ambulant

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungam-bu-lant (computergeneriert)
HerkunftLatein
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
wandernd, umherziehend; nicht ortsgebunden
2.
Medizin nicht an eine Krankenhausaufnahme gebunden; nicht stationär
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ambulant · Ambulanz · Ambulatorium
ambulant Adj. ‘umhergehend, umherziehend, wandernd’, im Bereich des Handels ‘nicht ortsgebunden’ (ambulanter Handel, ambulantes Gewerbe), in der Medizin ‘nicht stationär’ (ambulante Behandlung) entlehnt (2. Hälfte 18. Jh.) aus gleichbed. frz. ambulant, das auf lat. ambulāns (Genitiv ambulantis), Part. Präs. von lat. ambulāre ‘umhergehen’, zurückgeht. Ambulanz f. Entsprechend seinem Vorbild frz. ambulance bedeutet das Wort bei seinem Aufkommen zur Zeit der Napoleonischen Kriege (Anfang 19. Jh.) ‘bewegliches Lazarett, Feldlazarett’, später ‘Krankentransportwagen’ (1. Hälfte 19. Jh.). In neuerer Zeit (Mitte 20. Jh.) ist Ambulanz vor allem die ‘medizinische Einrichtung für die Behandlung gehfähiger Patienten’ wie schon älteres gleichbed. Ambulatorium n. (2. Hälfte 19. Jh.), substantiviertes Neutrum von lat. ambulātōrius ‘beweglich’.

Thesaurus

Synonymgruppe
ambulant · nicht stationär
Antonyme
  • ambulant

Typische Verbindungen
computergeneriert

Altenpflege Badekur Behandlung Betreuung Dienst Erziehungshilfe Hilfsdienst Hospiz Hospizarbeit Hospizdienst Krankenpflege Krankenversorgung Kur Nachsorge Operateur Operation Operieren Pflege Pflegedienst Pflegeeinrichtung Pflegeleistung Psychotherapie Reha-Zentrum Rehabilitation Schwangerschaftsabbruch Sektor Therapie Versorgung stationär teilstationär

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ambulant‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach Darstellung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) fehlen im System der ambulanten Behandlung pro Jahr 55 Millionen Euro.
Die Welt, 26.11.2005
Bestrahlt wird durch die Haut, dabei kann die Behandlung ambulant erfolgen.
Der Tagesspiegel, 03.12.2001
Zumindest zu Beginn der ambulanten Behandlung ist die Kontrolle durch den Therapeuten also sehr stark.
Feuerlein, Wilhelm u. Dittmar, Franz: Wenn Alkohol zum Problem wird, Stuttgart: Thieme 1978, S. 37
Die Inanspruchnahme der Einrichtungen zur ambulanten medizinischen Versorgung ist vergleichsweise gering.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - G. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 27413
Die 85 Ärzte haben im vergangenen Jahr 15364 Patienten ambulant behandelt und 3959 Kranke stationär aufgenommen.
o. A. [sis]: Deutsches Herzzentrum. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1981]
Zitationshilfe
„ambulant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ambulant>, abgerufen am 14.11.2019.

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