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akklamieren

Grammatik Verb · akklamiert, akklamierte, hat akklamiert
Aussprache 
Worttrennung ak-kla-mie-ren
Herkunft Latein
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich, besonders österreichisch
1.
a)
mit Beifall bedenken, aufnehmen
b)
zustimmen, beipflichten
2.
jmdn. in einer Versammlung durch Zuruf wählen

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) huldigen · (jemandem) zujubeln · (jemanden) feiern wie einen Popstar · bejubeln · beklatschen  ●  (jemandem / einer Sache) Beifall zollen  geh. · akklamieren  geh.
Assoziationen
  • Freudenschreie ausstoßen · frohlocken · hurra schreien · in Jubelschreie ausbrechen · jauchzen · jubilieren · juchhe schreien · juchhu schreien · juchzen · juhu rufen · vor Freude laut singen  ●  johlen  abwertend · jubeln  Hauptform
  • (jemanden/etwas) frenetisch bejubeln · (jemanden/etwas) frenetisch feiern · begeistert aufgenommen werden (von) · begeistert gefeiert werden · begeisterte Aufnahme finden (bei) · zu Begeisterungsstürmen hinreißen  ●  (sich) vor Begeisterung überschlagen  fig.
  • (bezahlter) Beifallklatscher · Jubelperser  ●  Claqueur  franz. · (die) Claque (Theat.)  fachspr., franz. · Klatschvieh  derb, stark abwertend
Synonymgruppe
Applaus spenden · Beifall klatschen · Beifall spenden · Bravo rufen · beklatschen · es gibt (viel / kräftigen / starken ...) Applaus · klatschen  ●  (jemandem) applaudieren  Hauptform · akklamieren  österr. · (die) Hände rühren  geh. · (mit) Beifall bedenken  geh. · Beifall zollen  geh. · in die Händchen patschen  ugs., abwertend
Assoziationen
  • (bezahlter) Beifallklatscher · Jubelperser  ●  Claqueur  franz. · (die) Claque (Theat.)  fachspr., franz. · Klatschvieh  derb, stark abwertend
  • Begeisterungssturm · Begeisterungsstürme (auslösen) · Sturm der Begeisterung · Woge der Begeisterung · frenetischer Jubel · tosender Applaus
  • (sich) aussprechen für · befürworten · begrüßen · beistimmen · billigen · für richtig halten · gutheißen · zustimmen  ●  (sich) zustimmend äußern  nachrichtensprachlich · absegnen  ugs.
  • (das Publikum) von den Sitzen reißen · (die Zuschauer) zu Beifallsstürmen hinreißen · (einen) Beifallssturm entfachen

Typische Verbindungen zu ›akklamieren‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›akklamieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›akklamieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber auch das wurde nicht kontrovers diskutiert und erarbeitet, sondern nur noch akklamiert. [Die Zeit, 10.10.1997, Nr. 42]
Wie man hörte, akklamierte jedoch kaum der Vater in Hamburg. [Die Zeit, 29.07.1966, Nr. 31]
Man wird nicht ergründen können, warum das Belanglose gleichermaßen akklamiert wird wie das Bedeutende. [Süddeutsche Zeitung, 11.02.1998]
Aber die meisten blieben und akklamierten der Aufführung hinterher einhellig. [Süddeutsche Zeitung, 24.06.2002]
Das Publikum meinte Ja und akklamierte dem leidenschaftslosen Pianisten stürmisch. [Die Welt, 10.04.2001]
Zitationshilfe
„akklamieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/akklamieren>.

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