anbrechen

Grammatik Verb · bricht an, brach an, hat/ist angebrochen
Aussprache 
Worttrennung an-bre-chen
Wortzerlegung an-1brechen1
Wortbildung  mit ›anbrechen‹ als Grundform: ↗Anbruch · ↗angebrochen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. etw. ein wenig brechen
  2. 2. [umgangssprachlich] beginnen, etw. zu verbrauchen, etw. anreißen
  3. 3. [gehoben] beginnen
eWDG

Bedeutungen

1.
etw. ein wenig brechen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
einen Zweig, eine Blume anbrechen
das Stuhlbein ist angebrochen
2.
umgangssprachlich beginnen, etw. zu verbrauchen, etw. anreißen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
eine Flasche Wein, Schachtel Zigaretten anbrechen
Ich ... entschließe mich endgültig, es [das Geld] anzubrechen [ BöllWort33]
3.
gehoben beginnen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
eine neue Zeit, Epoche, der Frühling, Tag, der Morgen, die Morgenröte, Dämmerung bricht an
mit, bei anbrechender Dunkelheit
das Ende der Welt und der Jüngste Tag seien angebrochen (= gekommen) [ G. Hauptm.Quint1,259]

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
anbrechen · ↗anfangen · ↗köpfen (Flasche) · ↗öffnen  ●  sabrieren  franz. · ↗aufmachen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
anbrechen · ↗anfangen · ↗angehen · ↗beginnen · ↗einsetzen · ↗losbrechen · ↗starten (mit)  ●  ↗entbrennen (Streit)  fig. · ↗anheben  geh. · in Gang kommen  ugs. · ↗losgehen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›anbrechen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anbrechen‹.

Verwendungsbeispiele für ›anbrechen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach einem halben Jahrhundert bricht damit eine neue Ära an.
Der Tagesspiegel, 02.02.2000
Als das Haus den Besitzer wechselt, brechen für die Gespenster schlechte Zeiten an.
Süddeutsche Zeitung, 02.05.1998
Wenn Ihr diesen Brief bekommt, ist schon das Jahr 1942 angebrochen.
Brief von Gefreiter H. M. vom 18.12.1941. In: Ortwin Buchbender u. Reinhold Sterz (Hgg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 84
Und die Zeit muß anbrechen, es wäre doch jetzt wirklich allerhöchste Zeit.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 10.01.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Was jetzt anbrach, muß man wohl die Stunde des Chores nennen.
Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 356
Zitationshilfe
„anbrechen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anbrechen>, abgerufen am 07.03.2021.

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