abgucken

GrammatikVerb
Worttrennungab-gu-cken (computergeneriert)
Wortzerlegungab-gucken
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
jmdm. etw. absehen
a)
durch aufmerksames (heimliches) Hinschauen etw. von jmdm. erlernen
Beispiele:
jmdm. eine Fertigkeit, Kunst, einen Handgriff abgucken
Wie er räuspert und wie er spuckt, / Das habt Ihr ihm glücklich abgeguckt [SchillerWallenst. Lager6]
b)
Schülersprache etw. (von jmdm.) unerlaubt abschreiben, ablesen
Beispiel:
der Schüler hat (von seinem Nachbar) abgeguckt
2.
scherzhaft zu einem Kind
Beispiel:
ich guck dir nichts ab! (= du brauchst dich nicht zu genieren!)

Thesaurus

Synonymgruppe
abgucken · ↗abkupfern · ↗abschreiben · ↗kiebitzen · ↗mogeln · ↗schummeln  ●  abspicken  ugs. · ↗spicken  ugs. · spinxen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amerikaner Bruder Designer Europäer Formel Franzose Idee Japaner Koch Kollege Konkurrenz Methode Nachbar Natur Prinzip Profi Rezept Schwester Stil Technik Trick Vorbild da gucken man viel vielleicht voneinander was

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abgucken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Manche sagen, hier könne man sich sogar noch etwas abgucken.
Die Zeit, 28.12.2009 (online)
Meine Tänze habe ich mir aus den Western im TV abgeguckt.
Bild, 30.03.2006
Vielleicht kann ich mir ein paar Tricks von ihr abgucken.
Der Tagesspiegel, 24.08.2001
Nun wurde es mir leichter, meinen Brotherren selbst etwas abzugucken.
Luckner, Felix von: Seeteufel, Herford: Kohler 1966 [1921], S. 22
Diesen Passus haben wir übrigens von de Gaulles französischer Verfassung abgeguckt.
Der Spiegel, 12.10.1981
Zitationshilfe
„abgucken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abgucken>, abgerufen am 19.06.2019.

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