anbringen

Grammatik Verb · bringt an, brachte an, hat angebracht
Aussprache 
Worttrennung an-brin-gen
Wortzerlegung an-1bringen
Wortbildung  mit ›anbringen‹ als Erstglied: ↗Anbringer · ↗Anbringung  ·  mit ›anbringen‹ als Grundform: ↗angebracht
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich etw., jmdn. herbeibringen, heranschleppen
Beispiele:
er brachte alle seine Schätze an
schließlich brachten ihre Greifer / So einen braunen Helden an [WeinertZwischensp.908]
2.
etw. an einer Stelle befestigen
Beispiele:
eine Lampe (an der Decke), ein Schild, einen Spiegel (an der Wand) anbringen
daß sogar das Fenster […] über den Schränken angebracht (= eingesetzt) war [RilkeBrigge5,123]
übertragen
Beispiel:
Mindestens müßte man in den Briefen eine Klausel anbringen (= hinzufügen) [CarossaKindheit281]
3.
umgangssprachlich jmdn., etw. an einen bestimmten Ort bringen, hinbringen
a)
jmdn., etw. unterbringen
Beispiele:
[sieben Kinder] von denen er einige gern in der Schule des jungen Priesters angebracht hätte [G. Hauptm.Ketzer4,89]
Sie kann von Glück sagen, daß ich sie angebracht habe im Hause des Ackerbürgers [Th. MannJoseph4,47]
weil er [der Depeschenbote] ein Telegramm nicht anbringen (= nicht zustellen) konnte [G. Hauptm.4, 257]
b)
etw. verkaufen, loswerden
Beispiel:
eine Ware (günstig) anbringen
4.
etw. vorbringen, vortragen
Beispiele:
eine Bitte, einen Wunsch, ein Gesuch, eine Beschwerde, Klage anbringen
seine Kenntnisse anbringen (= beweisen)
eine wohlgesetzte Rede anzubringen [G. HermannGebert369]
5.
landschaftlich jmdn. anzeigen
Beispiel:
daß er ihn beim Kirchenkonvent angebracht, weil er einen Ochsen geschlachtet hatte am Sonntag [H. KurzSonnenwirt40]

Thesaurus

Synonymgruppe
anbringen · ↗anfügen · ↗befestigen · ↗festmachen · ↗montieren
Assoziationen
Synonymgruppe
anbringen · ↗hinzufügen
Synonymgruppe
anbringen · ↗platzieren · ↗stellen

Typische Verbindungen zu ›anbringen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anbringen‹.

Verwendungsbeispiele für ›anbringen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jedenfalls ist es sicher nicht angebracht, dass es so getan wird, wie die Minister nun entschieden haben.
Der Tagesspiegel, 24.11.2000
Weil es so leicht ist, sich zu tarnen, ist es auch angebracht, vorsichtig zu sein.
Süddeutsche Zeitung, 19.10.1999
Sie kopieren doch auch sonst, und gerade hier ist es angebracht.
Eichler, Lillian: So oder so? In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 20647
Wer zuerst daran komme, sei auf Tod und Leben verpflichtet, den Satz anzubringen.
Schleich, Carl Ludwig: Besonnte Vergangenheit, Lebenserinnerungen (1859-1919). In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1921], S. 31483
Auch gegen die Wände zu poltern ist nur selten angebracht.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 22250
Zitationshilfe
„anbringen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anbringen>, abgerufen am 07.06.2020.

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