andichten

GrammatikVerb · dichtete an, hat angedichtet
Worttrennungan-dich-ten (computergeneriert)
Wortzerlegungan-1dichten2
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
auf jmdn. ein Gedicht machen
Beispiele:
der Jüngling dichtete ein Mädchen an
der Hofpoet dichtete den Fürsten an
[Nadja] verlangte, er müsse sie andichten [A. ZweigRegenbogen134]
2.
jmdm. zu Unrecht etw. zuschreiben
Beispiele:
jmdm. schlechte, gute Eigenschaften, unlautere Absichten, zweifelhafte Handlungen andichten
einer historischen Persönlichkeit geistvolle Aussprüche, einem bekannten Künstler allerlei Eigenarten andichten

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) anhängen · ↗(jemandem etwas) nachsagen · ↗(jemandem etwas) unterstellen · (jemandem) die Ehre abschneiden · (jemanden) ins Gerede bringen · (über jemanden negative) Behauptungen in die Welt setzen · Lügen verbreiten (über) · Sünden anderer aufzeigen · ↗diffamieren · ↗diskreditieren · ↗herabsetzen · in Misskredit bringen · in Verruf bringen · schlecht reden (über) · ↗schlechtmachen · ↗schmähen · ↗verhöhnen · ↗verleumden · ↗verunglimpfen · zynisch beschreiben  ●  (jemandem etwas) andichten  ugs. · (jemandem etwas) ans Zeug flicken  ugs., veraltend · ↗anschwärzen  ugs. · kein gutes Haar lassen (an)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abenteuer Absicht Affäre Eigenschaft Figur Fähigkeit Haar Held Herkunft Jugend Krankheit Krise Legende Liebschaft Medium Presse Schwangerschaft Tier Vergangenheit Verhältnis Zug Zunge Zweck ausgerechnet dichten gerne man nachsagen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›andichten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich spiele Tennis in New Jersey - schon hat man mir dort Häuser angedichtet.
Der Tagesspiegel, 30.06.2002
In meinen Augen heißt es übertrieben hoffnungsvoll sein, ihr welche anzudichten.
konkret, 1989
Er habe allerdings oftmals Mädchen angedichtet und sei mit ihnen ausgegangen.
Friedländer, Hugo: Der Mord im Essener Stadtwalde. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1910], S. 966
Den Alten und Uralten hatten wir grundsätzlich alle gängigen Gebrechen angedichtet.
Schröter, Heinz: Ich, der Rentnerkönig, Genf: Ariston 1985, S. 20
Nun tut es mir natürlich Leid, dass ich dem armen Kerl so ein schlimmes Ende angedichtet habe.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 274
Zitationshilfe
„andichten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/andichten>, abgerufen am 20.03.2019.

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