abtreten

Grammatik Verb · tritt ab, trat ab, ist/hat abgetreten
Aussprache 
Worttrennung ab-tre-ten
Wortzerlegung ab-treten
Wortbildung  mit ›abtreten‹ als Erstglied: ↗Abtreter  ·  mit ›abtreten‹ als Grundform: ↗Abtritt · ↗abgetreten
eWDG

Bedeutungen

1.
von einem Ort wegtreten
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
a)
abgehen, weggehen
Beispiele:
der Offizier ließ den Mann abtreten
der Richter ließ die Zeugen abtreten
von der Bühne abtreten
b)
übertragen zurücktreten, ausscheiden
Beispiel:
vom Schauplatz, von seinem Amt, von der Bildfläche (sang‑ und klanglos, freiwillig) abtreten
2.
jmdm. etw., jmdn. überlassen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
jmdm., an jmdn. ein Zimmer, Stück Land abtreten
die abgetretenen Gebiete
jmdm. einen Anspruch, Anteil, ein Recht, Amt, die Nachfolge abtreten
das Wort an jmdn. abtreten
[er] trat ihr auch den Knaben ab [ Stifter2,72]
3.
Beispiele:
ich habe (mir) den Schnee, Schmutz abgetreten (= durch Auftreten entfernt)
hast du (dir) die Schuhe abgetreten? (= durch Auftreten gesäubert?)
du musst dich erst abtreten
jemand trat sich die Füße an der Strohmatte ab [ ViebigTägl. Brot153]
4.
etw. durch Darauftreten beschädigen, losreißen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
den (Kleider)saum, Schleppe abtreten
[der Diener] trat ihnen fast die Hacken ab [ RaabeII 5,404]
5.
etw. durch Tritte abgrenzen, bezeichnen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiel:
das Beet, den Weg abtreten
6.
veraltet absteigen und einkehren
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiel:
sobald ich im Wirtshause abgetreten war [ Immerm.Münchh.2,163]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

treten · abtreten · Abtreter · antreten · Antritt · auftreten · Auftritt · austreten · Austritt · betreten · betreten · übertreten · Übertritt · vertreten · Vertreter · vortreten · Vortritt · Zutritt
treten Vb. ‘seinen Fuß worauf oder wohin setzen, mit dem Fuß stoßen’, ahd. tretan (um 800), mhd. treten, mnd. mnl. trēden, nl. treden, afries. treda, aengl. tredan, engl. to tread ‘treten’ (germ. *tredan) stehen als Ablautneubildungen (oder mit Ablautentgleisung?) neben anord. troða, got. trudan (germ. *trudan). Dazu stellt sich ein Kausativum ahd. tretten ‘zertreten’ (11. Jh.), mhd. tret(t)en ‘fest auftreten, (zer)stampfen, niedertreten’, mnd. tredden, aengl. treddan ‘niedertreten, stampfen, nachspüren’, anord. treðja ‘niedertreten’; vgl. ferner (mit Intensivgemination) ahd. trettōn ‘mit Füßen treten, niedertreten’ (um 1000), aengl. treddian ‘schreiten, gehen’ sowie ahd. trotōn ‘keltern, pressen’, eigentlich ‘treten’ (um 1000; vgl. ahd. trota ‘Kelter’). Vielleicht ist auszugehen von einer Partizipialbildung ie. *druto- zu ie. *dreu-, einer Erweiterung der Wurzel ie. *der(ə)- ‘laufen, treten, trippeln’ (s. ↗Treppe, ↗trampeln, ↗zittern). abtreten Vb. ‘sich von einem Ort entfernen, seinen Wirkungskreis verlassen, den Schmutz von den Schuhen entfernen, mit dem Fuße losstoßen’, mhd. abetreten; dazu Abtreter m. ‘Matte oder Rost zum Entfernen des Schmutzes von den Schuhen’ (19. Jh.). antreten Vb. ‘sich zu einem bestimmten Zweck irgendwo einfinden, sich in bestimmter Ordnung aufstellen, durch Treten in Gang bringen, festtreten (Erde)’, mhd. anetreten ‘unternehmen, anfangen, berühren’; Antritt m. ‘das Antreten, Beginn’, mhd. anetritt ‘Angriff, Stufe, Eingang’. auftreten Vb. ‘den Fuß aufsetzen, durch einen Tritt gewaltsam öffnen, sich öffentlich zeigen, auf der Bühne erscheinen’, mhd. ūftreten, auch ‘sich erheben’; Auftritt m. ‘das Auftreten des Schauspielers auf der Bühne, Szene eines Schauspiels, heftige Auseinandersetzung’, mhd. ūftrit ‘Höhe’; im Sinne von ‘Szene’ seit dem 18. Jh. austreten Vb. ‘aus einer Gemeinschaft ausscheiden, sich absondern (von Gasen, Flüssigkeiten), Glimmendes, Brennendes durch Treten ersticken, durch häufiges Treten abnutzen’, verhüllend (seit 19. Jh.) ‘seine Notdurft verrichten’ (eigentlich ‘aus dem Zimmer gehen’), mhd. ūʒtreten ‘aus-, heraus-, hervortreten, aus-, abweichen’; dazu Austritt m. mhd. ūʒtrit. betreten Vb. ‘seinen Fuß auf etw. setzen, hineingehen’, ahd. bitretan ‘zertreten, zerquetschen’ (9. Jh.), mhd. betreten ‘zu etw. kommen, antreffen, erreichen, überraschen, überfallen, ergreifen’; betreten Part.adj. ‘peinlich überrascht, berührt, verlegen’ (16. Jh.), eigentlich ‘ertappt und deshalb verlegen’. übertreten Vb. ‘(den Fuß) durch falsches Auftreten verstauchen, ein Gebot verletzen, über die Ufer treten’, mhd. übertreten ‘niedertreten, überwinden, über etw. treten, besteigen, übertreffen’, reflexiv ‘über die Schranken der Sitte treten, sich vergehen’; Übertritt m. ‘das Übertreten, Wechsel zu einer anderen Gemeinschaft’, mhd. übertrit ‘Übertretung, Vergehen, Abfall, Überwältigung’. vertreten Vb. ‘vorübergehend jmds. Stelle einnehmen, jmds. Interessen, Rechte wahrnehmen, für etw. eintreten’, reflexiv ‘sich (durch Fehltreten) den Fuß verstauchen, steif gewordene Beine durch Umhergehen wieder beweglich machen’, ahd. firtretan ‘zertreten, entgegentreten’ (8. Jh.), mhd. vertreten ‘dahingehen, wegstoßen, verschmähen, verleugnen, verhindern, zertreten, an jmds. Stelle treten, haften’, reflexiv ‘fehltreten’; Vertreter m. ‘Beauftragter, Repräsentant, Verfechter, Anhänger’, spätmhd. vertreter ‘Schirmherr’. vortreten Vb. ‘nach vorn treten, herausragen’, mhd. vortreten; Vortritt m. ‘(aus Höflichkeit gewährtes) Recht zum Vorausgehen’ (15. Jh.). Zutritt m. ‘das Eintreten, Zugang’, mhd. zuotrit ‘Anfang, Angriff’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(Amt) niederlegen · ↗(Posten) aufgeben · (sein) Amt zur Verfügung stellen · ↗abdanken · abtreten · ↗zurücktreten  ●  ↗(Amt) zurücklegen  österr. · den Staffelstab weitergeben  ugs. · ↗seinen Hut nehmen  ugs.
Assoziationen
  • kündigen wollen · um seine Entlassung bitten  ●  aufhören wollen  ugs.
  • (den) Dienst quittieren · ↗(ein Unternehmen) verlassen · (eine) neue Herausforderung suchen (Bewerbungssprache) · (sein) Büro räumen · (seine) Kündigung einreichen · (seinen) Abschied nehmen · ↗ausscheiden · ↗kündigen · was Besseres finden  ●  (den) Job an den Nagel hängen  fig. · (sein) Bündel schnüren  fig. · ↗künden  schweiz. · ↗seinen Hut nehmen  fig. · ↗(den Kram) hinschmeißen  ugs. · (den) Bettel hinschmeißen  ugs. · (sich) was anderes suchen  ugs. · ↗aufhören (bei)  ugs. · ↗das Handtuch werfen  ugs., fig. · ↗gehen  ugs. · in den Sack hauen  ugs., fig. · ↗weggehen  ugs.
Synonymgruppe
(jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · (seinen) letzten Atemzug tun · ↗ableben · ↗das Zeitliche segnen · ↗erlöschen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · ↗verdämmern · ↗verscheiden · ↗versterben · ↗wegsterben  ●  (die) Augen für immer schließen  verhüllend · (die) Reihen lichten sich  fig. · abtreten  fig. · aus dem Leben scheiden  fig. · ↗davongehen  fig. · ↗entschlafen  fig., verhüllend · ↗fallen  militärisch · ↗gehen  verhüllend · ↗heimgehen  fig., verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · ↗sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · von der Bühne (des Lebens) abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · (den) Arsch zukneifen  vulg., fig. · (den) Löffel abgeben  ugs., fig., salopp · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · ↗dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · ↗dahinscheiden  geh., verhüllend · ↗den Geist aufgeben  ugs. · den Weg allen Fleisches gehen  geh. · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Ewigkeit abberufen werden  geh., fig. · in die Grube fahren  ugs., fig. · in die Grube gehen  ugs. · ins Grab sinken  geh., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · sein Leben aushauchen  geh. · seinen Geist aufgeben  ugs. · seinen Geist aushauchen  geh. · vor seinen Richter treten  geh., religiös, fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.
Unterbegriffe
  • den nassen Tod erleiden · den nassen Tod finden · ↗ersaufen · in den Fluten umkommen · ↗untergehen  ●  ↗ertrinken  Hauptform · ↗absaufen  ugs. · ↗versaufen  derb
  • abkratzen  derb · ↗abnippeln  derb · elendig sterben  derb · elendig verrecken  derb · ↗hopsgehen  derb · ↗krepieren  ugs. · ↗verrecken  derb
  • eines natürlichen Todes sterben · keines gewaltsamen Todes sterben
  • (den) Hungertod sterben · an Nahrungsmangel zugrunde gehen · bei/in einer Hungersnot umkommen · vor Hunger sterben  ●  ↗verhungern  Hauptform · hungers sterben  geh., veraltet
  • (es) geht zu Ende (mit jemandem) · (jemandes) Tage sind gezählt · (jemandes) letzte Tage sind gekommen · in den letzten Zügen liegen  ●  ↗(bald) gehen  verhüllend, fig. · im Sterben liegen  Hauptform · (jemandem) wachsen schon Flügel  derb, sarkastisch · ans Sterben kommen  geh., veraltend · es bald hinter sich haben  ugs., salopp · es nicht mehr lange machen  derb · seine Tage beschließen  geh.
  • aus dem Leben gerissen werden · aus der Mitte des Lebens gerissen werden · in Schönheit sterben · mit wehenden Fahnen untergehen  ●  jung sterben  Hauptform
  • (den) Tod erleiden · (den) Tod finden · ↗(ein) Opfer (des / der ...) werden · (jemanden) das Leben kosten · (sein) Leben lassen · (sein) Leben verlieren · es gibt (...) Tote · getötet werden · tödlich verunglücken · ↗umkommen · ums Leben kommen  ●  draußen bleiben  veraltend, historisch · zu Tode kommen  Hauptform · ↗(jemanden) dahinraffen  geh. · dahingerafft werden  geh. · ↗draufgehen  ugs., salopp · ↗hopsgehen  ugs., salopp · tot bleiben  ugs., regional, veraltet · vor die Hunde gehen  ugs., sprichwörtlich · über den Deister gehen  ugs., salopp, norddeutsch · über den Jordan gehen  ugs., salopp · über die Wupper gehen  ugs., regional, salopp
  • abkacken  derb · ↗abkratzen  derb, Hauptform · ↗abnibbeln  derb · ↗abnippeln  derb · ↗abschnappen  derb · ↗abschrammen  derb · den Arsch zukneifen  derb · ↗hopsgehen  ugs., salopp
  • ersticken
  • an Blutverlust sterben  ●  ↗verbluten  Hauptform
  • (den) Kältetod erleiden · ↗erfrieren
  • (sein) Leben geben · (sein) Leben opfern · ↗(sich) opfern
  • (seinen Verletzungen, einem Leiden) erliegen · dahingerafft werden (von)  ●  sterben an  Hauptform · von seinem Leiden erlöst werden  verhüllend
  • an Wassermangel zugrunde gehen  ●  ↗verdursten  Hauptform
  • (ur)plötzlich sterben · plötzlich tot sein · tot umfallen  ●  (jemanden) ereilt der Tod  geh.
  • als er ans Sterben kam · als er nun sterben sollte · als er sich zur letzten Ruhe begab · als er sich zur letzten Ruhe bettete
  • als Held sterben · für das Vaterland sterben  ●  auf dem Feld der Ehre sein Leben lassen  veraltet · auf dem Feld der Ehre sterben  veraltet · draußen bleiben  verhüllend, veraltet · ↗fallen  militärisch, Hauptform
Assoziationen
  • auf dem Feld der Ehre sein Leben gelassen · ↗gefallen · getötet worden  ●  auf dem Feld der Ehre gefallen  pathetisch · den Heldentod gestorben  pathetisch · draußen geblieben  ugs., Jargon
  • (seinen Verletzungen) erlegen · aus dem Leben geschieden · dahingegangen · dahingeschieden · gestorben · mit jemandem ist es aus · nicht mehr sein · nicht mehr unter den Lebenden · nicht mehr unter uns (weilen) · seligen Angedenkens (nachgestellt) · seligen Gedenkens (nachgestellt) · ↗tot · ↗verschieden · ↗verstorben  ●  (nur) mit den Füßen zuerst  fig. · draußen geblieben  militärisch · ↗gefallen  militärisch · hat uns verlassen  verhüllend, fig. · ↗selig (nachgestellt)  veraltet · tot und begraben  Verstärkung · von uns gegangen  verhüllend, fig. · (jemand) hat es hinter sich  derb · draufgegangen (bei)  ugs. · gehimmelt  ugs. · unterm Torf  ugs., salopp, fig. · verblichen  geh. · weg vom Fenster  ugs., fig.
  • (den) Freitod wählen · (die) (letzte) Konsequenz ziehen · (sein) Leben wegwerfen · ↗(sich) (selbst) richten · ↗(sich) (selbst) töten · ↗(sich) (selbst) umbringen · (sich) das Leben nehmen · (sich) etwas antun · (sich) vom Leben zum Tode befördern · Hand an sich legen · Selbstmord begehen · Suizid begehen · durch eigene Hand sterben · seinem Leben ein Ende machen · seinem Leben ein Ende setzen  ●  (sich selbst) (den) Garaus machen  geh. · (sich) den Tod geben  geh. · (sich) ein Leid antun (lit.)  geh. · (sich) ein Leids antun (lit.)  geh., verhüllend · ↗(sich) entleiben  geh.
  • auslöschen · ↗ermorden · ↗killen · ↗meucheln · tot... · ↗umbringen · ums Leben bringen  ●  (jemandem) (den) Lebensfaden abschneiden  fig. · (jemandem) das Lebenslicht auslöschen  fig., variabel · ins Jenseits befördern  fig. · ↗töten (absichtlich)  Hauptform · zum Schweigen bringen  fig. · zur Strecke bringen  fig. · (jemandem) den Garaus machen  ugs. · ↗abmurksen  ugs. · ↗abservieren  ugs., salopp, fig. · ↗ausknipsen  ugs., fig., salopp · ↗entleiben  geh. · in die ewigen Jagdgründe schicken  ugs., fig. · ins Gras beißen lassen  ugs., fig. · ins Nirwana befördern  ugs. · ↗kaltmachen  ugs. · ↗totmachen  ugs. · um die Ecke bringen  ugs., fig. · ↗umlegen  ugs. · vom Leben zum Tode befördern  geh. · über die Klinge springen lassen  ugs., fig.
  • arbeiten bis zum Schluss · in Ausübung seiner Tätigkeit sterben · in den Sielen sterben · in treuer Pflichterfüllung sterben · jemand arbeitet, bis er tot umfällt
  • knapp überleben · noch einmal mit dem Leben davonkommen · reanimiert werden · von den Toten auferstehen  ●  dem Tod ein Schnippchen schlagen  fig. · dem Tod von der Schippe springen  fig. · ↗wieder auferstehen (von den Toten)  biblisch · beinahe draufgehen bei  derb, variabel
  • Leiche · ↗Leichnam · Toter · ↗sterbliche Hülle · ↗sterbliche Überreste · toter Körper
  • Ableben · ↗Abschied · ↗Exitus · Hinscheiden · ↗Lebensende · ↗Sterben · Versterben  ●  ↗(jemandes) Tod  Hauptform · ↗Abberufung  verhüllend, fig. · ↗Heimgang  religiös · ↗Hinschied  schweiz. · ↗Sterbefall  fachspr., Amtsdeutsch
  • Todeskandidat · Todgeweihter  ●  Sterbende  weibl. · Sterbender  männl. · (ein) Moribunder  geh. · Moribundus  geh.
  • Abgelebter · Dahingegangener · Dahingeschiedener · Ermordeter · Gefallener · ↗Leiche · Verblichener  ●  Entschlafener  verhüllend · Toter  Hauptform · Verstorbener  Hauptform · Getöteter  geh. · Verschiedener  geh.
  • absterben (Pflanzen) · ↗verdorren · ↗vertrocknen  ●  ↗eingehen (Pflanzen)  Hauptform · ↗kaputtgehen  ugs.
  • eingehen (Tiere) · ↗krepieren · ↗sterben · ↗verenden
  • in Massen sterben · in Massen umkommen · massenhaft sterben · sterben wie die Fliegen
Synonymgruppe
abtreten · ↗vererben · ↗verleihen · ↗vermachen · ↗überantworten · ↗überlassen · ↗überschreiben · ↗übertragen  ●  ↗anheimstellen  geh.
Synonymgruppe
(sich) zurückziehen · ↗fortgehen · ↗verschwinden  ●  ↗weggehen (Ortswechsel)  Hauptform · ↗(sich) entfernen  geh. · ↗(sich) trollen  ugs. · ↗(sich) verziehen  ugs. · (sich) vom Acker machen  ugs. · Leine ziehen  ugs., salopp · abdackeln  ugs. · ↗abdampfen  ugs. · ↗abhauen  ugs., salopp · ↗abschieben  ugs. · ↗abschwirren  ugs., salopp · abtreten  fachspr. · ↗abziehen  ugs. · abzischen  ugs. · die Düse machen  ugs. · ↗entschwinden  geh., scherzhaft · ↗gehen  ugs.
Assoziationen
  • (jemandem) auskommen · ↗(jemandem) weglaufen · ↗ausbüxen · ↗ausreißen · das Weite suchen · ↗durchbrennen · ↗entlaufen · laufen gehen · sich aus dem Staub machen  ●  Reißaus nehmen  veraltend · ↗stiften gehen  ugs.
  • (Ort) verlassen · die (alte) Heimat verlassen · ↗fortziehen · ↗wegziehen · ↗ziehen (nach)
  • (aus einem Raum / Gebäude) gehen · ↗(einen Raum / ein Gebäude) verlassen
  • abziehen (Gruppe, Kolonne, Trupp ...)  ●  ↗abrücken  militärisch · ↗abmarschieren  fachspr., militärisch
  • (sich) auflösen · (sich) in Luft auflösen · ↗(sich) verziehen · ↗verpuffen · ↗verrauchen
  • (jemanden) verabschieden · ↗(sich) verabschieden · Abschied nehmen · Adieu sagen · Lebewohl sagen · Tschüs sagen · auf Wiedersehen sagen  ●  ↗(sich) empfehlen  geh. · ↗scheiden  geh., veraltet
  • (sich) am falschen Ort befinden · fehlplatziert sein · nicht (irgendwohin) gehören  ●  nichts verloren haben  ugs. · nichts zu suchen haben  ugs.
  • (sich) lossagen · ↗(sich) lösen · alles hinter sich lassen · ↗fortgehen · ↗fortziehen · goodbye sagen · ↗verlassen · ↗weggehen · ↗wegziehen  ●  (einer Sache) den Rücken kehren  fig. · (seine) Zelte abbrechen  fig. · auf Wiedersehen sagen  fig. · ↗(sich) abwenden  geh.
  • Geh weg! · Geh! · Mach, dass du fortkommst!  ●  Fort mit dir!  veraltend · Geh mit Gott, aber geh!  Redensart · Wegtreten!  militärisch · Abflug!  ugs. · Abmarsch!  ugs. · Baba und foi ned.  ugs., wienerisch · Da ist die Tür!  ugs. · Fahr zur Hölle!  derb, aggressiv · Geh (doch) dahin, wo der Pfeffer wächst!  ugs. · Geh mir aus den Augen!  ugs. · Geh mir vom Acker!  ugs. · Geh sterben!  vulg. · Hau ab und komm nicht wieder!  ugs. · Hau ab!  ugs. · Hinfort mit dir!  geh., altertümelnd · Hutsch dich!  ugs., österr. · Kratz die Kurve!  ugs. · Mach 'n Abgang!  ugs. · Mach 'ne Fliege!  ugs. · Mach Meter!  ugs., österr. · Mach die Fliege!  ugs. · Mach, dass du wegkommst!  ugs. · Pack dich!  ugs. · Raus (mit dir)!  ugs. · Scher dich fort!  ugs., veraltend · Scher dich weg!  ugs., veraltend · Scher dich zum Teufel!  ugs., veraltend · Schieb ab!  ugs. · Schieß in'n Wind!  ugs. · Schleich di!  ugs., süddt. · Schleich dich!  ugs. · Schwirr ab!  ugs. · Sieh zu, dass du Land gewinnst!  ugs. · Sieh zu, dass du weiterkommst!  ugs. · Verpiss dich!  derb · Verschwinde wie der Furz im Winde!  ugs., scherzhaft · Verschwinde!  ugs. · Verzieh dich!  ugs. · Verzupf dich!  ugs., österr. · Weiche von mir!  geh., veraltet · Zieh Leine!  ugs. · Zieh ab!  ugs. · Zisch ab!  ugs.
  • (sich) auf den Weg machen · ↗(sich) aufmachen · ↗losgehen · ↗losziehen · seinen Weg antreten  ●  ↗aufbrechen  Hauptform · (sich) auf die Beine machen  ugs. · (sich) auf die Socken machen  ugs. · ↗lossocken  ugs., regional
  • (sein) Bündel schnüren  fig. · mit unbekanntem Ziel verreisen  variabel, ironisch · (das) Weite suchen  ugs. · (das) sinkende Schiff verlassen  ugs., fig. · (den) Abgang machen  ugs. · (den) Adler machen  ugs. · (den) Sittich machen  ugs. · (die) Biege machen  ugs. · (die) Flatter machen  ugs. · (die) Fliege machen  ugs. · (die) Flocke machen  ugs. · (die) Kurve kratzen  ugs. · (einen) Abgang machen  ugs. · (einen) flotten Schuh machen  ugs. · (einen) langen Schuh machen  ugs. · (sich) aus dem Staub machen  ugs. · (sich) vom Acker machen  ugs. · Leine ziehen  ugs., salopp · in die Ferne schweifen  geh.
  • (irgendwo) herausspazieren · ↗(unbehelligt) weggehen
Synonymgruppe
abgehen (Theater) · abtreten (Theater)

Typische Verbindungen zu ›abtreten‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abtreten‹.

Verwendungsbeispiele für ›abtreten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn es mal nicht mehr geht, dann muss man abtreten.
Die Welt, 17.02.2004
Nach dem perfekten Rennen, sagt sie auch, werde ich abtreten.
Der Tagesspiegel, 11.09.2000
Damit treten viele an einige die Kompetenz ab, für alle zu handeln.
Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 2. Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 247
Vorhin war das Holz noch abgetreten, aber jetzt war es wieder ziemlich glatt gebohnert.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 384
Doch bald erfolgte der Abstieg, nachdem Bach 1739 die Leitung abgetreten hatte.
Gudewill, Kurt: Collegium musicum. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 18849
Zitationshilfe
„abtreten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abtreten>, abgerufen am 03.03.2021.

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