abspenstig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungab-spens-tig (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

abtrünnig, untreu
jmdm. jmdn. abspenstig machenjmdn. von jmdm. weglocken
Beispiele:
er hatte ihm seine Freundin abspenstig gemacht
einem Geschäft die Kunden, Angestellten abspenstig machen
der einen Anhänger der Staatsreligion dem Glauben seiner Väter abspenstig machte [Feuchtw.Söhne93]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

abspenstig Adj. zuerst und dann fast ausschließlich in der Wendung abspenstig machen ‘weglocken, abwerben’ (Mitte 16. Jh.), zu abspannen, mhd. abespanen, -spenen ‘weglocken’, einer präfigierten Bildung zu dem im Nhd. untergegangenen Simplex ahd. spanan (9. Jh.), mhd. spanen ‘locken, reizen’; vgl. ahd. spenstīg ‘ablockend, verführbar’ (um 1000) und s. ↗Gespenst. Zur Etymologie s. ↗spannen. Neben abspenstig gelten (vom 14. bis 19. Jh.) auch Formen wie abspännig, abspennig, abspendig, die die Verwandtschaft mit dem Verb deutlich erkennen lassen.

Typische Verbindungen
computergeneriert

machen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abspenstig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei gilt es bei allen Herstellern als grundsätzliches Bestreben, anderen Unternehmen die Kunden abspenstig zu machen.
Süddeutsche Zeitung, 02.06.2001
Mit sowas wollen diese Typen anderen Männern nur die Frauen abspenstig machen!
konkret, 1980
Ja, er hatte sogar schon zwei oder drei Burnusmänner von den schlimmeren Vergnügungen abspenstig gemacht und hatte sie zum Rätselraten bekehrt.
Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 455
Alsdann wurde erwähnt, daß die Wagner sich in einen Burschen, den »Loisl«, verliebt und versucht habe, ihn einem anderen Mädchen abspenstig zu machen.
Friedländer, Hugo: Justizirrtümer. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 21847
Bis ich sie meinem inzwischen zu uns gezogenen Großvater Mutzenbecher abspenstig machte, hatte dieser sie vorzugsweise dazu benutzt, Fotos früherer Reisen zu betrachten.
Ardenne, Manfred v.: Ein glückliches Leben für Technik und Forschung: Berlin: Verlag der Nation 1976, S. 32
Zitationshilfe
„abspenstig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abspenstig>, abgerufen am 16.12.2018.

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