albern

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung al-bern
Wortbildung  mit ›albern‹ als Erstglied: ↗Albernheit
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich kindisch, einfältig
Beispiele:
ein albernes Betragen, Getue, Geschwätz
albernes Zeug reden
so ein albernes Ding!
albern sein, sich albern aufführen, benehmen
jmdn., etw. albern finden
sich [Dativ] albern vorkommen
saloppsich albern haben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

albern · albern · Albernheit
albern Adj. ‘kindisch, töricht, unseriös’. Ahd. alawāri ‘freundlich, wohlwollend’ (10. Jh.), mhd. al(e)wære ‘schlicht, einfältig’, anord. ǫlværr ‘freundlich’ sind Zusammensetzungen des unter ↗wahr (s. d.) behandelten Adjektivs mit verstärkendem germ. *ala- (s. ↗all); vgl. got. allawērei ‘Redlichkeit’. Das nicht mehr als Kompositum empfundene Wort unterliegt dem Wandel von lw zu lb und führt zu frühnhd. alber, das bis zum 18. Jh. neben dem aus den flektierten Formen sich herausbildenden albern (Ende 16. Jh.) fortbesteht. albern Vb. ‘sich kindisch, unernst benehmen’ (16. Jh.); dafür im 20. Jh. häufig herumalbern. Albernheit f. ‘unernstes, kindisches Benehmen’, auch ‘unseriöse, unqualifizierte Äußerung’ (z. B. Albernheiten sagen), löst (Mitte 17. Jh.) Bildungen wie Alberkeit (Ende 16. Jh.), Alberheit (1. Hälfte 17. Jh.), Albertät (1. Hälfte 17. Jh.) ab.

Thesaurus

Synonymgruppe
Jux machen · Unsinn machen · Unsinn treiben · Witze machen · albern · ↗blödeln · ↗flachsen · ↗herumalbern · ↗herumblödeln · herumkaspern · ↗juxen · ↗scherzen · ↗spaßen · ↗ulken · ↗witzeln  ●  ↗herumkalbern  regional · (sich) in Blödeleien ergehen  geh. · Faxen machen  ugs. · Spökes machen  ugs., ruhrdt. · auf Gaga machen  ugs. · gagamäßig drauf sein  ugs. · rumalbern  ugs. · rumblödeln  ugs. · rumspacken  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
albern · ↗infantil · ↗kindhaft · ↗kindisch · ↗kindlich · ↗kindsköpfig · ↗naiv · ↗unentwickelt · ↗unreif  ●  puerilistisch  selten · ↗pueril  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
affig · albern · ↗dämlich · ↗lachhaft · ↗lächerlich · ↗läppisch · ↗neckisch · nicht ernst zu nehmen · ↗närrisch · unfreiwillig komisch  ●  (jemandem) zu blöd  ugs. · ↗blöd  ugs. · flachsinnig  ugs. · ↗pillepalle  ugs. · ↗ridikül  geh., veraltend · zum Piepen  ugs. · ↗zum Schreien  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›albern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›albern‹.

Verwendungsbeispiele für ›albern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fröhlich alberte er danach erst mit den Journalisten, später mit den Bürgern herum.
Die Zeit, 31.07.2012, Nr. 31
Ich finde das albern, aber so steht es im Gesetz.
Die Welt, 17.06.2003
Und den, der sie dazu macht, wird sie für reichlich albern halten.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 213
Draußen fand ich diesen ganzen amerikanischen Film plötzlich sehr albern.
Brussig, Thomas: Wasserfarben, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1991], S. 127
Wir spielten zusammen weiter, ziemlich konzentriert, aber doch herrlich albern.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 284
Zitationshilfe
„albern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/albern#1>, abgerufen am 05.03.2021.

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albern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung al-bern (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›albern‹ als Erstglied: ↗Alberei  ·  mit ›albern‹ als Letztglied: ↗herumalbern · ↗veralbern
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich kindische Späße machen
Beispiel:
ihr habt nun genug gealbert [ Storm3,83]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

albern · albern · Albernheit
albern Adj. ‘kindisch, töricht, unseriös’. Ahd. alawāri ‘freundlich, wohlwollend’ (10. Jh.), mhd. al(e)wære ‘schlicht, einfältig’, anord. ǫlværr ‘freundlich’ sind Zusammensetzungen des unter ↗wahr (s. d.) behandelten Adjektivs mit verstärkendem germ. *ala- (s. ↗all); vgl. got. allawērei ‘Redlichkeit’. Das nicht mehr als Kompositum empfundene Wort unterliegt dem Wandel von lw zu lb und führt zu frühnhd. alber, das bis zum 18. Jh. neben dem aus den flektierten Formen sich herausbildenden albern (Ende 16. Jh.) fortbesteht. albern Vb. ‘sich kindisch, unernst benehmen’ (16. Jh.); dafür im 20. Jh. häufig herumalbern. Albernheit f. ‘unernstes, kindisches Benehmen’, auch ‘unseriöse, unqualifizierte Äußerung’ (z. B. Albernheiten sagen), löst (Mitte 17. Jh.) Bildungen wie Alberkeit (Ende 16. Jh.), Alberheit (1. Hälfte 17. Jh.), Albertät (1. Hälfte 17. Jh.) ab.

Thesaurus

Synonymgruppe
Jux machen · Unsinn machen · Unsinn treiben · Witze machen · albern · ↗blödeln · ↗flachsen · ↗herumalbern · ↗herumblödeln · herumkaspern · ↗juxen · ↗scherzen · ↗spaßen · ↗ulken · ↗witzeln  ●  ↗herumkalbern  regional · (sich) in Blödeleien ergehen  geh. · Faxen machen  ugs. · Spökes machen  ugs., ruhrdt. · auf Gaga machen  ugs. · gagamäßig drauf sein  ugs. · rumalbern  ugs. · rumblödeln  ugs. · rumspacken  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
albern · ↗infantil · ↗kindhaft · ↗kindisch · ↗kindlich · ↗kindsköpfig · ↗naiv · ↗unentwickelt · ↗unreif  ●  puerilistisch  selten · ↗pueril  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
affig · albern · ↗dämlich · ↗lachhaft · ↗lächerlich · ↗läppisch · ↗neckisch · nicht ernst zu nehmen · ↗närrisch · unfreiwillig komisch  ●  (jemandem) zu blöd  ugs. · ↗blöd  ugs. · flachsinnig  ugs. · ↗pillepalle  ugs. · ↗ridikül  geh., veraltend · zum Piepen  ugs. · ↗zum Schreien  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›albern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›albern‹.

Verwendungsbeispiele für ›albern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fröhlich alberte er danach erst mit den Journalisten, später mit den Bürgern herum.
Die Zeit, 31.07.2012, Nr. 31
Ich finde das albern, aber so steht es im Gesetz.
Die Welt, 17.06.2003
Und den, der sie dazu macht, wird sie für reichlich albern halten.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 213
Draußen fand ich diesen ganzen amerikanischen Film plötzlich sehr albern.
Brussig, Thomas: Wasserfarben, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1991], S. 127
Wir spielten zusammen weiter, ziemlich konzentriert, aber doch herrlich albern.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 284
Zitationshilfe
„albern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/albern#2>, abgerufen am 05.03.2021.

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