abverlangen

GrammatikVerb
Worttrennungab-ver-lan-gen (computergeneriert)
Wortzerlegungab-verlangen
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. von jmdm. verlangen, jmdm. etw. abfordern
Beispiele:
jmdm. die Papiere (zur Kontrolle) abverlangen
sie hatte ihm die Schlüssel abverlangt
jmdm. einen ungebührlichen Preis abverlangen
er hatte dem Freund das Ehrenwort abverlangt
(sich selbst) das Äußerste an Leistung, Opfermut abverlangen
Wenn sie mir Rechenschaft abverlangt [Th. MannJoseph4,422]

Thesaurus

Synonymgruppe
Anspruch erheben (auf) · ↗abfordern · abverlangen · ↗anfordern · ↗anmahnen · ↗beanspruchen · ↗einfordern · ↗fordern · verlangen  ●  ↗postulieren  geh.
Assoziationen
  • Fordern und Fördern · Fördern und Fordern  ●  (mit) Zuckerbrot und Peitsche  negativ, fig.
Synonymgruppe
(auf etwas) beharren · ↗(auf etwas) bestehen · ↗(auf etwas) dringen · ↗(auf etwas) drängen · ↗(auf etwas) insistieren · ↗(etwas) reklamieren · (kategorisch) verlangen · ↗(sich auf etwas) kaprizieren · ↗(sich auf etwas) versteifen · ↗(sich etwas) ausbedingen · ↗(strikt) einfordern · abverlangen · bei der Forderung bleiben · ↗fordern  ●  ↗(auf etwas) pochen  ugs.
Assoziationen
  • Anspruch · ↗Erwartung · ↗Forderung
  • (sich) halten (an) · bleiben bei · festhalten an · nicht abgehen von · nicht aufgeben  ●  (sich) leiten lassen von  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anstrengung Bekenntnis Benutzer Beteiligter Betrachter Blutzoll Bürger Disziplin Flexibilität Geduld Höchstleistung Höchstmaß Kraftakt Kraftanstrengung Können Leser Opfer Rentner Respekt Selbstverleugnung Sonderopfer Stehvermögen Umdenken Versicherte Verzicht Zugeständnis allerhand verlangen viel zuviel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›abverlangen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst dann kann er sich entscheiden, und erst dann darf man ihm mehr abverlangen.
Süddeutsche Zeitung, 30.11.2001
Längeres Nachdenken ändert nichts an meiner Wahl, verlangt mir aber mehr Genauigkeit ab: Nicht ein einziges Buch allein hat diesen Rang.
Die Zeit, 30.12.1998, Nr. 1
Einer Kunst, die dies anschaulich vorstellen soll, wird viel abverlangt.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 82
Es würde ihm einige Anstrengungen abverlangen, das Stück nach draußen zu befördern.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 173
Inzwischen hatte offensichtlich etwas anderes dem Trainer erhöhte Aufmerksamkeit abverlangt.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 40
Zitationshilfe
„abverlangen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/abverlangen>, abgerufen am 17.11.2019.

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