altertümlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungal-ter-tüm-lich
Wortbildung mit ›altertümlich‹ als Erstglied: ↗Altertümlichkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

aus alter Zeit stammend
Beispiele:
in diesem altertümlichen Teil unserer Stadt
altertümliche Gebäude, Türme
altertümliches Geschirr, Hausgerät
altertümliche Schriftzüge, Lettern, altertümlicher Schmuck
eine altertümliche Uhr, Fotografie, ein altertümlicher Sessel, (Reise)wagen
ein ziemlich niedriges, altertümlich ausgestattetes Zimmer [StormAquis submersus3,210]
Ihr Gewand ... hatte etwas sonderbar Altertümliches [E. T. A. Hoffm.Elixiere2,259]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Alter · altern · Altertum · Altertümer · altertümlich · altertümeln
Alter n. ‘Lebenszeit, Lebensabend’, ahd. altar (um 800). mhd. alter, asächs. aldar, mnd. ōlder, mnl. ouder, aengl. ealdor, anord. aldr, schwed. ålder führen auf germ. *aldra-, ie. *altro-, zur Wurzel ie. *al- ‘wachsen, nähren’, die auch dem Adjektiv ↗alt (s. d.) zugrunde liegt. In Zusammensetzungen hat Alter auch die Bedeutung ‘Zeit, langer Zeitabschnitt’ wie in Welt-, Zeitalter. altern Vb. ‘alt werden’ (seit 15. Jh.); bis ins 17. Jh. hinein konkurriert altern mit älterem, untergegangenem alten (ahd. altēn); eine Nebenform ältern bleibt auf das 17. und 18. Jh. beschränkt. Altertum n. ‘hohes Alter, das Altsein’ (vom 16. bis ins 19. Jh.), ‘alte Zeit der Geschichte’ (um 1500). Dazu Altertümer Plur. ‘aus dem Altertum stammende Gegenstände und Aufzeichnungen’ (1. Hälfte 18. Jh.); altertümlich Adj. (Ende 18. Jh.); altertümeln Vb. ‘Gepflogenheiten der Vergangenheit aufnehmen, nachahmen’ (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
alt · altertümlich · ↗antik · ↗archaisch · frühzeitlich · ↗uralt

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufzug Bezeichnung Brauch Charme Deutsch Dialekt Französisch Gefährt Gepräge Gewand Kostüm Laterne Letter Manier Merkmal Ofen Ritus Schreibmaschine Schreibweise Spanisch Straßenbahn Tracht Vorderlader Wendung anmuten anmutend aussehend klingend umständlich wirkend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›altertümlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Über die leeren Felder, die sich bis hinunter zum Dorf ausweiten, zieht der Klang eines altertümlichen Instruments.
Die Zeit, 05.01.2004, Nr. 01
Doch wirkte das altertümlich und landsknechthaft und kriegerisch kleidsam, merkwürdigerweise.
Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 794
Im Moment macht die Straße in der Tat noch einen altertümlichen Eindruck.
Der Tagesspiegel, 18.10.2003
Die Emailleschilder mit der altertümlichen Schrift waren im Schummerlicht kaum lesbar.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 78
Und hier war ein Platz, von drei Seiten gesäumt von altertümlichen, niedrigen Häusern.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 474
Zitationshilfe
„altertümlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/altertümlich>, abgerufen am 19.10.2019.

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