affig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungaf-fig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›affig‹ als Erstglied: ↗Affigkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

salopp albern, geziert
Beispiele:
ein affiges Mädchen
Er ... war außer Dienst affig und anmaßend [RennKrieg337]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Affe · äffen · nachäffen · affig · äffisch · Affenliebe
Affe m. exotisches Tier, dem durch seine mehr oder minder große Menschenähnlichkeit schon früh besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Durch reisende Kaufleute wird es den Germanen bekannt. Sein Name, den germ. und slaw. Sprachen gemeinsam, ist unbekannten Ursprungs. Ahd. affo (9. Jh.) mit den femininen Formen affa, affin, affinna, mhd. affe, asächs. apo, mnd. āpe, mnl. āpe, aep, nl. aap, aengl. apa, engl. ape, anord. api, schwed. apa, daneben tschech. opice, serbokr. ȍpica. Einige halten für das Germ. kelt. (Schrader Reallex. 1 (1917/23) 17), andere slaw. Vermittlung (de Vries Nl. 4) für wahrscheinlich, während Vasmer 2, 271 für die Entlehnung von ahd. affo ins Slaw. eintritt. äffen Vb. ‘nachahmen, irreführen, zum Narren halten’, mhd. frühnhd. (bis ins 17. Jh.) effen ‘zum Narren machen’; vgl. mhd. affen ‘zum Narren werden’ und mnd. āpen ‘zum besten haben, verspotten’; auch nachäffen Vb. ‘nachahmen’ (wie ein Affe), nachaffen (16. Jh.). affig Adj. ‘eitel, albern’ (Mitte 19. Jh.); vgl. mhd. affeht, affehtic, affenlich, effenlich ‘töricht’ (zu mhd. affe ‘Affe’, übertragen ‘Tor’). äffisch Adj. älter affisch ‘affenartig, eitel, albern’ (Ende 15. Jh.); vgl. mnd. āpisch ‘töricht, närrisch’. Affenliebe f. ‘blinde, übertriebene Liebe’ (Anfang 17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
affig · ↗gekünstelt · ↗geziert  ●  mit abgespreiztem kleinen Finger  fig. · ↗affektiert  geh. · ↗pretiös  geh. · ↗preziös  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
affig · ↗albern · ↗dämlich · ↗lachhaft · ↗lächerlich · ↗läppisch · ↗neckisch · nicht ernst zu nehmen · ↗närrisch · unfreiwillig komisch  ●  (jemandem) zu blöd  ugs. · ↗blöd  ugs. · flachsinnig  ugs. · pillepalle  ugs. · ↗ridikül  geh., veraltend · zum Piepen  ugs. · zum Schreien  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›affig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ist mir echt zu affig und peinlich finde ich das auch.
Bild, 13.07.2005
Aber es wäre in diesem Fall abwegig und auch affig gewesen, die Orte nicht mit den entsprechenden Namen zu benennen.
Der Tagesspiegel, 27.03.2005
Ich gare nichts im Salzpanzer, das ist mir zu affig.
Die Zeit, 10.02.2003 (online)
Das finde ich ganz schlimm, eine echte Schuluniform kann ich mir nicht vorstellen, das finde ich affig.
Süddeutsche Zeitung, 28.05.2001
Helena hatten sie sie getauft, ziemlich affig, für seinen Geschmack.
Degenhardt, Franz Josef: Für ewig und drei Tage, Berlin: Aufbau-Verl. 1999, S. 15
Zitationshilfe
„affig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/affig>, abgerufen am 23.01.2019.

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