adieu

GrammatikAusruf
Worttrennungadi-eu
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltend lebe wohl!; auf Wiedersehen!
Beispiel:
jmdm. adieu sagen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

adieu · ade · tschüs
adieu ade Grußformel ‘lebe wohl’. Der Abschiedsgruß afrz. a dieu, a deu, dem lat. ad Deum ‘(ich empfehle dich) Gott’ (lat. deus ‘Gott’) voraufgeht, entwickelt die Kurzform adé, übernommen in mhd. adē ‘Gott befohlen’. Daneben wird zu Beginn des 17. Jhs. gleichbed. frz. adieu entlehnt, das verschiedentlich landschaftlicher Umgangssprache angepaßt wird; es begegnen Formen wie atjē, t(s)chö. Bildungen mit -s (seit dem 18. Jh.) wie adjes, adjüs, atschüs und in heutiger Sprache häufiges tschüs, erweitert tschüsing schließen vielleicht an span. adiós an und verbreiten sich über die norddeutschen Hafenstädte. adieu wird in der Zeit des ersten Weltkriegs in seiner Gebrauchshäufigkeit stark eingeschränkt, während das ältere ade als Grußformel durch das Volkslied bewahrt wird.

Thesaurus

Synonymgruppe
ade · lebe wohl · ↗tschüs · ↗tschüss  ●  ↗Servus  österr. · adieu  franz. · ↗ciao  ital. · ↗vale  lat.

Typische Verbindungen
computergeneriert

sagen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›adieu‹.

Zitationshilfe
„adieu“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/adieu>, abgerufen am 26.04.2019.

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