albern

Grammatik Adjektiv
Aussprache  [ˈalbɐn]
Worttrennung al-bern
Wortbildung  mit ›albern‹ als Erstglied: Albernheit
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich kindisch, einfältig
Beispiele:
ein albernes Betragen, Getue, Geschwätz
albernes Zeug reden
so ein albernes Ding!
albern sein, sich albern aufführen, benehmen
jmdn., etw. albern finden
sich [Dativ] albern vorkommen
saloppsich albern haben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

albern · albern · Albernheit
albern Adj. ‘kindisch, töricht, unseriös’. Ahd. alawāri ‘freundlich, wohlwollend’ (10. Jh.), mhd. al(e)wære ‘schlicht, einfältig’, anord. ǫlværr ‘freundlich’ sind Zusammensetzungen des unter wahr (s. d.) behandelten Adjektivs mit verstärkendem germ. *ala- (s. all); vgl. got. allawērei ‘Redlichkeit’. Das nicht mehr als Kompositum empfundene Wort unterliegt dem Wandel von lw zu lb und führt zu frühnhd. alber, das bis zum 18. Jh. neben dem aus den flektierten Formen sich herausbildenden albern (Ende 16. Jh.) fortbesteht. albern Vb. ‘sich kindisch, unernst benehmen’ (16. Jh.); dafür im 20. Jh. häufig herumalbern. Albernheit f. ‘unernstes, kindisches Benehmen’, auch ‘unseriöse, unqualifizierte Äußerung’ (z. B. Albernheiten sagen), löst (Mitte 17. Jh.) Bildungen wie Alberkeit (Ende 16. Jh.), Alberheit (1. Hälfte 17. Jh.), Albertät (1. Hälfte 17. Jh.) ab.

Typische Verbindungen zu ›albern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›albern‹.

Verwendungsbeispiele für ›albern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Draußen fand ich diesen ganzen amerikanischen Film plötzlich sehr albern. [Brussig, Thomas: Wasserfarben, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1991], S. 127]
Und den, der sie dazu macht, wird sie für reichlich albern halten. [Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 213]
Das kann schon mal zu recht albernen Ergebnissen führen – um auf die Idee zu kommen, eine abgebrochene Verbindung neu aufzubauen, braucht niemand eine spezielle Software. [C't, 1998, Nr. 9]
Weil der eine dachte, dass der andere denkt, wenn der andere jetzt lacht, ist das echt albern. [Die Zeit, 23.09.1999, Nr. 39]
Man könnte sagen, das hört sich nun aber wirklich zu albern an. [Die Zeit, 14.01.1999, Nr. 3]
Zitationshilfe
„albern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/albern#1>.

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albern

Grammatik Verb
Aussprache  [ˈalbɐn]
Worttrennung al-bern
Wortbildung  mit ›albern‹ als Erstglied: Alberei  ·  mit ›albern‹ als Letztglied: Gealber · Gealbere · herumalbern · veralbern
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich kindische Späße machen
Beispiel:
ihr habt nun genug gealbert [ Storm3,83]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

albern · albern · Albernheit
albern Adj. ‘kindisch, töricht, unseriös’. Ahd. alawāri ‘freundlich, wohlwollend’ (10. Jh.), mhd. al(e)wære ‘schlicht, einfältig’, anord. ǫlværr ‘freundlich’ sind Zusammensetzungen des unter wahr (s. d.) behandelten Adjektivs mit verstärkendem germ. *ala- (s. all); vgl. got. allawērei ‘Redlichkeit’. Das nicht mehr als Kompositum empfundene Wort unterliegt dem Wandel von lw zu lb und führt zu frühnhd. alber, das bis zum 18. Jh. neben dem aus den flektierten Formen sich herausbildenden albern (Ende 16. Jh.) fortbesteht. albern Vb. ‘sich kindisch, unernst benehmen’ (16. Jh.); dafür im 20. Jh. häufig herumalbern. Albernheit f. ‘unernstes, kindisches Benehmen’, auch ‘unseriöse, unqualifizierte Äußerung’ (z. B. Albernheiten sagen), löst (Mitte 17. Jh.) Bildungen wie Alberkeit (Ende 16. Jh.), Alberheit (1. Hälfte 17. Jh.), Albertät (1. Hälfte 17. Jh.) ab.

Typische Verbindungen zu ›albern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›albern‹.

Verwendungsbeispiele für ›albern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Draußen fand ich diesen ganzen amerikanischen Film plötzlich sehr albern. [Brussig, Thomas: Wasserfarben, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1991], S. 127]
Und den, der sie dazu macht, wird sie für reichlich albern halten. [Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 213]
Das kann schon mal zu recht albernen Ergebnissen führen – um auf die Idee zu kommen, eine abgebrochene Verbindung neu aufzubauen, braucht niemand eine spezielle Software. [C't, 1998, Nr. 9]
Weil der eine dachte, dass der andere denkt, wenn der andere jetzt lacht, ist das echt albern. [Die Zeit, 23.09.1999, Nr. 39]
Man könnte sagen, das hört sich nun aber wirklich zu albern an. [Die Zeit, 14.01.1999, Nr. 3]
Zitationshilfe
„albern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/albern#2>.

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