adverbial

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Aussprache  [atvɛʁˈbi̯aːl]
Worttrennung ad-ver-bi-al
Wortbildung  mit ›adverbial‹ als Erstglied: ↗Adverbialsatz
Herkunft aus gleichbedeutend adverbiālislat
eWDG und ZDL

Bedeutung

Sprachwissenschaft
entsprechend der Bedeutung von Adverb
Beispiele:
eine adverbiale Bestimmung (= Umstandsbestimmung)WDG
ein Adjektiv kann adverbial gebraucht werden (= ein Adjektiv kann als Umstandswort gebraucht werden)WDG
Eines der schönsten und am häufigsten verwendeten Wortgeschenke kommt aus den freigiebigen Händen der Naturwissenschaftler: das zumeist adverbial verwendete »relativ«. [Süddeutsche Zeitung, 11.05.2016]
Hier wäre daran zu erinnern, dass das Adverb zumal sich mithilfe von da quasi unter die subordinierenden Konjunktionen eingeschlichen hat. Es muss indes erlaubt sein, bei zumal da das Wort zumal weiterhin adverbial zu verwenden bzw. zu verstehen. [Süddeutsche Zeitung, 03.11.2018]
Stulle kann auch Adjektiv sein und heißt dann blöd. Ein adverbialer Gebrauch ist nicht zulässig. [Der Standard, 12.09.2009]
Markant sind die Wiederholungen von Wörtern (Epizeuxeis), die die Wertungen des Redners eindringlich verstärken sollen. Dazu zählen attributiv oder adverbial gebrauchte Adjektive wie »prächtig«, »großartig« oder die Versicherung seines Friedenswillens, daß »jede, aber auch jede Verständigungsmöglichkeit« ausgeschöpft würde. [Barthel, Henner (Hg.), Politische Reden in der DDR, St. Ingbert: Röhrig 1998, S. 61]
Läge wirklich die Absicht vor, eine Information zu verzeichnen, so wäre »wie es heißt« einzuschalten gewesen. Dieser Nebensatz hat aber hier nur die Beiläufigkeit einer adverbialen Bestimmung, wie etwa »angeblich«. [Die Fackel, 2002 [1921]]

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Zum Originalartikel des WDG gelangen Sie hier.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Adverb · Adverbium · adverbial
Adverb Adverbium n. ‘Umstandswort’, das Verben, Adjektive oder Adverbien näher bestimmt, Entlehnung von gleichbed. lat. adverbium, einer mit lat. ad ‘zu’ zusammengesetzten Ableitung von lat. verbum ‘Wort, Ausdruck, Verb’, also eigentlich ‘das zu einem Verb gehörige Wort’, entsprechend griech. epírrhēma (ἐπίρρημα) ‘Adverb’, wörtlich ‘das Dazugesprochene’, vgl. griech. rhḗma (ῥῆμα) ‘das Gesagte, Wort’ und s. ↗epi-. Adverbium (Plur. Adverbia) ist im Dt. seit dem 16. Jh. bezeugt und wird im 17. Jh. übersetzt mit Beiwort, Zuwort. Die Eindeutschung Adverb, Plur. Adverbien, kommt Anfang des 18. Jhs. auf, setzt sich aber erst in jüngster Zeit durch. adverbial Adj. ‘umstandswörtlich, zum Adverb gehörig’ (19. Jh.), älter adverbialisch (Ende 17. Jh. bis Mitte 19. Jh.), aus gleichbed. lat. adverbiālis.

Typische Verbindungen zu ›adverbial‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›adverbial‹.

Zitationshilfe
„adverbial“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/adverbial>, abgerufen am 07.05.2021.

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