abnorm
GrammatikAdjektiv
Worttrennungab-norm (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung Ableitung von ›abnorm‹: ↗Abnormität
eWDG, 1967

Bedeutung

vom Normalen abweichend, ungewöhnlich
Gegenwort zu normal
Beispiele:
ein abnorm großer Kopf
ein abnorm kalter Winter, abnorm hoher Wasserstand
etw. ist abnorm weit fortgeschritten
Dein Mangel an Takt ist abnorm, er ist krankhaft [Th. MannBuddenbrooks1,593]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

abnorm · abnormal · Abnormität
abnorm Adj. ‘nicht normal, gegen die Regel, ungewöhnlich, krankhaft’, entlehnt (um 1800) aus lat. abnōrmis ‘von der Regel abweichend’; zu lat. nōrma ‘Winkelmaß, Richtschnur, Regel, Vorschrift’ (s. ↗Norm). Dazu gleichbed. abnormal Adj. (Mitte 19. Jh.). Abnormität f. ‘Regelwidrigkeit, ungewöhnliche Erscheinung, krankhaftes Verhalten, Mißbildung’ (um 1800), aus spätlat. abnōrmitās (Genitiv abnōrmitātis) ‘Abweichung von der Regel, das Ungewöhnliche’.

Thesaurus

Synonymgruppe
aberrant · abnorm · ↗abnormal · ↗anomal · ↗anormal · außer der Reihe · mit ungewöhnlichem Verlauf · ↗regelwidrig · ↗ungewöhnlich · von der Regel abweichend  ●  ↗außertourlich  österr.
Assoziationen
Synonymgruppe
abartig · abnorm · ↗abnormal · abseits der Normalität · abweichend · ↗anomal · ↗anormal · ↗pervers · pervertiert · ↗unnatürlich · ↗unnormal · wider die Natur · ↗widernatürlich
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blutwerte Erlebnisreaktion Erregung Erscheinungen Gebilde Gene Individuum Neigung Normalität Persönlichkeit Persönlichkeitsentwicklung Reaktionen Rechtsbrecher Seelenzustände Sexualität Sexualverhalten Tau-Bündel Teilung Veranlagung Verhalten Verhaltensweisen Zustand geistig gesteigerter krank normal psychisch sexuell veranlagte veränderten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abnorm‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich finde das normal, und alle, die es anders halten, sind abnorm.
Die Zeit, 05.09.2011, Nr. 36
Die Zahlen der Jahre 1906 bis 1908 waren abnorm groß.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 02.03.1910
Oft zeigt sich auch neben der abnormen Gebundenheit der abnorme Wechsel deutlich.
Goldstein, Kurt: Der Aufbau des Organismus, Den Haag: Nijhoff 1934, S. 96
Andere Autoren betonen die a priori vorhandene Bereitschaft zu abnorm starker Konfliktbildung mehr.
Werner, Reiner: Das verhaltensgestörte Kind, Berlin: Dt. Verl. d. Wiss. 1973 [1967], S. 41
Darin empörte sich der Herausgeber im Namen der medizinischen Wissenschaft über das traurige Los dieser abnorm veranlagten Liebhaber des gleichen Geschlechts.
Kriegk, Otto: Der deutsche Film im Spiegel der Ufa, Berlin: Ufa-Buchverl. 1943, S. 75
Zitationshilfe
„abnorm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abnorm>, abgerufen am 23.02.2018.

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