akzentuieren

GrammatikVerb · akzentuierte, hat akzentuiert
Aussprache
Worttrennungak-zen-tu-ie-ren (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›akzentuieren‹ als Erstglied: ↗Akzentuierung
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. nachdrücklich betonen
Beispiel:
die Worte klangen dennoch scharf akzentuiert [Storm1,271]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Akzent · akzentuieren
Akzent m. ‘Betonung, Nachdruck, Aussprache’, entlehnt (Anfang 16. Jh.) aus lat. accentus, eigentlich ‘das Beitönen’, gebildet zu lat. accinere ‘dazu singen, dazu tönen’; vgl. lat. canere (cantum) ‘singen’ (s. ↗Kantate, ↗Kantor) und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’. Lat. accentus im Sinne des grammatischen Terminus ist eine Übersetzung von griech. prosōdía (προσῳδία) ‘Wortbetonung’ (wörtlich ‘Zugesang’, s. ↗Ode), das als Prosodie ‘Lehre von der Messung der Sprache im Vers und von dem Verhältnis von Ton und Wort’ in die Fachsprachen der Metrik und Musik übernommen wird. Akzent wird unter Ausweitung seines Verwendungsbereichs (‘Tonfall, Ausspracheart, Akzentzeichen’, 16. Jh., später auch ‘Nachdruck’, 18. Jh.) allgemein üblich. akzentuieren Vb. ‘mit einem Akzent versehen, betonen, hervorheben’; aus gleichbed. mlat. accentuare; vereinzelt bezeugt seit Anfang des 18. Jhs., geläufig seit etwa 1800.

Thesaurus

Synonymgruppe
Betonung auf etwas legen · Nachdruck verleihen · Wert auf die Feststellung legen · Wert legen auf · akzentuieren · ↗betonen · ↗herauskehren · ↗herausstellen · ↗herausstreichen · ↗hervorheben · mit Nachdruck erklären · nachdrücklich betonen · ↗pointieren  ●  ↗unterstreichen  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aspekt Bedeutung Begriff Charakter Differenz Dirigent Element Farbe Fassade Figur Gegensatz Geschehen Inszenierung Kontrast Moment Rhythmus Schatten Tendenz Thema Unterschied anders bisweilen deutlich dramatisch rhythmisch scharf stark vielmehr zugleich zusätzlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›akzentuieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Noten hast du jetzt besser akzentuiert, aber die Farbe ist zu aggressiv.
Die Welt, 14.01.2000
Die Oberfläche der Formen wirkt dabei wie von ihren ideell von innen nach außen drängenden Volumen akzentuiert gespannt.
o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 5913
Böhm kann es sich so leisten, weniger scharf zu akzentuieren.
Die Zeit, 03.12.1965, Nr. 49
Tatsächlich akzentuierte sie nur den Überbau etwas stärker - sonst gingen wir zusammen.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1952. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1952], S. 315
Es konnte von einem Christen ohne weiteres übernommen und neu akzentuiert werden.
Eltester, W.: Areopagrede. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 24437
Zitationshilfe
„akzentuieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/akzentuieren>, abgerufen am 16.02.2019.

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