andichten

Grammatik Verb · dichtet an, dichtete an, hat angedichtet
Worttrennung an-dich-ten
Wortzerlegung an-1dichten2
eWDG

Bedeutungen

1.
auf jmdn. ein Gedicht machen
Beispiele:
der Jüngling dichtete ein Mädchen an
der Hofpoet dichtete den Fürsten an
[Nadja] verlangte, er müsse sie andichten [ A. ZweigRegenbogen134]
2.
jmdm. zu Unrecht etw. zuschreiben
Beispiele:
jmdm. schlechte, gute Eigenschaften, unlautere Absichten, zweifelhafte Handlungen andichten
einer historischen Persönlichkeit geistvolle Aussprüche, einem bekannten Künstler allerlei Eigenarten andichten

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) nachsagen · ↗(jemandem etwas) unterstellen · (jemandem) die Ehre abschneiden · (jemanden) ins Gerede bringen · (sich) in herabwürdigender Weise äußern (über) · (über jemanden negative) Behauptungen in die Welt setzen · Lügen verbreiten (über) · ↗diffamieren · ↗diskreditieren · ↗herabsetzen · in Verruf bringen · schlecht reden (über) · ↗schlechtmachen · ↗schmähen · ↗verleumden · ↗verunglimpfen  ●  ↗(jemandem etwas) anhängen  fig. · (jemanden) in eine bestimmte Ecke stellen  fig. · in Misskredit bringen  fig. · (jemandem etwas) am Zeug flicken  ugs., veraltend · (jemandem etwas) andichten  ugs. · (jemandem etwas) ans Zeug flicken  ugs., veraltend · (jemanden) mit Dreck bewerfen  ugs. · ↗anschwärzen  ugs. · kein gutes Haar lassen (an)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›andichten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›andichten‹.

Verwendungsbeispiele für ›andichten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich spiele Tennis in New Jersey - schon hat man mir dort Häuser angedichtet.
Der Tagesspiegel, 30.06.2002
In meinen Augen heißt es übertrieben hoffnungsvoll sein, ihr welche anzudichten.
konkret, 1989
Er habe allerdings oftmals Mädchen angedichtet und sei mit ihnen ausgegangen.
Friedländer, Hugo: Der Mord im Essener Stadtwalde. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1910], S. 966
Den Alten und Uralten hatten wir grundsätzlich alle gängigen Gebrechen angedichtet.
Schröter, Heinz: Ich, der Rentnerkönig, Genf: Ariston 1985, S. 20
Nun tut es mir natürlich Leid, dass ich dem armen Kerl so ein schlimmes Ende angedichtet habe.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 274
Zitationshilfe
„andichten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/andichten>, abgerufen am 21.01.2021.

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