Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

anöden

Grammatik Verb · ödet an, ödete an, hat angeödet
Aussprache 
Worttrennung an-öden
Wortzerlegung an-1 öden

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [umgangssprachlich] jmdn. langweilen
  2. 2. [salopp] jmdn. belästigen
eWDG

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich jmdn. langweilen
Beispiele:
eine einförmige Landschaft, einfältige Person, ein geistloses Gesellschaftsspiel ödet jmdn. an
daß der andere mit seinem Gefasel die Leute anödet [ SeghersMann57]
2.
salopp jmdn. belästigen
Beispiele:
Halbwüchsige, Betrunkene öden Passanten an
Da sind gewisse Rauhbeine, die wollten mich anöden [ H. MannUnrat1,466]

Verwendungsbeispiele für ›anöden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diesmal verstehe ich die Worte; aber der snobistische Sinn bleibt mir teils verschlossen, teils ödet er mich an. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1925. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1925], S. 217]
Dafür läßt er sich auch ein paar Tage lang gründlich anöden. [o. A.: EIN EHRENWERTER DEUTSCHER. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1984]]
Bald beginnen sie, sich zu wehren; denn das Spiel ödet sie an. [Süddeutsche Zeitung, 27.11.1997]
In den fünfziger Jahren fühlte sich die jamaikanische Unterklasse zusehends von ihrer Musik angeödet. [Die Welt, 16.02.2001]
Viel zu oft hatten wir uns angeödet, provoziert und gestritten. [Die Zeit, 02.11.2005, Nr. 44]
Zitationshilfe
„anöden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/an%C3%B6den>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
anäugen
anästhetisieren
anästhetisch
anästhesieren
anämisch
apallisch
apart
apathisch
apathogen
aper