ‘gewöhnen’, asächs. giwennian, mnd. gewennen, mnl. ghewennen, nl. gewennen, aengl. gewenian ‘an andere Nahrung als Muttermilch gewöhnen’ sind verstärkende Präfixbildungen zu den Simplexformen ahd. wennen (um 1000), mhd. wen(n)en, asächs. wennian, mnd. wen(n)en, aengl. wenian ‘gewöhnen’ (engl. to wean ‘an den Entzug der Muttermilch gewöhnen’), anord. venja ‘gewöhnen, zähmen’, schwed. vänja (germ. *(ga-)wanjan), die als Ableitungen von einem Adjektiv germ. *wana- ‘gewohnt’ (vgl. anord. vanr) mit ↗gewinnen, ↗gewohnt, ↗wohnen (s. d.) zu ie. *u̯en(ə)- ‘streben’, dann ‘wünschen, lieben, befriedigt sein’ zu stellen sind. Im Dt. wird das durch Umlaut entstandene e zu ö gerundet. Gewöhnung f. (15. Jh.). abgewöhnen Vb. ‘von der Muttermilch entwöhnen’, spätmhd. abegewenen; ‘eine Gewohnheit ablegen’ (16. Jh.). angewöhnen Vb. ‘eine Gewohnheit annehmen’ (16. Jh.). S. auch ↗verwöhnen.
Zitationshilfe
„abgewöhnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abgewöhnen>, abgerufen am 26.05.2019.

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