abserbeln

Grammatik Verb · serbelt ab, serbelte ab, ist abgeserbelt
Aussprache ['apzɛʁbl̩n]
Worttrennung ab-ser-beln
Wortzerlegung  ab- serbeln
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

CH jmd., etw. serbelt abdahinsiechen, langsam eingehen, zugrunde gehen
Beispiele:
Man musste zusehen, wie Tannen abserbelten. [Thurgauer Zeitung, 30.03.2019]
In der Ostschweiz und vor allem in der Westschweiz ist das Kegeln […] arg »am Abserbeln« – wie es Edi M[…] nennt, Präsident des Luzerner Sportkeglerverbands. [Luzerner Zeitung, 02.02.2018]
»Vielleicht wäre es besser, sie würden mit dem Rauchen Schluss machen.« Ich will aber nicht aufhören, sondern ungestört meinem legitimen Laster frönen. Ohne bei jedem Griff zur Zigarette ans Abserbeln erinnert zu werden. [Basler Zeitung, 13.01.2012]
Es ist so ungerecht. Die Mutter ist mir abgeserbelt, und vom Vater habe ich nichts als einen schlechten Namen. [Bärfuss, Lukas: Alices Reise in die Schweiz. Göttingen: Wallstein Verlag 2007, S. 69]
S[…] fürchtet, dass die traditionsreiche Institution [des Pilzkontrolleurs] langsam abserbelt. [Basler Zeitung, 25.08.1998]
Wenn das, was wir Heimat nennen, nicht abserbeln und schliesslich verschwinden soll, ist es notwendig, dass wir immer wieder neu den Standort bestimmen. [Liebe Heimatfreunde!, 04.08.1998, aufgerufen am 31.08.2020]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
dahinsiechen · daniederliegen · hinsiechen  ●  abserbeln  schweiz. · darniederliegen  geh. · langsam eingehen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (die) Kraft verlieren · Ermüdungserscheinungen zeigen · erlahmen · lahmen · müde werden · nachlassen · schlechter werden · schwächer werden · sich verschlechtern  ●  schwächeln  ugs.
Zitationshilfe
„abserbeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abserbeln>, abgerufen am 16.10.2021.

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