anbrechen

GrammatikVerb · bricht an, brach an, hat/ist angebrochen
Aussprache
Worttrennungan-bre-chen (computergeneriert)
Wortzerlegungan-1brechen1
Wortbildung mit ›anbrechen‹ als Grundform: ↗Anbruch · ↗angebrochen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. ein wenig brechen
Beispiele:
einen Zweig, eine Blume anbrechen
das Stuhlbein ist angebrochen
2.
mit Hilfsverb ›hat‹
umgangssprachlich beginnen, etw. zu verbrauchen, etw. anreißen
Beispiele:
eine Flasche Wein, Schachtel Zigaretten anbrechen
Ich ... entschließe mich endgültig, es [das Geld] anzubrechen [BöllWort33]
3.
mit Hilfsverb ›ist‹
gehoben beginnen
Beispiele:
eine neue Zeit, Epoche, der Frühling, Tag, der Morgen, die Morgenröte, Dämmerung bricht an
mit, bei anbrechender Dunkelheit
das Ende der Welt und der Jüngste Tag seien angebrochen (= gekommen) [G. Hauptm.Quint1,259]

Thesaurus

Synonymgruppe
anbrechen · ↗anfangen · ↗köpfen (Flasche) · ↗öffnen  ●  ↗aufmachen  ugs.
Synonymgruppe
anbrechen · ↗anfangen · ↗angehen · ↗beginnen · ↗einsetzen · ↗losbrechen · ↗starten (mit)  ●  ↗entbrennen (Streit)  fig. · ↗anheben  geh. · in Gang kommen  ugs. · ↗losgehen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abenddämmerung Blütezeit Dunkelheit Dämmerung Eiszeit Endzeit Epoche Erntezeit Fastenzeit Frühling Gründerzeit Götterdämmerung Halswirbel Jahreszeit Jahrtausend Medienzeitalter Morgen Morgendämmerung Morgenröte Neuzeit Periode Phase Rippe Spielminute Viertelstunde Zeit Zeitalter Zeitrechnung brechen Ära

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anbrechen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach einem halben Jahrhundert bricht damit eine neue Ära an.
Der Tagesspiegel, 02.02.2000
Als das Haus den Besitzer wechselt, brechen für die Gespenster schlechte Zeiten an.
Süddeutsche Zeitung, 02.05.1998
Wenn Ihr diesen Brief bekommt, ist schon das Jahr 1942 angebrochen.
Brief von Gefreiter H. M. vom 18.12.1941. In: Ortwin Buchbender u. Reinhold Sterz (Hgg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 84
Und die Zeit muß anbrechen, es wäre doch jetzt wirklich allerhöchste Zeit.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 10.01.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Was jetzt anbrach, muß man wohl die Stunde des Chores nennen.
Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 356
Zitationshilfe
„anbrechen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anbrechen>, abgerufen am 20.03.2019.

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