absatteln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungab-sat-teln
Wortzerlegungab-satteln
eWDG, 1967

Bedeutung

Gegenwort zu aufsatteln
Beispiel:
ein Pferd absatteln (= einem Pferd den Sattel abnehmen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sattel1 · satteln · Sattler · absatteln · umsatteln · sattelfest
Sattel1 m. ‘Sitzvorrichtung auf Reittieren’, ahd. satul (8. Jh.), mhd. satel, (md.) sadel, mnd. mnl. sādel, nl. zadel, afries. sadel, sāl aengl. sadol, sadul, engl. saddle, anord. sǫðull, schwed. sadel (germ. *sadula-). Da ein unmittelbarer Anschluß der Formen an ie. *sed- ‘sitzen’ auf Schwierigkeiten stößt und die Germanen nach Caesar und Tacitus keinen Reitsattel kennen, nimmt man an, daß das germ. Wort aus einer anderen ie. Sprache entlehnt sein könnte. Vorauszusetzen wäre eine Ablautform zu urslaw. *sedьlo bzw. *sedъlo, aruss. sedьlo, russ. sedló (седло) ‘Sattel’ (zu der unter ↗sitzen, s. d., genannten Wurzel ie. *sed- und verwandt mit ↗Sessel, s. d.). Nach archäologischen Funden gelten die südöstlichen Reitervölker als Erfinder des Reitsattels. satteln Vb. ‘ein Pferd mit Sattel versehen’, ahd. satulōn (um 800), mhd. satel(e)n, satlen. Sattler m. ‘Hersteller von Sätteln, Reitzeug und groben Lederwaren’, ahd. satulāri (Hs. 12. Jh.), mhd. sateler, seteler, asächs. saduleri. absatteln Vb. ‘das Sattelzeug vom Pferd nehmen’ (15. Jh.), ‘absitzen’ (16. Jh.). umsatteln Vb. eigentlich ‘seinen Sattel auf ein anderes Reittier legen’ (17. Jh.), älter schon übertragen ‘(Beruf, Meinung u. ä.) wechseln’ (16. Jh.). sattelfest Adj. ‘sicher und fest im Sattel’ bzw. übertragen ‘gründliche Kenntnisse besitzend, beschlagen’ (18. Jh.).
Zitationshilfe
„absatteln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/absatteln>, abgerufen am 26.05.2019.

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