analogisch

GrammatikAdjektiv
Worttrennungana-lo-gisch
Wortzerlegunganalog-isch
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Analogie · analogisch · analog
Analogie f. ‘Entsprechung, Ähnlichkeit, Gleichheit von Verhältnissen’, entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus lat. analogia, griech. analogía (ἀναλογία) ‘entsprechendes, richtiges Verhältnis, Übereinstimmung’ (gebildet zum Adjektiv griech. análogos, s. unten); neben frühen Formen wie Analogy, Analogi anfangs vor allem in griech.-lat. Form Analogia (bis Mitte 17. Jh.). Zum Substantiv bildet sich die Wissenschaftssprache analogisch Adj. ‘entsprechend, ähnlich, sinngemäß’ und, unter dem Einfluß von frz. analogue, gleichbed. analog Adj. (beide Mitte 18. Jh.), die durch lat. analogos, griech. análogos (ἀνάλογος), entstanden aus der häufigen präpositionalen Wendung aná lógon (ἀνὰ λόγον) ‘dem richtigen Verhältnis entsprechend’, zu griech. lógos (λόγος), hier im Sinne von ‘Berechnung, Verhältnis’ (s. ↗Logarithmus und ↗Logik) und die Weiterbildung analogikós (ἀναλογικός), spätlat. analogicus gestützt werden.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Denken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›analogisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alles andere ist ihm gegenüber nachbenannt, nur abbildhaft, nur teilhabend, nur »analogisch«.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 2622
Allerdings stimmt es, daß Nossack selber vornehmlich assoziativ reagiert und „analogisch“ denkt.
Die Zeit, 08.07.1966, Nr. 28
Wir verstünden ihn nur mit Menschenbegriffen, heißt es dann, also bestenfalls analogisch, und die Paradoxien fielen zu unseren Lasten.
Die Zeit, 11.04.2007, Nr. 13
Die Unreinheit des Leibes wird der Unreinheit der »Seele« assoziiert und die Beseitigung religiöser Reinheit in W. analogisch gedacht.
Ratschow, C. H.: Waschungen. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 30708
Wechßler erklärt das häufige Auftreten analogischer Ausgleichungen in der Flexion aus einem Nichtkönnen, aus einem Versagen des Gedächtnisses.
Voßler, Karl: Positivismus und Idealismus in der Sprachwissenschaft, Heidelberg: Winter 1904, S. 51
Zitationshilfe
„analogisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/analogisch>, abgerufen am 14.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Analogiezauber
Analogieverfahren
Analogieschluß
Analogiemodell
Analogieerzählung
analogisieren
Analogisierung
Analogismus
Analogkäse
Analogon