ableugnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungab-leug-nen (computergeneriert)
Wortzerlegungab-leugnen
Wortbildung mit ›ableugnen‹ als Erstglied: ↗Ableugnung
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. leugnen, abstreiten
Beispiele:
eine Tat, ein Vergehen, eine Schuld ableugnen
die Urheberschaft ableugnen
er hat (vor Gericht) alles abgeleugnet
jmdm., dem Gericht etw. (glatt, rundweg, hartnäckig) ableugnen
wenn einer ableugnet, daß es in seinem Bereich jemals Verstöße gegen das Gesetz gegeben hat [TucholskyGestern u. Morgen98]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

leugnen · ableugnen · verleugnen
leugnen Vb. ‘die Wahrheit von etw. bestreiten, für falsch erklären, etw. verneinen’, ahd. lougnen (um 800), mhd. lougenen, lougen, asächs. lōgnian, mnd. lȫch(e)nen, lȫken, mnl. lōchenen, lōghenen, nl. loochenen, aengl. līgnan, got. laugnjan, anord. (mit lautgesetzlichem Schwund des g vor n) leyna ‘verbergen’ steht (denominativ?) wie ahd. lougna ‘das Leugnen’ (9. Jh.), anord. laun ‘Verborgenheit, das Verbergen, Leugnung’ (germ. *laugnō f.; vgl. got. analaugns ‘verborgen’) im Ablaut zu dem unter ↗lügen (s. d.) behandelten Verb. ableugnen Vb. ‘in Abrede stellen, nicht zugeben’, früher auch im Sinne von ‘(Verpflichtungen und Verbindlichkeiten) absprechen, für nicht bestehend erklären, nicht zuerkennen’ (15. Jh.). verleugnen Vb. ‘in Abrede stellen, bestreiten, leugnen’, ahd. firlougnen (8. Jh.), mhd. verloug(en)en.

Thesaurus

Synonymgruppe
(in aller Schärfe) zurückweisen (Verstärkung) · (sich) verwahren (gegen) · Einspruch erheben · ableugnen · ↗anfechten · ↗bestreiten · ↗dementieren · für nicht zutreffend erklären · in Abrede stellen · leugnen · nicht wahrhaben wollen · ↗verneinen · ↗verweigern · von der Hand weisen · von sich weisen · ↗widersprechen  ●  ↗abstreiten  Hauptform · nicht gesagt haben wollen  variabel · (sich) distanzieren (von)  geh. · in das Reich der Fabel verweisen  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kenntnis Tatsache leugnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ableugnen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie leugnen die Kenntnis von Dingen ab, die allgemein bekannt waren.
o. A.: Einhundertsiebenundachtzigster Tag. Freitag, 26. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18458
Aber Sie leugnen nicht ab, daß vielleicht einige erschossen wurden?
o. A.: Einhundertzweiundfünfzigster Tag. Dienstag, 11. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23787
Gut, ich will das annehmen, aber Sie werden doch sicherlich nicht ableugnen, daß das Buch benutzt wurde.
o. A.: Einhundertachtunddreißigster Tag. Freitag, 24. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 34001
Er konnte sie nicht ableugnen, er wagte sie nicht zu rechtfertigen.
o. A.: Zweiter Tag. Mittwoch, 21. November 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 9292
Warum leugnet man ab, zu haben, was man doch mit einem Griff einer Hand hervorzaubern könnte?
Die Zeit, 10.02.1947, Nr. 06
Zitationshilfe
„ableugnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ableugnen>, abgerufen am 19.04.2019.

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