abschlagen

GrammatikVerb · schlägt ab, schlug ab, hat/ist abgeschlagen
Aussprache
Worttrennungab-schla-gen (computergeneriert)
Wortzerlegungab-schlagen
Wortbildung mit ›abschlagen‹ als Grundform: ↗Abschlag · ↗Abschlagen · ↗abgeschlagen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. wegschlagen, herunterschlagen
a)
etw. abhauen, gewaltsam abtrennen
Beispiele:
den Henkel von der Kaffeekanne, eine Ecke abschlagen
den Putz, alten Stuck abschlagen
der Hagel schlug die Blätter, Früchte ab
den Wald abschlagen (= alle Bäume fällen)
historisch dem König wurde der Kopf abgeschlagen
als wäre das Abschlagen der Zweige kein Unglück gewesen [Stifter3,340]
b)
etw., sich abklopfen
Beispiele:
[die Mädchen] suchten den Staub von ihrem ... Ballstaat abzuschlagen [Storm2,149]
Da er völlig wie ein Schneemann aussieht, tritt er in den Flur zurück ... und schlägt sich ab [G. Hauptm.PippaIII]
c)
Seemannssprache
Gegenwort zu anschlagen
Beispiel:
die Segel abschlagen (= von den Spieren abnehmen)
2.
mit Hilfsverb ›hat‹
Gegenwort zu aufschlagen, aufbauen
a)
etw. abbrechen
Beispiel:
das Gerüst, Zelt, Lager abschlagen
b)
landschaftlich
Beispiel:
Betten abschlagen (= die Bettstellen auseinandernehmen)
3.
mit Hilfsverb ›hat‹
jmdn., etw. zurückschlagen, abwehren
Beispiele:
den Feind abschlagen
den Angriff, Sturm, die Gefahr (glänzend) abschlagen
Jägersprache der Hirsch schlägt seinen Nebenbuhler ab (= vertreibt ihn)
4.
mit Hilfsverb ›hat‹
sich niederschlagen, absetzen
Beispiel:
die Feuchtigkeit schlägt sich (auf dem Spiegel) ab
5.
mit Hilfsverb ›hat‹
jmdm. etw. ablehnen
Beispiele:
jmdm. einen Wunsch, eine Bitte, ein Gesuch, Darlehen, Anerbieten, eine Aufforderung, einen Tanz (rundweg, glatt) abschlagen
das dürfen Sie mir nicht abschlagen
das kann ich ihm nicht gut abschlagen
man kann ihr (so leicht) nichts abschlagen
Ein Töpfchen Milch werdet Ihr mir nicht abschlagen [G. KellerRomeo6,123]
6.
mit Hilfsverb ›hat‹, mit Hilfsverb ›ist‹
landschaftlich im Preis sinken
Gegenwort zu aufschlagen, steigen
Beispiele:
das Getreide hat, ist abgeschlagen
seit der Ernt hat der Dinkel [Weizen] um dreißig Kreuzer abgeschlagen [H. KurzSonnenwirt325]
7.
mit Hilfsverb ›hat‹
Sonderbedeutungen
a)
Kinderspiel
Beispiel:
den Dritten abschlagen (= ihm auf die Hand schlagen und vor ihm ausreißen)
b)
salopp, derb
Beispiel:
sein Wasser abschlagen (= Wasser lassen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schlagen · Schläger · Schlägerei · abschlagen · abschlägig · Abschlag(s)zahlung · anschlagen · veranschlagen · Anschlag · Voranschlag · aufschlagen · Aufschlag · ausschlagen · Ausschlag · beschlagen1 · beschlagen2 · Beschlag · einschlagen · einschlägig · entschlagen · nachschlagen · überschlagen · umschlagen · Umschlag · unterschlagen · verschlagen · verschlagen · Verschlag · vorschlagen · Vorschlag · schlagfertig · Schlaglicht · Schlagschatten · Schlagseite · Schlagwort · Schlagzeile · Schlagzeug · Schlager
schlagen Vb. ‘hauen, prügeln, töten, einen Gegner überwinden, besiegen, mit einer heftigen, gezielten Bewegung geräuschvoll einen Gegenstand treffen, sich in einer bestimmten Richtung entwickeln, nach jmdm. geraten’, ahd. slahan (8. Jh.), mhd. slahen, slān, asächs. slahan, mnd. slān, mnl. slaen, nl. slaan, afries. sla, aengl. slēan, anord. slā, schwed. slå, got. slahan (germ. *slahan). Auf grammatischem Wechsel zwischen h und g beruhen Präteritalformen wie ahd. sluog, asächs. aengl. slōg, denen im Nhd. die Präsensformen und der Infinitiv angeglichen werden; s. auch ↗Schlag, ↗Schlegel neben ↗Schlacht und ↗Geschlecht. Außergerm. Vergleichsmöglichkeiten bietet lediglich das Kelt. mit mir. slacc ‘Schwert’, ir. slacaire ‘Schläger’, mir. slachta ‘geschlagen’, ir. slacht ‘gute Erscheinung, von gutem Schlag’, gäl. slachdaim ‘schlage mit dem Hammer’, so daß eine Wurzel ie. *slak- ‘schlagen, hämmern’ angesetzt werden kann. Schläger m. ‘wer schlägt, wer jmdn. tötet’, ahd. irslahāri (8. Jh.), mhd. slaher, frühnhd. totslaher, -slager, -sleger (15. Jh.); auch ‘Raufbold’ (seit 17. Jh.). Schlägerei f. ‘Prügelei’ (wohl 15. Jh.), ‘Duell’ (17. Jh.). abschlagen Vb. ‘mit einem Hieb loslösen, lostrennen, abwehren, ablehnen’, ahd. abaslahan ‘abhauen, abschneiden’ (10. Jh.), mhd. abeslahen, auch ‘abschlachten, in Abzug bringen, vergüten, zurückweisen’; abschlägig Adj. ‘ablehnend’ (15. Jh.); Abschlag(s)zahlung f. ‘erster Teil einer abzugeltenden Summe, Teilzahlung’ (18. Jh.). anschlagen Vb. ‘anstoßen, mit Nägeln anhängen, gut wirken, bellen’, ahd. anaslahan (10. Jh.), mhd. aneslahen ‘an jmdn. oder etw. schlagen, anstoßen, mit Schlägen angreifen, durch Schlagen befestigen, rauben, anstiften, berechnen’; veranschlagen Vb. ‘taxieren’ (19. Jh.); Anschlag m. ‘Bekanntmachung, auf etw. zielender Gedanke, Plan, Vorhaben, Vorbereitung des Schützen zum Abschießen’, auch (seit 15. Jh.) ‘Attentat’, ahd. anaslag ‘Hieb, Stoß, Schlag’ (11. Jh.), spätmhd. aneslac, auch ‘Berechnung’; Voranschlag m. ‘vorläufige Kostenberechnung’ (18. Jh.). aufschlagen Vb. ‘(durch Schlagen) öffnen, aufprallen, auftreffen, einen Preis erhöhen, etw. aufstellen, errichten’, ahd. ūfslahan ‘an etw. schlagen’ (um 900), mhd. ūfslahen, auch ‘errichten, aufschieben, verzögern, anzünden, durch Schlagen öffnen, vorenthalten, den Lohn, Preis erhöhen, im Preis steigen, verzichten’; Aufschlag m. ‘Aufprall, Verteuerung eines Preises, umgeschlagener Teil an Kleidungsstücken’, mhd. ūfslac, auch ‘Aufschub, Verlängerung der Frist, Waffenstillstand’. ausschlagen Vb. ‘Knospen treiben, grün werden, um sich schlagen, durch Schlagen zerstören, mit etw. bedecken, ablehnen’, ahd. ūʒslahan ‘herausbrechen, durch Schlagen zerstören’ (9. Jh.), mhd. ūʒslahen ‘herausschlagen, umhauen, ablehnen, zurückschlagen, ausweisen, verjagen, verbannen, freilassen, zerstören, errichten, nach auswärts schlagen, fliehen’; Ausschlag m. ‘Austrieb der Schweine in die Eichelmast, Herabsinken des Waagebalkens nach der schweren Seite’ (15. Jh.), daher den Ausschlag geben ‘entscheidend sein’ (16. Jh.), ‘Entscheidung, Ergebnis, Erfolg, Ausgang’ (16. Jh.), medizinisch ‘Hautschorf, Erkrankung der Haut’ (17. Jh.), ‘Trieb, Sproß’ (18. Jh.). beschlagen1 Vb. ‘(durch Schlagen) mit etw. versehen, sich überziehen, anlaufen’, ahd. bislahan ‘behauen, tüchtig schlagen, fest-, niederschlagen’ (8. Jh.), mhd. beslahen ‘auf etw. schlagen, schlagend bedecken, mit Beschlag belegen, schlagend auf, an etw. befestigen, umschlagen, umschließen’; ein Pferd beschlagen ‘mit Hufeisen versehen’; beschlagen2 Part.adj. ‘gut versehen sein, bewandert in einer Sache, voller Kenntnisse’ (16. Jh.), eigentlich ‘durch (Metall)beschlag fest und dauerhaft’; Beschlag m. ‘Metallstück als Schutz oder Verzierung, Überzug, Hauch’ (15. Jh.), in Beschlag nehmen (17. Jh.), Beschlag auf etw. legen (18. Jh.), mit Beschlag belegen (19. Jh.) ‘etw. oder jmdn. für sich beanspruchen’. einschlagen Vb. ‘hineinschlagen, durch Schlagen zertrümmern, einwickeln, sich in eine bestimmte Richtung erfolgreich entwickeln, gedeihen’ (15. Jh.); einschlägig Adj. ‘in Betracht kommend’ (Ende 18. Jh.). entschlagen Vb. ‘(sich von einer Sache) frei-, losmachen, verzichten’, mhd. entslahen ‘freimachen, aufheben’. nachschlagen Vb. ‘ähnlich werden, nacharten’ (16. Jh.; vgl. mhd. slahen nāch), ‘in einem Buche suchen und nachlesen’ (17. Jh.). überschlagen Vb. ‘ungefähr berechnen, übereinanderlegen (die Beine)’, reflexiv ‘sich überkugeln’, ahd. ubarslahan ‘herausgehen, sich entfernen, vorzüglich sein, übertreffen’ (um 1000), mhd. überslahen ‘schlagend überziehen, beschlagen, überwältigen, besiegen, in Kürze sagen, erzählen, auslassen, ungefähr berechnen, schätzen, überlegen’. umschlagen Vb. ‘umlegen, umbiegen, zu Boden schlagen, ringsum bedecken, sich ändern (vom Wetter)’, mhd. umbeslahen ‘umgeben, -fassen, -zingeln, niederschlagen, Umschweife machen, sich verbreiten’; Umschlag m. ‘Hülle, Umhüllung, Änderung, umgeschlagener Rand’, auch (seit 17. Jh.) als medizinische Heilpackung, kaufmännisch ‘Umsatz, Vertrieb von Waren’ (16. Jh., nach mnd. ummeslach), mhd. umbeslac ‘Umhüllung, Wendung, Umkehr, Ausflucht’. unterschlagen Vb. ‘unrechtmäßig zurückbehalten, veruntreuen, verheimlichen’, mhd. underslahen ‘beiseite legen, abseits setzen, verbergen, aufgeben, niederschlagen, unterdrücken, überwinden, übertreffen’. verschlagen Vb. ‘mit Brettern abteilen, schließen, versehentlich umblättern, durch widrige Umstände an einen ungewollten Ort gelangen (lassen)’, ahd. firslahan ‘erschlagen, töten, verschließen’ (8. Jh.), mhd. verslahen ‘zerschlagen, verwunden, töten, abhauen, auseinanderschlagen, vertreiben, zurückweisen, wegnehmen, beschmutzen, durch Verschlag absperren’, reflexiv ‘sich verstecken, beschmutzen, entfernen’; verschlagen Part.adj. ‘listig, undurchsichtig, durchtrieben’ (15. Jh.), eigentlich ‘seine Pläne nicht bekanntgebend, versteckend, zurückhaltend’; Verschlag m. ‘durch Bretter(wände) abgetrennter Raum, abtrennende Bretterwand’ (18. Jh.). vorschlagen Vb. ‘einen Plan vorlegen, einen Rat geben und zur Erwägung anbieten’, ahd. furislahan ‘vorher-, vorwegnehmen’ (8. Jh.), mhd. vürslahen ‘treiben, im Übergewicht sein, veranschlagen, rechnen’; Vorschlag m. ‘zu erwägender Rat, Plan, Lehrsatz’ (16. Jh.), mhd. vürslac ‘erster Schlag, Befestigung, einschließende Belagerung, Berechnung als Vorlage’. schlagfertig Adj. ‘bereit zum Losschlagen’ (18. Jh.), ‘um keine Antwort verlegen, witzig’ (19. Jh.). Schlaglicht n. ‘heller Lichtstrahl zum Hervorheben eines einzelnen Gegenstandes’ (18. Jh.), häufig in der Malerei. Schlagschatten m. ‘von einer Person oder einem Gegenstand geworfener, scharf umrissener Schatten’ (18. Jh.). Schlagseite f. ‘Schräglage (eines Schiffs)’ (17. Jh.). Schlagwort n. ‘(schmerzlich) treffendes Wort, prägnanter Ausdruck zur Kennzeichnung einer Zeiterscheinung, Bühnenstichwort’ (18. Jh.), im Bibliothekswesen ‘Stichwort, Kennwort’. Schlagzeile f. ‘hervorgehobene, deutlich gemachte Überschrift’ (um 1880). Schlagzeug n. ‘Ensemble von Schlaginstrumenten’ (20. Jh.); zuvor ‘Geräte zum Einschlagen bzw. zum Beschlagen von Bauteilen’ (16. Jh.). Schlager m. ‘aktuelle, beim Publikum ein- bzw. durchschlagende Musiknummer’, aufgekommen (1881) als Ausdruck der Musikkritik, durch die Tagespresse verbreitet; dann auf andere besonders aktuelle und wirkungsvolle Erscheinungen (Buch, Theaterstück, eine reißend abgehende Ware) übertragen.

Thesaurus

Synonymgruppe
abhacken · abschlagen
Oberbegriffe
Synonymgruppe
(jemandem etwas) versagen · ↗ablehnen · abschlagen · ↗abschmettern · ↗abweisen · ↗verwehren · ↗verweigern
Synonymgruppe
(jemandem etwas) abschlagen · (jemandem etwas) nicht durchgehen lassen · (jemandem) (die) Meinung sagen · (jemandem) Grenzen setzen · (jemandem) seine Grenzen aufzeigen · ↗(jemanden) abweisen · (jemanden) in die Schranken weisen · ↗zurechtweisen · ↗zurückweisen  ●  ↗(jemandem) (etwas) husten  ugs. · (voll) auflaufen lassen  ugs.
Assoziationen
  • (jemandem) die Leviten lesen · (jemandem) eine harte Rückmeldung geben · ↗(jemandem) heimleuchten · ↗ausschelten · ↗ausschimpfen · ↗ermahnen · ↗rüffeln · ↗rügen · scharf kritisieren · ↗schelten · ↗verwarnen · zur Ordnung rufen · ↗zurechtweisen  ●  (jemandem etwas) ins Stammbuch schreiben  fig. · (jemandem) einen Verweis erteilen  Amtsdeutsch · ↗tadeln  Hauptform · (jemandem) Bescheid stoßen  ugs. · (jemandem) aufs Dach steigen  ugs., fig. · (jemandem) den Arsch aufreißen  derb · (jemandem) den Kopf waschen  ugs., fig. · (jemandem) den Marsch blasen  ugs., veraltend · (jemandem) deutlich die Meinung sagen  ugs. · (jemandem) die Flötentöne beibringen  ugs., fig. · (jemandem) die Hammelbeine langziehen  ugs., fig. · (jemandem) die Meinung geigen  ugs. · (jemandem) die Schuhe aufpumpen  ugs., fig. · (jemandem) eine (deutliche) Ansage machen  ugs. · (jemandem) eine (dicke) Zigarre verpassen (möglicherweise veraltend)  ugs. · (jemandem) eins auf den Deckel geben  ugs. · (jemandem) zeigen, wo der Frosch die Locken hat  ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo der Hammer hängt  ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo es langgeht  ugs., fig. · (jemanden) Mores lehren  geh. · (jemanden) auf Linie bringen  ugs. · (jemanden) auf Vordermann bringen  ugs. · (jemanden) frisch machen  ugs., fig. · ↗(jemanden) lang machen  ugs. · ↗(jemanden) zusammenfalten  ugs. · ↗(sich jemanden) vorknöpfen  ugs. · ↗abmahnen  fachspr., juristisch · admonieren  geh., veraltet · ↗zurechtstutzen  ugs., fig. · ↗zusammenstauchen  ugs., fig.
  • (eine) Abfuhr erteilen · (eine) Absage erteilen · (einen) abschlägigen Bescheid erteilen (Amtsdeutsch, veraltend) · ↗(jemanden) abweisen · ↗ablehnen · ↗fortschicken · nicht eingehen auf · ↗verschmähen · ↗wegschicken · ↗wegweisen · ↗zurückstoßen  ●  ↗(jemanden) zurückweisen  Hauptform · abschlägig bescheiden  Amtsdeutsch · abblitzen lassen  ugs. · ↗abbügeln  ugs. · auflaufen lassen  ugs. · die kalte Schulter zeigen  ugs., fig. · einen Korb geben  ugs., fig. · in die Wüste schicken  ugs., fig. · kalt auflaufen lassen  ugs. · von der Bettkante stoßen  ugs. · zur Hölle schicken  ugs.
  • nicht akzeptieren · nicht dulden · nicht tolerieren
  • verletzen  ●  auf den Fuß treten  fig. · auf den Schlips treten  fig. · ↗brüskieren  geh. · ↗düpieren  geh. · vor den Kopf stoßen  ugs., fig.
  • (jemandem) (ordentlich) die Meinung sagen · (jemandem) gehörig Bescheid stoßen · es jemandem geben  ●  (jemandem) Bescheid sagen  fig. · ↗(jemandem) heimleuchten  veraltend · (jemandem) die Meinung geigen  ugs., fig.
  • (jemandem etwas) nicht durchgehen lassen · zur Rechenschaft ziehen  ●  ↗(sich jemanden) vornehmen  Hauptform · ↗(sich jemanden) greifen  ugs. · ↗(sich jemanden) kaufen  ugs., veraltend · ↗(sich jemanden) vorknöpfen  ugs. · (sich jemanden) zum Geburtstag schenken  ugs. · (sich jemanden) zur Brust nehmen  ugs.
  • dem werd(e) ich was husten!  ugs. · der kann mich mal!  ugs. · der soll mich mal gerne haben!  ugs., variabel · der soll mir gestohlen bleiben!  ugs., variabel · ich pfeif(e) auf den!  ugs.
Synonymgruppe
harnen · ↗urinieren  ●  Wasser lassen  Hauptform · Lulu machen  ugs. · Pipi machen  ugs. · ablitern  ugs. · abschlagen  derb · abwassern  ugs. · ↗austreten  ugs. · ↗brunzen  ugs., regional · eine Stange Wasser in die Ecke stellen  ugs. · miktieren  fachspr. · ↗pieseln  ugs. · ↗pinkeln  ugs. · ↗pissen  derb · ↗pullern  ugs. · ↗schiffen  ugs. · ↗seichen  ugs. · ↗strullen  ugs.
Assoziationen
  • Harn · ↗Urin · ↗Wasser (in: Wasser lassen)  ●  ↗Natursekt  vulg. · Piese  derb · ↗Pinke  derb · ↗Pipi  ugs. · ↗Pisse  derb · ↗Seiche  derb
  • übermäßige Harnausscheidung  ●  ↗Polyurie  fachspr.
  • (die) Toilette benutzen (wollen) · (ein) dringendes Bedürfnis verspüren · ↗(mal) auf die Toilette (gehen) müssen · (mal) verschwinden müssen · (mal) wohin müssen · ↗(mal) zur Toilette (gehen) müssen · Stuhldrang haben  ●  (etwas) Dringendes zu erledigen haben  fig., verhüllend · (ein) menschliches Rühren verspüren  ugs., verhüllend · ↗(mal) müssen  ugs. · aufs Klo müssen  ugs.
  • (sich) in die Hose machen · (sich) in die Hose pinkeln · ↗einnässen
  • auf die Toilette gehen · aufs Klo gehen  ●  (sich) frisch machen  verhüllend · scheißen gehen  derb

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschuß Angriff Angriffsversuch Ansturm Ast Beil Bitte Durchbruchsversuch Eiszapfen Fliese Gegenangriff Gegenstoß Gesuch Gliedmaße Golfer Haupt Herzenswunsch Kachel Kongreßabgeordnete Kopf Machete Nahkampf Putz Schwert Stuck Säbel Wunsch abriegeln rundweg schlagen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abschlagen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch konnte er es nicht wagen, diese päpstliche "Bitte" abzuschlagen.
Der Tagesspiegel, 31.10.2001
Eine junge zarte Frau schlägt einem kräftigen Mann den Kopf ab.
Bild, 19.02.2001
Die Bitte, ihn als Objekt für eine solche Untersuchung zu verwenden, würde er natürlich abschlagen.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 451
Es ist eine Lage, in der es schon bald unmöglich wird, eine Bitte abzuschlagen.
Kafka, Franz: Das Schloß. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1922], S. 10401
Andrerseits zog Rosa so stark, daß es mir nicht möglich war, ihr ihre Bitte abzuschlagen.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 21626
Zitationshilfe
„abschlagen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abschlagen>, abgerufen am 16.12.2018.

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