abtreten
GrammatikVerb · tritt ab, trat ab, ist/hat abgetreten
Aussprache
Worttrennungab-tre-ten (computergeneriert)
Wortzerlegungab-treten
Wortbildung mit ›abtreten‹ als Erstglied: Abtreter  ·  Ableitung von ›abtreten‹: Abtritt  ·  mit ›abtreten‹ als Grundform: abgetreten
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›ist‹
von einem Ort wegtreten
a)
abgehen, weggehen
Beispiele:
der Offizier ließ den Mann abtreten
der Richter ließ die Zeugen abtreten
von der Bühne abtreten
b)
übertragen zurücktreten, ausscheiden
Beispiel:
vom Schauplatz, von seinem Amt, von der Bildfläche (sang- und klanglos, freiwillig) abtreten
2.
mit Hilfsverb ›hat‹
jmdm. etw., jmdn. überlassen
Beispiele:
jmdm., an jmdn. ein Zimmer, Stück Land abtreten
die abgetretenen Gebiete
jmdm. einen Anspruch, Anteil, ein Recht, Amt, die Nachfolge abtreten
das Wort an jmdn. abtreten
[er] trat ihr auch den Knaben ab [Stifter2,72]
3.
Beispiele:
ich habe (mir) den Schnee, Schmutz abgetreten (= durch Auftreten entfernt)
hast du (dir) die Schuhe abgetreten? (= durch Auftreten gesäubert?)
du musst dich erst abtreten
jemand trat sich die Füße an der Strohmatte ab [ViebigTägl. Brot153]
4.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. durch Darauftreten beschädigen, losreißen
Beispiele:
den (Kleider)saum, Schleppe abtreten
[der Diener] trat ihnen fast die Hacken ab [RaabeII 5,404]
5.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. durch Tritte abgrenzen, bezeichnen
Beispiel:
das Beet, den Weg abtreten
6.
mit Hilfsverb ›ist‹
veraltet absteigen und einkehren
Beispiel:
sobald ich im Wirtshause abgetreten war [Immerm.Münchh.2,163]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

treten · abtreten · Abtreter · antreten · Antritt · auftreten · Auftritt · austreten · Austritt · betreten · betreten · übertreten · Übertritt · vertreten · Vertreter · vortreten · Vortritt · Zutritt
treten Vb. ‘seinen Fuß worauf oder wohin setzen, mit dem Fuß stoßen’, ahd. tretan (um 800), mhd. treten, mnd. mnl. trēden, nl. treden, afries. treda, aengl. tredan, engl. to tread ‘treten’ (germ. *tredan) stehen als Ablautneubildungen (oder mit Ablautentgleisung?) neben anord. troða, got. trudan (germ. *trudan). Dazu stellt sich ein Kausativum ahd. tretten ‘zertreten’ (11. Jh.), mhd. tret(t)en ‘fest auftreten, (zer)stampfen, niedertreten’, mnd. tredden, aengl. treddan ‘niedertreten, stampfen, nachspüren’, anord. treðja ‘niedertreten’; vgl. ferner (mit Intensivgemination) ahd. trettōn ‘mit Füßen treten, niedertreten’ (um 1000), aengl. treddian ‘schreiten, gehen’ sowie ahd. trotōn ‘keltern, pressen’, eigentl. ‘treten’ (um 1000; vgl. ahd. trota ‘Kelter’). Vielleicht ist auszugehen von einer Partizipialbildung ie. *druto- zu ie. *dreu-, einer Erweiterung der Wurzel ie. *der(ə)- ‘laufen, treten, trippeln’ (s. ↗Treppe, ↗trampeln, ↗zittern). abtreten Vb. ‘sich von einem Ort entfernen, seinen Wirkungskreis verlassen, den Schmutz von den Schuhen entfernen, mit dem Fuße losstoßen’, mhd. abetreten; dazu Abtreter m. ‘Matte oder Rost zum Entfernen des Schmutzes von den Schuhen’ (19. Jh.). antreten Vb. ‘sich zu einem bestimmten Zweck irgendwo einfinden, sich in bestimmter Ordnung aufstellen, durch Treten in Gang bringen, festtreten (Erde)’, mhd. anetreten ‘unternehmen, anfangen, berühren’; Antritt m. ‘das Antreten, Beginn’, mhd. anetritt ‘Angriff, Stufe, Eingang’. auftreten Vb. ‘den Fuß aufsetzen, durch einen Tritt gewaltsam öffnen, sich öffentlich zeigen, auf der Bühne erscheinen’, mhd. ūftreten, auch ‘sich erheben’; Auftritt m. ‘das Auftreten des Schauspielers auf der Bühne, Szene eines Schauspiels, heftige Auseinandersetzung’, mhd. ūftrit ‘Höhe’; im Sinne von ‘Szene’ seit dem 18. Jh. austreten Vb. ‘aus einer Gemeinschaft ausscheiden, sich absondern (von Gasen, Flüssigkeiten), Glimmendes, Brennendes durch Treten ersticken, durch häufiges Treten abnutzen’, verhüllend (seit 19. Jh.) ‘seine Notdurft verrichten’ (eigentl. ‘aus dem Zimmer gehen’), mhd. ūʒtreten ‘aus-, heraus-, hervortreten, aus-, abweichen’; dazu Austritt m. mhd. ūʒtrit. betreten Vb. ‘seinen Fuß auf etw. setzen, hineingehen’, ahd. bitretan ‘zertreten, zerquetschen’ (9. Jh.), mhd. betreten ‘zu etw. kommen, antreffen, erreichen, überraschen, überfallen, ergreifen’; betreten Part.adj. ‘peinlich überrascht, berührt, verlegen’ (16. Jh.), eigentl. ‘ertappt und deshalb verlegen’. übertreten Vb. ‘(den Fuß) durch falsches Auftreten verstauchen, ein Gebot verletzen, über die Ufer treten’, mhd. übertreten ‘niedertreten, überwinden, über etw. treten, besteigen, übertreffen’, refl. ‘über die Schranken der Sitte treten, sich vergehen’; Übertritt m. ‘das Übertreten, Wechsel zu einer anderen Gemeinschaft’, mhd. übertrit ‘Übertretung, Vergehen, Abfall, Überwältigung’. vertreten Vb. ‘vorübergehend jmds. Stelle einnehmen, jmds. Interessen, Rechte wahrnehmen, für etw. eintreten’, refl. ‘sich (durch Fehltreten) den Fuß verstauchen, steif gewordene Beine durch Umhergehen wieder beweglich machen’, ahd. firtretan ‘zertreten, entgegentreten’ (8. Jh.), mhd. vertreten ‘dahingehen, wegstoßen, verschmähen, verleugnen, verhindern, zertreten, an jmds. Stelle treten, haften’, refl. ‘fehltreten’; Vertreter m. ‘Beauftragter, Repräsentant, Verfechter, Anhänger’, spätmhd. vertreter ‘Schirmherr’. vortreten Vb. ‘nach vorn treten, herausragen’, mhd. vortreten; Vortritt m. ‘(aus Höflichkeit gewährtes) Recht zum Vorausgehen’ (15. Jh.). Zutritt m. ‘das Eintreten, Zugang’, mhd. zuotrit ‘Anfang, Angriff’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(Amt) niederlegen · (Posten) aufgeben · (sein) Amt zur Verfügung stellen · abdanken · zurücktreten  ●  den Staffelstab weitergeben  ugs. · seinen Hut nehmen  ugs.
Assoziationen
  • kündigen wollen · um seine Entlassung bitten  ●  aufhören wollen  ugs.
  • (den) Dienst quittieren · (ein Unternehmen) verlassen · (eine) neue Herausforderung suchen (Bewerbungssprache) · (seinen) Abschied nehmen · ausscheiden · kündigen · was Besseres finden  ●  (den) Job an den Nagel hängen  fig. · (sein) Bündel schnüren  fig. · künden  schweiz. · seinen Hut nehmen  fig. · (den Kram) hinschmeißen  ugs. · (den) Bettel hinschmeißen  ugs. · (sich) was anderes suchen  ugs. · aufhören (bei)  ugs. · das Handtuch werfen  ugs., fig. · gehen  ugs. · in den Sack hauen  ugs., fig. · weggehen  ugs.
Synonymgruppe
(die) Augen für immer schließen · (jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · ableben · das Zeitliche segnen · den Tod erleiden · erlöschen · in den letzten Zügen liegen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · sein Leben aushauchen · sein Leben lassen · seinen Geist aushauchen · verdämmern · verscheiden · versterben · wegsterben  ●  (die) Reihen lichten sich  fig. · dahinscheiden  verhüllend · davongehen  fig. · draußen bleiben  verhüllend · entschlafen  fig., verhüllend · fallen  militärisch · gehen  verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · von der Bühne des Lebens abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · über die Klinge springen (lassen)  salopp · (den) Weg allen Fleisches gehen  geh. · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · den Geist aufgeben  ugs. · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Grube fahren  ugs., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · seinen Geist aufgeben  ugs. · vor seinen Richter treten  geh., fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.
Unterbegriffe
  • eines natürlichen Todes sterben · keines gewaltsamen Todes sterben
  • den nassen Tod erleiden · den nassen Tod finden · ersaufen · in den Fluten umkommen · untergehen  ●  ertrinken  Hauptform · absaufen  ugs. · versaufen  derb
  • an Nahrungsmangel zugrunde gehen · bei/in einer Hungersnot umkommen · vor Hunger sterben  ●  verhungern  Hauptform · hungers sterben  geh., veraltet
  • (den) Arsch zukneifen  vulg., fig. · (den) Löffel abgeben  ugs., fig., salopp · abkratzen  derb · abnippeln  derb · elendig sterben  derb · elendig verrecken  derb · hopsgehen  derb · krepieren  ugs. · verrecken  derb
  • aus dem Leben gerissen werden · aus der Mitte des Lebens gerissen werden · in Schönheit sterben · mit wehenden Fahnen untergehen  ●  jung sterben  Hauptform
  • ersticken
  • abkacken  derb · abkratzen  derb, Hauptform · abnibbeln  derb · abnippeln  derb · abschrammen  derb · den Arsch zukneifen  derb · hopsgehen  ugs., salopp
  • (den) Tod finden · (ein) Opfer (des / der ...) werden · (jemanden) das Leben kosten · (sein) Leben lassen · (sein) Leben verlieren · tödlich verunglücken · umkommen · ums Leben kommen · zu Tode kommen  ●  getötet werden  Hauptform · (jemanden) dahinraffen  geh. · dahingerafft werden  geh. · draufgehen  ugs., salopp · hopsgehen  ugs., salopp · vor die Hunde gehen  derb · über den Deister gehen  ugs., salopp, norddeutsch · über den Jordan gehen  ugs., salopp · über die Wupper gehen  ugs., regional, salopp
  • an Blutverlust sterben  ●  verbluten  Hauptform
  • (den) Kältetod erleiden · erfrieren
  • über den Deister gehen (norddt.)  ugs. · über den Jordan gehen  ugs. · über die Klinge springen  ugs.
  • (sein) Leben geben · (sein) Leben opfern · (sich) opfern
  • (seinen Verletzungen, einem Leiden) erliegen · dahingerafft werden (von)  ●  sterben an  Hauptform
  • an Wassermangel zugrunde gehen  ●  verdursten  Hauptform
  • (ur)plötzlich sterben · plötzlich tot sein · tot umfallen
  • als er ans Sterben kam · als er nun sterben sollte · als er sich zur letzten Ruhe begab · als er sich zur letzten Ruhe bettete
Assoziationen
  • auf dem Feld der Ehre gefallen (pathetisch) · auf dem Feld der Ehre sein Leben gelassen · den Heldentod gestorben (pathetisch) · gefallen · getötet worden  ●  draußen geblieben  ugs., Jargon
  • (seinen Verletzungen) erlegen · aus dem Leben geschieden · dahingegangen · dahingeschieden · gestorben · mit jemandem ist es aus · nicht mehr sein · nicht mehr unter den Lebenden · nicht mehr unter uns (weilen) · seligen Angedenkens (nachgestellt) · seligen Gedenkens (nachgestellt) · tot · tot und begraben (Verstärkung) · verschieden · verstorben  ●  draußen geblieben  militärisch · gefallen  militärisch · selig (nachgestellt)  veraltet · (jemand) hat es hinter sich  derb · draufgegangen (bei)  ugs. · gehimmelt  ugs. · mausetot  ugs. · unterm Torf  ugs., salopp, fig. · verblichen  geh. · weg vom Fenster  ugs., fig.
  • (den) Freitod wählen · (die) (letzte) Konsequenz ziehen · (sein) Leben wegwerfen · (sich) (selbst) richten · (sich) (selbst) töten · (sich) (selbst) umbringen · (sich) das Leben nehmen · (sich) etwas antun · (sich) vom Leben zum Tode befördern · Hand an sich legen · Selbstmord begehen · Suizid begehen · seinem Leben ein Ende machen · seinem Leben ein Ende setzen  ●  (sich selbst) (den) Garaus machen  geh. · (sich) ein Leid antun (lit.)  geh. · (sich) ein Leids antun (lit.)  geh., verhüllend · (sich) entleiben  geh.
  • auslöschen · ermorden · ins Jenseits befördern · killen · meucheln · tot... · umbringen · ums Leben bringen · zum Schweigen bringen · zur Strecke bringen  ●  töten (absichtlich)  Hauptform · (jemandem) den Garaus machen  ugs. · abmurksen  ugs. · abservieren  ugs., salopp · ausknipsen  ugs., fig., salopp · entleiben  geh. · in die ewigen Jagdgründe schicken  ugs. · ins Gras beißen lassen  ugs., fig. · kaltmachen  ugs. · totmachen  ugs. · um die Ecke bringen  ugs. · umlegen  ugs. · vom Leben zum Tode befördern  geh. · über die Klinge springen lassen  ugs., fig.
  • arbeiten bis zum Schluss · in Ausübung seiner Tätigkeit sterben · in den Sielen sterben · in treuer Pflichterfüllung sterben · jemand arbeitet, bis er tot umfällt
  • (bald) gehen · (es) geht zu Ende (mit jemandem) · (jemandem) wachsen schon Flügel (sarkastisch) · es bald hinter sich haben · in den letzten Zügen liegen · mit dem Tode kämpfen  ●  im Sterben liegen  Hauptform · es nicht mehr lange machen  derb
  • Ableben · Abschied · Exitus · Hinscheiden · Lebensende · Sterben · Versterben  ●  (jemandes) Tod  Hauptform · Abberufung  verhüllend, fig. · Hinschied  schweiz.
  • absterben (Pflanzen) · verdorren · vertrocknen  ●  eingehen (Pflanzen)  Hauptform · kaputtgehen  ugs.
  • eingehen (Tiere) · krepieren · sterben · verenden
  • Leiche · Leichnam · Toter · sterbliche Hülle · sterbliche Überreste · toter Körper
  • in Massen sterben · in Massen umkommen · massenhaft sterben · sterben wie die Fliegen
  • Abgelebter · Dahingegangener · Dahingeschiedener · Ermordeter · Gefallener · Leiche · Verblichener  ●  Entschlafener  verhüllend · Toter  Hauptform · Verstorbener  Hauptform · Getöteter  geh. · Verschiedener  geh.
Synonymgruppe
(sich) zurückziehen · fortgehen · verschwinden  ●  weggehen  Hauptform · (sich) auf den Weg machen  ugs. · (sich) davon machen  ugs. · (sich) entfernen  geh. · (sich) trollen  ugs. · (sich) verdünnisieren  ugs. · (sich) verziehen  ugs. · (sich) vom Acker machen  ugs. · Leine ziehen  ugs. · abdampfen  ugs. · abhauen  ugs. · abzischen  ugs. · die Düse machen  ugs. · entschwinden  geh. · verduften  ugs.
Assoziationen
  • (jemandem) auskommen · (jemandem) weglaufen · ausbüxen · ausreißen · durchbrennen · entlaufen · laufen gehen  ●  Reißaus nehmen  veraltend · stiften gehen  ugs.
  • (sich) auflösen · (sich) in Luft auflösen · (sich) verziehen · verpuffen · verrauchen
  • (jemanden) verabschieden · (sich) verabschieden · Abschied nehmen · Adieu sagen · Lebewohl sagen · Tschüs sagen · auf Wiedersehen sagen  ●  (sich) empfehlen  geh. · scheiden  geh., veraltet
  • (sich) am falschen Ort befinden · fehlplatziert sein  ●  nichts verloren haben  ugs. · nichts zu suchen haben  ugs.
  • (einer Sache) den Rücken zukehren · (seine) Zelte abbrechen · (sich) abwenden · (sich) lossagen · (sich) lösen · alles hinter sich lassen · fortgehen · fortziehen · goodbye sagen · verlassen · weggehen  ●  auf Wiedersehen sagen  fig.
  • Abflug! · Geh!  ●  Fort mit dir!  veraltet · Geh mit Gott, aber geh!  Redensart · Wegtreten!  militärisch · Abmarsch!  ugs. · Da ist die Tür!  ugs. · Fahr zur Hölle! (aggressiv)  derb · Geh mir aus den Augen!  ugs. · Geh mir vom Acker!  ugs. · Geh weg!  ugs. · Hau ab!  ugs. · Mach 'n Abgang!  ugs. · Mach 'ne Fliege!  ugs. · Mach Meter!  ugs., österr. · Mach die Fliege!  ugs. · Mach, dass du wegkommst!  ugs. · Pack dich!  ugs. · Raus (mit dir)!  ugs. · Scher dich fort!  ugs., veraltend · Scher dich weg!  ugs., veraltend · Scher dich zum Teufel!  ugs., veraltend · Schieb ab!  ugs. · Schieß in'n Wind!  ugs. · Schleich di!  ugs., süddt. · Schleich dich!  ugs. · Schwirr ab!  ugs. · Sieh zu, dass du Land gewinnst!  ugs. · Verpiss dich!  derb · Verschwinde!  ugs. · Verzieh dich!  ugs. · Zieh Leine!  ugs. · Zisch ab!  ugs.
  • (sich) auf den Weg machen · (sich) aufmachen · losgehen · losziehen · seinen Weg antreten  ●  aufbrechen  Hauptform · (sich) auf die Beine machen  ugs. · (sich) auf die Socken machen  ugs. · lossocken  ugs., regional
  • (sein) Bündel schnüren  fig. · mit unbekanntem Ziel verreisen  variabel, ironisch · (das) Weite suchen  ugs. · (das) sinkende Schiff verlassen  ugs., fig. · (den) Abgang machen  ugs. · (den) Adler machen  ugs. · (den) Sittich machen  ugs. · (die) Biege machen  ugs. · (die) Flatter machen  ugs. · (die) Fliege machen  ugs. · (die) Kurve kratzen  ugs. · (einen) Abgang machen  ugs. · (einen) flotten Schuh machen  ugs. · (einen) langen Schuh machen  ugs. · (sich) aus dem Staub machen  ugs. · (sich) vom Acker machen  ugs. · Leine ziehen  ugs. · in die Ferne schweifen  geh.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Altersgründen Amtszeit Außenspiegel Befugnisse Bühne Garde Gegenleistung Gegenzug Höhepunkt Kompetenzen Macht Parteivorsitz Posten Rechte Souveränität Souveränitätsrechte Treuhänder Vermarktungsrechte Weltbühne Werberechte Zuständigkeit endgültig freiwillig kampflos spätestens tritt ungeschlagen verpfändet vorzeitig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abtreten‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn es mal nicht mehr geht, dann muss man abtreten.
Die Welt, 17.02.2004
Nach dem perfekten Rennen, sagt sie auch, werde ich abtreten.
Der Tagesspiegel, 11.09.2000
Damit treten viele an einige die Kompetenz ab, für alle zu handeln.
Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 2. Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 247
Vorhin war das Holz noch abgetreten, aber jetzt war es wieder ziemlich glatt gebohnert.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 384
Wenn er nur einmal daran dächte, sich die Füße abzutreten!
Rasp, Renate: Ein ungeratener Sohn, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1967, S. 49