Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

abknapsen

Grammatik Verb
Worttrennung ab-knap-sen
Wortzerlegung ab- knapsen
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich sich, jmdm. etw. abzwacken
Beispiele:
sie konnte sich [Dativ], den Kindern beim besten Willen nichts mehr abknapsen
ich habe (mir) etw. vom Essen abgeknapst
von der kleinen Summe wurden ihm noch 3 Euro abgeknapst (= abgezogen)
soviel Extraausgaben konnte sie von ihrem Haushaltungsgeld nicht abknapsen [ L. FrankMathilde116]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) aneignen · abnehmen · abräumen · entreißen · entwenden · entziehen · fortnehmen · herunternehmen · mitnehmen · wegnehmen  ●  abjagen  ugs. · abknapsen  ugs. · abknöpfen  ugs. · abluchsen  ugs. · abringen  ugs. · abzwacken  ugs. · das Wasser abgraben  ugs. · deprivieren  geh., lat. · wegschnappen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(einen Teil) wegnehmen · (etwas) abzweigen (von) · (etwas) verschwinden lassen · für sich nehmen  ●  auf die Seite schaffen  fig. · (etwas) abknapsen (von)  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›abknapsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Reicht es denn auf die Dauer, hier oder da etwas abzuknapsen, oder muß nicht prinzipiell am deutschen Beamtenrecht etwas geändert werden? [Süddeutsche Zeitung, 24.10.1997]
Sparen kann allerdings nur, wer von seinem Einkommen etwas abknapsen kann. [Süddeutsche Zeitung, 20.09.2003]
Von den bisher 377 Millionen Euro Kulturetat will er noch mal eine Million abknapsen. [Bild, 31.10.2005]
Ich versuche jeden Tag etwas von den 55 Sekunden abzuknapsen. [Bild, 13.07.2004]
Beide knapsten die Zeit, die sie zusammen verbrachten, der Familie oder der Arbeit ab. [Die Zeit, 14.11.1969, Nr. 46]
Zitationshilfe
„abknapsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abknapsen>.

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